Die Polizei hat am Wochenende eine Gruppe von Köln Ultras Stuttgart auf der Autobahn A3 gestoppt und ihnen die Weiterreise nach Baden-Württemberg untersagt. Grund dafür war ein für die betreffenden Personen ausgesprochenes Aufenthaltsverbot, das im Zusammenhang mit dem Bundesliga-Spiel des VfB Stuttgart stand.

+
Polizeikontrolle stoppt Kölner Ultras auf dem Weg nach Stuttgart
Im Vorfeld des Bundesliga-Spiels zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln kam es zu einem größeren Polizeieinsatz auf der A3. Beamte stoppten mehrere Busse, in denen sich Anhänger der Kölner Ultraszene befanden. Nach einer Überprüfung der Personalien wurde festgestellt, dass gegen einige der Insassen ein Aufenthaltsverbot für Baden-Württemberg vorlag. Dieses Verbot wurde im Hinblick auf das bevorstehende Fußballspiel ausgesprochen, um potenzielle Ausschreitungen und Gefahren für die öffentliche Sicherheit zu verhindern. Die betroffenen Personen durften daraufhin nicht weiterreisen und mussten die Heimreise antreten.
Zusammenfassung
- Kölner Ultras wurden auf der A3 gestoppt.
- Aufenthaltsverbot für Baden-Württemberg verhängt.
- Bundesligaspiel VfB Stuttgart als Anlass.
- Polizeieinsatz zur Gefahrenabwehr.
Warum wurde das Aufenthaltsverbot verhängt?
Das Aufenthaltsverbot gegen die Kölner Ultras Stuttgart wurde von den zuständigen Behörden ausgesprochen, um die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Zusammenhang mit dem Fußballspiel zu gewährleisten. Solche Maßnahmen werden in der Regel ergriffen, wenn die Gefahr von gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen besteht oder wenn in der Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle stattgefunden haben. Die Polizei stützt sich dabei auf Erkenntnisse über die betreffenden Personen und deren potenzielle Gefährlichkeit. Ziel ist es, potenzielle Straftäter frühzeitig zu identifizieren und ihnen die Einreise in das betreffende Bundesland zu verwehren, um so Eskalationen zu verhindern. (Lesen Sie auch: Kwasniok Glückwunsch: Köln-Trainer Gratuliert Stuttgart Vorab?)
Aufenthaltsverbote sind ein Instrument des Gefahrenabwehrrechts und werden von den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Sie können sich gegen Einzelpersonen oder ganze Gruppen richten und zeitlich begrenzt oder unbefristet sein.
Die Reaktion der Kölner Fanszene
Die Kölner Fanszene reagierte mit Unverständnis und Kritik auf das ausgesprochene Aufenthaltsverbot. In den sozialen Medien äußerten viele Anhänger ihren Unmut über die Maßnahme und warfen der Polizei vor, pauschal alle Fans unter Generalverdacht zu stellen. Einige sprachen von einer unverhältnismäßigen Einschränkung ihrer Reisefreiheit und ihres Rechts, ihre Mannschaft zu unterstützen. Es gab aber auch Stimmen, die die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen im Kontext von Risikospielen grundsätzlich anerkannten, jedoch eine differenziertere Vorgehensweise forderten. Wie Bild berichtet, kam es zu keinerlei Ausschreitungen bei der Kontrolle.
Bundesliga-Spiel zwischen Stuttgart und Köln unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen
Das Bundesliga-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln fand unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die An- und Abreise der Fans zu überwachen und potenzielle Konflikte zu verhindern. Im Stadion selbst wurden zusätzliche Ordner eingesetzt, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten und ein friedliches Miteinander der Anhänger beider Vereine zu ermöglichen. Trotz der im Vorfeld getroffenen Maßnahmen kam es während des Spiels und im Umfeld des Stadions zu vereinzelten Verstößen gegen die Stadionordnung, die jedoch von den Sicherheitskräften schnell unterbunden werden konnten. Die genaue Anzahl der eingesetzten Beamten und Ordner wurde nicht bekannt gegeben. (Lesen Sie auch: Ragnar Ache Bereit für Stuttgart: Kann Köln…)
Aktuelle Informationen zur Bundesliga finden sich auf kicker.de.
Fußballspiele mit Beteiligung von Ultragruppierungen werden häufig von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begleitet, da es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen gekommen ist.
Die Rolle der Polizei bei Fußballspielen
Die Polizei spielt eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit bei Fußballspielen. Ihre Aufgaben umfassen die Überwachung der An- und Abreise der Fans, die Kontrolle von Personen und Fahrzeugen, die Verhinderung von Ausschreitungen und die Durchsetzung der Stadionordnung. Dabei arbeitet sie eng mit den Vereinen, den Sicherheitsdiensten und den Ordnungsbehörden zusammen. Die Strategie der Polizei basiert auf einer Kombination aus Prävention, Deeskalation und konsequentem Einschreiten bei Verstößen gegen die Regeln. Um die Sicherheit zu gewährleisten, greift die Polizei auf verschiedene Maßnahmen zurück, darunter der Einsatz von Überwachungskameras, die Anwesenheit von szenekundigen Beamten und die Anwendung von Aufenthaltsverboten. Die Kosten für diese Einsätze werden teilweise den Vereinen in Rechnung gestellt, was immer wieder zu Diskussionen führt. Das Bundesministerium des Innern und für Heimat ist unter anderem für die bundesweite Koordinierung von Sicherheitsmaßnahmen zuständig.

Die Auseinandersetzung zwischen Köln Ultras Stuttgart und den Behörden zeigt einmal mehr die Herausforderungen bei der Gewährleistung der Sicherheit rund um Fußballspiele. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich die Fanszene in Zukunft verhalten wird und welche Konsequenzen die Vorfälle für die betroffenen Personen haben werden. (Lesen Sie auch: Karneval Köln Ablenkung: Darum Flieht der 1.…)











