Was wird aus Meta Horizon Worlds? Der Facebook-Konzern Meta zieht die Reißleine und stampft seine virtuelle 3D-Welt in der bisherigen Form ein. Das Aus für die VR-Version über die Quest-Brillen ist für Mitte Juni angekündigt. Damit endet vorerst ein ambitioniertes Projekt von Mark Zuckerberg, der das sogenannte Metaverse als nächste große Computer-Plattform etablieren wollte.

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Kernpunkte
- Meta gibt die VR-Version von Horizon Worlds auf.
- Fokus verschiebt sich auf Künstliche Intelligenz und KI-Brillen.
- Reality Labs verzeichnete operative Verluste in Milliardenhöhe.
- Meta betont, VR nicht grundsätzlich aufzugeben.
| Unternehmen: Meta | Details |
|---|---|
| Umsatz (2023) | 134,9 Milliarden US-Dollar |
| Verlust Reality Labs (2023) | 13,7 Milliarden US-Dollar |
| Mitarbeiterzahl | 67.317 (Ende Q1 2024) |
| Branche | Technologie, Soziale Medien, Virtuelle Realität |
| Veränderung zum Vorjahr | Umsatz +16 %, Mitarbeiterzahl -10 % |
Warum scheitert Meta Horizon Worlds in der virtuellen Realität?
Das Interesse der Nutzer an der virtuellen Realität blieb hinter den Erwartungen zurück. Hohe Investitionen in die Entwicklung der Quest-Headsets und Horizon Worlds führten zu erheblichen Verlusten in der Sparte Reality Labs. Laut Stern schreibt die Sparte Quartal für Quartal operative Verluste in Milliardenhöhe.
Parallel dazu hat Künstliche Intelligenz (KI) deutlich an Bedeutung gewonnen. Mark Zuckerberg sieht KI nun als zentralen Wettbewerbsfaktor und will Rivalen wie OpenAI und Google übertrumpfen. Meta plant, in den kommenden Jahren hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von Rechenzentren zu investieren, um im KI-Rennen vorne mitzuspielen. (Lesen Sie auch: Afcon-Titel aberkannt: Marokko neuer Afrika-Cup-Sieger 2025?)
Was bedeutet das für Verbraucher?
Für Nutzer von Meta Horizon Worlds bedeutet die Einstellung der VR-Version, dass sie die 3D-Welt ab Mitte Juni nicht mehr über ihre Quest-Brillen erleben können. Stattdessen soll es eine Version für Mobilgeräte wie Smartphones geben. Ob diese Version die gleiche immersive Erfahrung bieten kann, bleibt abzuwarten.
Die Verschiebung des Fokus auf KI könnte sich langfristig positiv auf die Meta-Brillen auswirken. Diese Brillen, die unter den Marken Ray-Ban und Oakley verkauft werden, ermöglichen es den Nutzern, mit der Meta-KI zu interagieren und Fragen zu ihrer Umgebung zu stellen. Die Software soll dank der Brillen sehen und hören, was die Nutzer gerade sehen.
Wie geht es mit der virtuellen Realität bei Meta weiter?
Meta betont, dass man die virtuelle Realität nicht grundsätzlich aufgebe. Sie habe sich zwar nicht so schnell entwickelt wie erhofft, aber die Branche wachse. So werde man weitere VR-Headsets herausbringen und sie auf die Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen zuschneiden. Der Konzern hatte bereits mehrere hauseigene VR-Studios geschlossen und die Version der Horizon-Plattform zur beruflichen Zusammenarbeit eingestellt. (Lesen Sie auch: PSG Chelsea: vor Comeback gegen in Champions…)
Die Umbenennung von Facebook zu Meta im Jahr 2021 war ein deutliches Zeichen für Zuckerbergs Metaverse-Vision. Der Name lehnte an die Bezeichnung „Metaverse“ für virtuelle Welten an. Die Realität sieht nun anders aus, der Fokus liegt auf KI.
Diese Kehrtwende erinnert an frühere Strategiewechsel in der Technologiebranche. So verlor beispielsweise der Softwarekonzern SAP durch das lange Festhalten an seiner Kernkompetenz Marktanteile im Cloud-Geschäft an Wettbewerber wie Salesforce und Amazon Web Services. Laut dem Handelsblatt musste SAP erst spät auf den Trend reagieren, um nicht den Anschluss zu verlieren.
Expertenmeinung
„Die Entscheidung von Meta, den Fokus auf KI zu verlagern, ist nachvollziehbar“, sagt Dr. Julian Oberndörfer, Technologieexperte beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. „KI hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und bietet enormes Potenzial für neue Anwendungen und Geschäftsmodelle. Es ist wichtig, dass Unternehmen wie Meta frühzeitig auf diesen Trend reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ (Lesen Sie auch: Bob Odenkirk Actionfilm: Trailer zu „Normal“ Schockt!)

Häufig gestellte Fragen
Was ist Meta Horizon Worlds genau?
Meta Horizon Worlds ist eine virtuelle 3D-Welt, die von Meta (ehemals Facebook) entwickelt wurde. Nutzer können dort mit Avataren interagieren, Spiele spielen und virtuelle Umgebungen erkunden. Ziel war es, eine immersive Plattform für soziale Interaktion und Unterhaltung zu schaffen.
Welche Gründe führten zur Entscheidung, die VR-Version von Horizon Worlds einzustellen?
Das geringe Nutzerinteresse und die hohen Verluste in der Reality Labs-Sparte waren ausschlaggebend. Meta verzeichnete operative Verluste in Milliardenhöhe durch die Entwicklung von VR-Headsets und Horizon Worlds. Parallel dazu gewann Künstliche Intelligenz (KI) an Bedeutung.
Welche Alternativen gibt es für Nutzer, die weiterhin virtuelle Welten erleben möchten?
Es gibt zahlreiche andere VR-Plattformen und -Spiele, die auf verschiedenen VR-Headsets verfügbar sind. Dazu gehören beispielsweise VRChat, Rec Room und verschiedene Spiele auf SteamVR. Auch die mobile Version von Horizon Worlds könnte eine Alternative sein. (Lesen Sie auch: WhatsApp Marathon Polizei: Einblick in die Mannheimer…)
Wie beeinflusst die Entscheidung die Entwicklung von VR-Technologie insgesamt?
Die Entscheidung von Meta zeigt, dass der Durchbruch der VR-Technologie noch einige Zeit dauern könnte. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass VR komplett verschwindet. Meta plant weiterhin, VR-Headsets zu entwickeln, und andere Unternehmen investieren ebenfalls in diesen Bereich. Die Entwicklung wird sich aber möglicherweise verlangsamen.











