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Home Gesellschaft

Jens Spahn: Lieber schwul als „homosexuell“ – CDU-Politiker

by Michelle
2. April 2026
in Gesellschaft
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Jens Spahn homosexuell

Jens Spahn homosexuell – Jens Spahn: Lieber schwul als „homosexuell“ – CDU-Politiker

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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, positioniert sich klar zur Sprache über seine sexuelle Identität. Die Bezeichnung „homosexuell“ lehnt er für sich persönlich ab und bevorzugt stattdessen das Wort „schwul“. Diese deutliche Aussage traf er am 02.04.2026 in einem Doppelinterview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“.

  • Spahns Präferenz: Der CDU-Politiker Jens Spahn möchte als „schwul“ und nicht als „homosexuell“ bezeichnet werden, da letzteres für ihn „furchtbar“ und „steril“ klinge.
  • Zustimmung von Miersch: SPD-Fraktionschef Matthias Miersch, ebenfalls schwul, stimmte im selben Interview zu und nannte den Begriff „homosexuell“ „klinisch“ und wie eine „technische Einordnung“.
  • Abgrenzung von „queer“: Spahn distanzierte sich auch vom Begriff „queer“ und bezeichnete die Verknüpfung mit politischer Ideologie als problematisch.
  • Quelle der Aussagen: Die Zitate stammen aus einem gemeinsamen Interview von Spahn und Miersch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, das am 02.04.2026 veröffentlicht wurde.
Inhaltsverzeichnis
  1. Spahn im „Zeit“-Interview: „Homosexuell klingt steril“
  2. Klare Abgrenzung zum Begriff „queer“
  3. Sprache und Identität in der Politik
  4. Häufig gestellte Fragen
  5. Fazit

In der aktuellen politischen Debatte um Identität und Sprache hat sich der CDU-Politiker Jens Spahn am 02.04.2026 klar positioniert. Er legte in einem Interview mit der „Zeit“ dar, warum er den Begriff Jens Spahn homosexuell für sich ablehnt und welche Bezeichnung er stattdessen wählt.

Spahn im „Zeit“-Interview: „Homosexuell klingt steril“

Im Gespräch mit der Wochenzeitung enthüllte Spahn, dass er dieses Thema bereits vor Jahren mit seinem Amtsvorgänger Volker Kauder (CDU) besprochen habe. „Ich möchte von dir nie wieder homosexuell genannt werden“, habe er damals gefordert. Auf die Nachfrage, wie er stattdessen genannt werden wolle, antwortete Spahn unmissverständlich: „Schwul. Homosexuell, das klingt für mich furchtbar. Steril.“

Diese Einschätzung teilt sein Gesprächspartner, der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch. Er pflichtete Spahn bei und ergänzte, der Begriff klinge „klinisch, nach einer technischen Einordnung.“ Beide Politiker, die offen zu ihrer sexuellen Orientierung stehen, bevorzugen also einen Begriff, der aus der Community selbst stammt, gegenüber einer eher medizinisch-wissenschaftlichen Klassifizierung.

Klare Abgrenzung zum Begriff „queer“

Auch mit dem Sammelbegriff „queer“ kann Spahn wenig anfangen. „Ich bin schwul, nicht queer. Dieses Identitätspolitische – als wäre das ein Konzept“, erklärte der Unionsfraktionschef. Als „queer“ bezeichnen sich oft Menschen, die sich nicht als heterosexuell verstehen oder sich nicht mit traditionellen Geschlechterrollen identifizieren. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) beschreibt den Begriff als eine Möglichkeit, eine Offenheit für nicht-binäre Geschlechter und eine Politisierung der eigenen Identität auszudrücken.

Spahn betonte zwar, er sei liberal, was das Private angehe, und jeder könne sich selbst queer nennen. Allerdings halte er „nichts von der Verknüpfung mit politischer Ideologie.“ Insbesondere kritisierte er die Tendenz, alles zu einer Frage der Selbstdefinition zu machen, was seiner Ansicht nach die Errungenschaften der Emanzipationsgeschichte, auch die der Frauen, infrage stellen könnte.

Sprache und Identität in der Politik

Die Äußerungen von Spahn und Miersch werfen ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Sprache und Selbstbezeichnung in der heutigen Gesellschaft. Während der Begriff „homosexuell“ lange Zeit der Standard in offiziellen und wissenschaftlichen Kontexten war, hat sich „schwul“ als selbstbewusste und emanzipierte Eigenbezeichnung durchgesetzt. Die Debatte um den Begriff Jens Spahn homosexuell zeigt, dass die Wahl der Worte für die Betroffenen eine zentrale Rolle für ihre Identität spielt.

Dass zwei hochrangige Politiker wie Jens Spahn und Matthias Miersch diese Nuancen öffentlich diskutieren, verdeutlicht den Wandel im gesellschaftlichen Diskurs. Es geht nicht mehr nur um Toleranz, sondern um die Anerkennung und den Respekt vor der Selbstdefinition des Einzelnen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die aktuelle politische Funktion von Jens Spahn?

Jens Spahn ist seit Mai 2025 der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Zuvor war er unter anderem Bundesminister für Gesundheit und stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „schwul“ und „homosexuell“ wichtig?

Die Unterscheidung ist oft eine Frage der Perspektive und Selbstbestimmung. „Homosexuell“ wird häufig als klinischer, von außen beschreibender Begriff wahrgenommen, während „schwul“ als emanzipierte und positive Eigenbezeichnung aus der Community selbst entstanden ist.

Wer ist Matthias Miersch?

Dr. Matthias Miersch ist ein Politiker der SPD und seit Mai 2025 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Er nahm gemeinsam mit Jens Spahn am Interview mit der „Zeit“ teil.

Fazit

Die klare Aussage von Jens Spahn, lieber „schwul“ als homosexuell genannt zu werden, unterstreicht die Bedeutung der Selbstbestimmung bei der Wahl von Identitätsbegriffen. Seine im „Zeit“-Interview vom 02.04.2026 geäußerte Haltung, die von SPD-Politiker Matthias Miersch geteilt wird, markiert einen wichtigen Punkt in der öffentlichen Debatte. Die Diskussion zeigt, wie Sprache die Wahrnehmung von sexueller Identität prägt und dass persönliche Präferenzen von Politikern den gesellschaftlichen Diskurs maßgeblich beeinflussen können.

MI
Autor dieses Beitrags

Michelle

Redakteur/in

Michelle schreibt über alles, was sie spannend findet – und das ist ziemlich viel. Ob Technik, Lifestyle oder kuriose Geschichten aus aller Welt: Hauptsache, es gibt was zu entdecken. Kaffee geht immer, Langeweile nie.

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Tags: CDUDie ZeitGesellschaftHomosexualitätIdentitätspolitikJens SpahnMatthias MierschPolitikQueerSPD
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