Aufgrund von Produktionsproblemen und gestiegener Nachfrage kommt es in der Schweiz zu einem Präp-Lieferengpass. Betroffen ist die HIV-Prophylaxe (PrEP), die vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus schützt. Einige Apotheken melden, dass die Medikamente voraussichtlich bis Juni nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein werden.

+
Das ist passiert
- Landesweiter Mangel an HIV-PrEP in der Schweiz.
- Apotheken melden Lieferengpässe bis Juni.
- Ursachen sind Produktionsprobleme und erhöhte Nachfrage.
- Betroffen ist die HIV-Prophylaxe (PrEP).
Was ist PrEP und wie schützt sie vor HIV?
PrEP steht für Präexpositionsprophylaxe und ist eine medikamentöse HIV-Prophylaxe. Sie richtet sich an Menschen ohne HIV-Infektion, die ein erhöhtes Risiko haben, sich anzustecken. Durch die Einnahme von PrEP kann eine HIV-Infektion bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr verhindert werden. Die Wirksamkeit ist sehr hoch, wenn die Medikamente korrekt eingenommen werden.
Wie SRF berichtet, sind die Auswirkungen des Lieferengpasses besonders für vulnerable Gruppen besorgniserregend. (Lesen Sie auch: Olympische Winterspiele 2038 – Schweiz als Gastgeberin…)
Welche Ursachen hat der aktuelle Präp Lieferengpass?
Die Gründe für den aktuellen Engpass sind vielfältig. Einerseits gibt es Produktionsprobleme bei den Pharmaherstellern. Andererseits ist die Nachfrage nach PrEP in den letzten Jahren gestiegen, da das Medikament eine wirksame Möglichkeit zur HIV-Prävention darstellt. Diese gestiegene Nachfrage konnte von den Herstellern nicht ausreichend bedient werden.
Personen, die auf PrEP angewiesen sind, sollten sich frühzeitig mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin in Verbindung setzen, um alternative Lösungen zu besprechen. Möglicherweise kann auf andere Präparate ausgewichen oder die Einnahme angepasst werden.
Welche Auswirkungen hat der Lieferengpass auf die HIV-Prävention in der Schweiz?
Der Lieferengpass stellt einen Rückschlag für die HIV-Prävention in der Schweiz dar. PrEP ist ein wichtiger Baustein, um die Ausbreitung von HIV einzudämmen. Wenn das Medikament nicht verfügbar ist, steigt das Risiko von Neuinfektionen. Es ist daher wichtig, dass die Verantwortlichen schnell Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung mit PrEP wieder sicherzustellen. (Lesen Sie auch: Dortmund – Augsburg: gegen: BVB will Heimsieg)
Die Schweizerische Aids-Hilfe hat sich noch nicht offiziell zu dem Thema geäußert.
Welche Alternativen gibt es zur PrEP?
Neben PrEP gibt es weitere Möglichkeiten, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Dazu gehören die Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr sowie die sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP). PEP muss innerhalb von 72 Stunden nach einem Risikokontakt eingenommen werden und kann eine HIV-Infektion verhindern. Informationen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten bietet Love Life.
Wie geht es weiter?
Es bleibt zu hoffen, dass die Produktionsprobleme bald behoben werden können und die Versorgung mit PrEP in der Schweiz wieder sichergestellt ist. Bis dahin ist es wichtig, alternative Präventionsmethoden zu nutzen und sich umfassend über HIV und sexuell übertragbare Krankheiten zu informieren. (Lesen Sie auch: Franziska van Almsick: Sichtlich gerührt spricht sie…)

Häufig gestellte Fragen
Was ist die Postexpositionsprophylaxe (PEP)?
PEP ist eine Notfallmaßnahme nach einem möglichen HIV-Risikokontakt. Sie muss innerhalb von 72 Stunden begonnen werden und beinhaltet die Einnahme von HIV-Medikamenten über einen Zeitraum von vier Wochen. PEP kann eine HIV-Infektion verhindern, ist aber weniger wirksam als PrEP.
Wo erhalte ich PrEP in der Schweiz?
PrEP ist in der Schweiz rezeptpflichtig und kann von Ärzten verschrieben werden. Die Medikamente sind in Apotheken erhältlich. Aufgrund des aktuellen Lieferengpasses sollte man sich vorab informieren, ob die Apotheke PrEP vorrätig hat. Informationen zu Ärzten und Beratungsstellen bietet Aids Hilfe Schweiz.
Wer trägt die Kosten für PrEP?
In der Schweiz übernehmen die Krankenkassen die Kosten für PrEP unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehört, dass eine medizinische Indikation vorliegt und die Person ein erhöhtes HIV-Risiko hat. Es ist ratsam, sich vorab bei der Krankenkasse über die Kostenübernahme zu informieren. (Lesen Sie auch: Bayern Leverkusen: will Siegesserie in ausbauen)
Wie oft muss ich zur ärztlichen Kontrolle, wenn ich PrEP nehme?
Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind bei der Einnahme von PrEP wichtig. In der Regel sind alle drei Monate Untersuchungen notwendig, um die Nierenfunktion zu überprüfen und auf andere sexuell übertragbare Krankheiten zu testen. Die genauen Intervalle legt der behandelnde Arzt fest.










