NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst ist zum zweiten Mal Vater geworden. Seine Enkelkinder wird Mutter Anneliese jedoch nie kennenlernen. Denn die verlor der beliebte CDU-Politiker an den Krebs, da war er gerade einmal 19 Jahre alt.
NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, 50, ist der zweitbeliebteste Politiker Deutschlands. Nur Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, 65, schaffte es im INSA-Politikerranking für „Bild“ im September 2025 vor den CDU-Politiker. Und so freuten sich etliche Personen für Wüst, als er am Mittwoch, 11. März, bestätigte, zum zweiten Mal Vater einer Tochter, Clementine, geworden zu sein. Mit der Juristin Katharina Wüst, 38, die er 2019 heiratete, hat er noch die vierjährige Philippa.
Sowohl im Beruf als auch im Privaten scheint es für den aus Rhede im Münsterland stammenden Politiker bestens zu laufen. Dafür war der Start ins Erwachsenenleben für Wüst einer der schwersten, die man sich ausmalen kann. Denn mit gerade einmal 19 Jahren verlor er seine Mutter Anneliese Wüst an den Krebs.
Hendrik Wüst ist jetzt fast so alt wie Mutter Anneliese, als sie starb
Als Hendrik Wüst am 19. Juli 2025 seinen 50. Geburtstag feierte, blickte er mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf dieses doch besondere Jubiläum. Auf Instagram teilte der NRW-Chef ein gemeinsames Foto mit seiner Ehefrau von der Feier. Im Gespräch mit „Bild“ wenige Tage zuvor offenbarte Wüst: „Normalerweise sind mir runde Geburtstage nicht wichtig. Die Fünfzig jedoch berührt mich.“ Das hat einen äußerst traurigen Hintergrund.
Weiter erklärte Wüst: „Meine Mutter durfte nur wenig älter werden. Sie starb ein paar Tage nach ihrem 53. Geburtstag an Krebs. Das macht mich demütig, wenn ich auf diese Zahl blicke.“ Damals war Hendrik Wüst gerade einmal 19 Jahre alt. Die bis dato wichtigste Frau in seinem Leben konnte seine steile Politkarriere nicht mehr verfolgen und lernte nicht mehr die anderen wichtigen Frauen im Leben ihres Sohnes – wie Ehefrau Katharina und die beiden Mädchen – kennen.
NRW-Ministerpräsident quälen herzzerreißende Fragen
Es sind schmerzhafte Wahrheiten, die Hendrik Wüst am Weltkrebstag im Februar dieses Jahres schaffte, in bewegende Worte zu packen. In den sozialen Medien teilte er ein Bild von sich und seiner Mutter Anneliese aus Kindertagen. Dazu schrieb Wüst: „Was wäre, wenn unsere Mutter heute noch leben würde?“ Diese Frage stelle er sich „immer wieder“ und „gerade jetzt, wo [er] bald zum zweiten Mal Vater werde.“
Weiter fragte sich Hendrik Wüst: „Was würde sie ihren Enkeln mitgeben? Welchen Rat würde sie mir geben? Wie würde sie heute auf die Welt gucken?“, um dann herzzerreißend schlussfolgern zu müssen: „Die Antworten auf all diese Fragen hat uns der Krebs genommen.“
Der Tumor seiner Mutter wurde „erst spät entdeckt“
Der CDU-Politiker erklärt, dass bei seiner Mutter „ein Tumor […] erst spät entdeckt worden“ sei, der ihr das Leben sowie wunderbare weitere Familienmomente kostete. Umso wichtiger sei es Hendrik Wüst, am Weltkrebstag auf die „Volkskrankheit“ sowie die Wichtigkeit der Vorsorge aufmerksam zu machen. Damit ein solches Schicksal wie es ihm widerfahren ist, hoffentlich anderen erspart bleibt.
Verwendete Quellen: bild.de, instagram.com
Quelle: Gala






