Der deutsche Textildiscounter KiK baut sein Filialnetz in Europa deutlich ab. Bis Ende 2026 sollen rund 300 KiK Filialen geschlossen werden. Auch Standorte in Österreich sind betroffen, wie mehrere Medien berichten.

Hintergrund: Warum schließt KiK Filialen?
Die Entscheidung zur Schließung von Filialen ist Teil einer langfristigen Strategie zur "Portfoliobereinigung", wie Geschäftsführer und Finanzvorstand Christian Kümmel gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte. Ziel ist es, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern. "Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück", so Kümmel. Teilweise lägen Filialen weniger als einen Kilometer voneinander entfernt.
KiK hatte bereits im September 2025 angekündigt, unrentable Filialen zu schließen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, wie die Kleine Zeitung berichtet. (Lesen Sie auch: Schneefallgrenze sinkt: Österreich erwartet bis zu 2…)
Aktuelle Entwicklung: Details zu den Schließungen
Europaweit sollen bis Ende 2026 etwa 225 Filialen weniger betrieben werden, was einem Rückgang auf gut 4.000 Standorte entspricht. In Deutschland werden 135 Geschäfte geschlossen, sodass dort künftig rund 2.200 Filialen verbleiben. Für Österreich war zunächst von neun Schließungen und einer Neueröffnung im ersten Quartal 2026 die Rede. Ob nun weitere Standorte betroffen sein werden, ist derzeit unklar. Laut Firmenangaben betreibt KiK in Österreich mehr als 220 Filialen mit rund 1.500 Mitarbeitern.
Einige Standorte wurden bereits geschlossen, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Eine Liste der betroffenen Geschäfte wurde von KiK nicht veröffentlicht. Es wird berichtet, dass zahlreiche Beschäftigte bisher nicht über die Schließungen informiert wurden. KiK ist einer der größten Textileinzelhändler in Deutschland und betreibt Filialen in zahlreichen europäischen Ländern.
Die Oberösterreichischen Nachrichten zitieren Geschäftsführer Christian Kümmel mit den Worten: "Wir trimmen unser Portfolio auf Profitabilität. Die Formel 'Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden' ist nicht 100-prozentig aufgegangen." Er betonte jedoch, dass alle verbleibenden Standorte profitabel seien. (Lesen Sie auch: Kostenlose Mitversicherung Krankenkasse: in der vor dem…)
Auswirkungen auf Mitarbeiter und Kunden
KiK betont, dass durch die Schließungen keine Kündigungen geplant seien. Stattdessen sollen die Mitarbeiter auf andere Standorte verteilt werden. Für die Kunden bedeutet die Reduzierung des Filialnetzes jedoch, dass sie möglicherweise weitere Wege zurücklegen müssen, um bei KiK einzukaufen. Es ist auch möglich, dass das Sortiment in den verbleibenden Filialen angepasst wird, um die Rentabilität zu steigern.
Das Unternehmen spürt laut Kleine Zeitung eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher und beobachtet eine Veränderung im Konsumverhalten. Dies dürfte ebenfalls zu der Entscheidung beigetragen haben, das Filialnetz zu verkleinern.
KiK Filialen: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die Schließung von KiK Filialen ist ein Zeichen für den zunehmenden Wettbewerbsdruck im Einzelhandel. Online-Shopping und veränderte Konsumgewohnheiten stellen traditionelle Einzelhändler vor große Herausforderungen. KiK versucht, mit der Reduzierung des Filialnetzes und der Fokussierung auf profitable Standorte, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. (Lesen Sie auch: Lars Klingbeil SPD: und die: Kurswechsel)

Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich der Einzelhandel in den kommenden Jahren weiter verändern wird. Unternehmen, die sich nicht an die neuen Gegebenheiten anpassen, werden es schwer haben, zu überleben.
Über KiK
KiK (Kunde ist König) ist ein deutscher Textileinzelhändler, der 1994 gegründet wurde. Das Unternehmen betreibt über 4.000 Filialen in Europa, darunter mehr als 2.200 in Deutschland. KiK bietet ein breites Sortiment an Textilien, Haushaltswaren und Schuhen zuDiscountpreisen an. Das Unternehmen steht jedoch auch immer wieder wegen seiner Arbeitsbedingungen in der Kritik. Die Bundesregierung setzt sich für faire Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ein.
Daten und Fakten im Überblick
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Daten und Fakten zu den KiK-Filialschließungen zusammen: (Lesen Sie auch: Pistons – Lakers: gegen: James führt Lakers…)
| Region | Anzahl der Schließungen | Anzahl der Neueröffnungen | Geplante Filialanzahl (Ende 2026) |
|---|---|---|---|
| Europaweit | ca. 300 | ca. 75 | ca. 4.000 |
| Deutschland | 135 | - | ca. 2.200 |
| Österreich | 9 | 1 | Unklar |
Häufig gestellte Fragen zu kik filialen
Warum schließt KiK Filialen in Europa?
KiK schließt Filialen, um die Profitabilität des Unternehmens zu steigern. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit zu stark expandiert und will nun das Filialnetz optimieren. Ziel ist es, sich auf profitable Standorte zu konzentrieren.
Wie viele KiK Filialen sind in Österreich von den Schließungen betroffen?
In Österreich sind neun Schließungen und eine Neueröffnung geplant. Es ist jedoch unklar, ob weitere Standorte betroffen sein werden. Aktuell betreibt KiK in Österreich mehr als 220 Filialen mit rund 1.500 Mitarbeitern.
Werden Mitarbeiter aufgrund der Filialschließungen entlassen?
KiK betont, dass keine Kündigungen geplant sind. Die betroffenen Mitarbeiter sollen auf andere Standorte verteilt werden. Das Unternehmen will so die Arbeitsplätze erhalten und die Erfahrung der Mitarbeiter weiterhin nutzen.
Bis wann sollen die KiK Filialen geschlossen werden?
Die Schließungen sollen bis Ende 2026 erfolgen. Einige Standorte wurden bereits geschlossen, weitere sollen in den nächsten Monaten folgen. Eine genaue Liste der betroffenen Filialen wurde von KiK nicht veröffentlicht.
Wie wirkt sich die Schließung der KiK Filialen auf die Kunden aus?
Für die Kunden bedeutet die Reduzierung des Filialnetzes möglicherweise längere Wege zum nächsten KiK-Geschäft. Es ist auch möglich, dass sich das Sortiment in den verbleibenden Filialen ändert, um die Rentabilität zu steigern.







