Lawine Südtirol hat mehrere Skifahrer in den italienischen Alpen erfasst. Die Rettungsdienste sind im Einsatz, um nach möglichen Verschütteten zu suchen. Es wird befürchtet, dass bis zu zehn Personen unter den Schneemassen begraben sein könnten.
Eine Lawine löst sich an der Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol.

Die Bergwacht wird alarmiert und startet einen Großeinsatz.
Die Bergwacht sucht mit Hubschraubern und Einsatzkräften nach Verschütteten. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Sulden: Zwei Tote in Südtirol Geborgen)
Was ist bisher bekannt?
Eine Lawine südtirol hat sich am Mittag an der Hohen Ferse in Ratschings ereignet. Nach Angaben der Bergwacht könnten bis zu zehn Skifahrer verschüttet worden sein. Die Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz, um nach den Vermissten zu suchen. Mehrere Krankenhäuser in der Umgebung, darunter auch eine Klinik im österreichischen Innsbruck, wurden in Alarmbereitschaft versetzt.
Das ist passiert
- Eine Lawine ging in hochalpinem Gelände in Südtirol nieder.
- Mehrere Skifahrer wurden von den Schneemassen erfasst.
- Es wird befürchtet, dass bis zu zehn Personen verschüttet sind.
- Die Bergwacht ist mit einem Großeinsatz vor Ort.
Wo genau ereignete sich die Lawine in Südtirol?
Die Lawine ging an der Hohen Ferse nahe Ratschings in Südtirol nieder. Laut Bergwacht löste sie sich in hochalpinem Gelände auf einer Höhe von über 2.600 Metern. Das Unglück ereignete sich nach ersten Informationen auf etwa 2.300 Metern Höhe.
Ungewöhnlich viele Lawinen diesen Winter
In den europäischen Gebirgen sind in dieser Wintersaison bereits mindestens 125 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Italien verzeichnet mit 32 Todesopfern die höchste Zahl, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Das geht aus einer Übersicht des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. Wie Stern berichtet, gab es in Deutschland bislang keine Todesopfer. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Tote: Acht nach Lawine in Kalifornien)
Klimawandel als Ursache?
Experten sehen den Klimawandel als einen der Gründe für die Zunahme von Lawinenunglücken. Höhere Temperaturen verändern die saisonalen Rhythmen, wodurch der Schnee weniger fest ist. Stärkere Winde führen zudem zur Ansammlung von gefährlichem „Triebschnee“. Besonders betroffen sind Regionen in Italien, im südlichen Teil der Alpen. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten außerhalb der präparierten Pisten beliebter werden.
Der European Avalanche Warning Service (EAWS) ist ein Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten aus verschiedenen europäischen Ländern. Ziel ist es, die Öffentlichkeit vor Lawinengefahr zu warnen und Informationen auszutauschen.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Bergwacht setzt die Suche nach den möglicherweise Verschütteten fort. Der Einsatz gestaltet sich aufgrund des hochalpinen Geländes und der Lawinengefahr schwierig. Es bleibt zu hoffen, dass die Einsatzkräfte die Vermissten lebend bergen können. Die umliegenden Krankenhäuser stehen bereit, um Verletzte zu versorgen. Informationen zur aktuellen Lawinensituation in Südtirol bietet der Lawinenwarndienst der Autonomen Provinz Bozen. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Alpen: Tote und Evakuierungen in Frankreich)

Häufig gestellte Fragen
Wo liegt Ratschings, wo sich das Lawinenunglück ereignet hat?
Ratschings ist eine Gemeinde in Südtirol, Italien, nahe der österreichischen Grenze. Es ist bekannt für sein Skigebiet und die umliegenden Berge, die bei Skitourengehern beliebt sind. Die Hohe Ferse ist ein Berg in diesem Gebiet.
Was ist Treibschnee und warum ist er gefährlich?
Triebschnee entsteht durch starken Wind, der Schnee verfrachtet und an windabgewandten Hängen ablagert. Diese Schneebretter sind oft schlecht mit der Altschneedecke verbunden und können sich leicht lösen, was zu Lawinen führt.
Wo finde ich aktuelle Informationen zur Lawinengefahr in Südtirol?
Der Lawinenwarndienst der Autonomen Provinz Bozen bietet aktuelle Informationen zur Lawinengefahr in Südtirol. Dort finden Sie detaillierte Berichte zur Schneelage, Lawinenwarnstufen und Verhaltensempfehlungen für Wintersportler. Auch der Österreichische Lawinenwarndienst bietet wertvolle Informationen. (Lesen Sie auch: Lawinenunglück Alpen: Drei Tote bei Tragödie in…)





