Der Lawinenwarndienst Tirol hat am 21. Februar 2026 für weite Teile des Bundeslandes die Lawinenwarnstufe 4, also „große Lawinengefahr“, ausgerufen. Grund dafür sind ergiebige Neuschneefälle und stürmischer Wind, die zu einer erheblichen Zunahme der Lawinenaktivität geführt haben. Betroffen sind vor allem die Hochlagen in Tirol.

Hintergrundinformationen zum Lawinenwarndienst Tirol
Der Lawinenwarndienst Tirol ist eine Einrichtung des Landes Tirol, die für die Beurteilung der Lawinengefahr zuständig ist. Er sammelt und analysiert Daten zu Schneeverhältnissen, Wetterprognosen und Lawinenereignissen, um die Öffentlichkeit vor Lawinenrisiken zu warnen. Die Lawinenwarnstufen reichen von 1 (gering) bis 5 (sehr groß). Eine detaillierte Erklärung der Lawinenwarnstufen findet sich auch auf Wikipedia.
Die Arbeit des Lawinenwarndienstes ist besonders wichtig, da Tirol ein beliebtes Ziel für Wintersportler ist. Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche Lawinenunfälle, die oft schwere Verletzungen oder sogar Todesfälle zur Folge haben. Durch die rechtzeitige Warnung vor Lawinengefahr können Risiken minimiert und Menschenleben gerettet werden. (Lesen Sie auch: NZ VS Pak: Kricket-Duell in Colombo durch…)
Aktuelle Entwicklung: Lawinenabgänge und Alarmauslösung
Die aktuelle Situation in Tirol ist angespannt. Wie der ORF berichtet, kam es am Samstag, dem 21. Februar 2026, im Skigebiet von Serfaus zu einem Lawinenabgang, bei dem eine Person verschüttet und lebensbedrohlich verletzt wurde. Die Person wurde in die Klinik Innsbruck geflogen. Auch in Kolassberg (Bezirk Innsbruck-Land) gab es einen Lawinenabgang, glücklicherweise ohne Verletzte. Bereits am Freitag kamen fünf Menschen bei Lawinenabgängen in Tirol und Vorarlberg ums Leben.
Aufgrund der großen Lawinengefahr wurde in allen Tiroler Landesteilen der sogenannte AT-Alert ausgelöst. Die AT-Alert-Gefahreninformation weist auf die Lawinengefahr der Stufe 4 hin. Dies bedeutet, dass spontane Lawinenabgänge wahrscheinlich sind und auch große Lawinen auftreten können. Skitourengeher und Freerider sollten sich unbedingt über die aktuelle Lawinensituation informieren und risikoreiches Gelände meiden.
Die Lawinenkommission in Tirol wird durch einen Mehrzweckhubschrauber des Bundesheeres unterstützt. Am Freitag gab es in Tirol mehr als 30 Einsätze wegen Lawinen. (Lesen Sie auch: MSV Duisburg – Schweinfurt 05: gegen 05:…)
Reaktionen und Einordnung
Die Behörden warnen eindringlich vor den Gefahren im freien Gelände. „Die Lawinensituation ist vielerorts angespannt“, heißt es in einer Aussendung des Landes Tirol. Skitourengeher und Variantenfahrer werden aufgefordert, sich vorab genau über die aktuelle Lawinenlage zu informieren und nur gesicherte Pisten zu befahren. Auch die Bevölkerung wird zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.
Experten weisen darauf hin, dass die Kombination aus Neuschnee, Wind und milden Temperaturen die Lawinengefahr deutlich erhöht. Besonders gefährlich sind Triebschneeablagerungen, die sich leicht lösen und zu Lawinen führen können. Es wird empfohlen, sich von erfahrenen Bergführern begleiten zu lassen und die Lawinengefahr nicht zu unterschätzen.
Lawinenwarndienst Tirol: Was bedeutet das für Wintersportler?
Die aktuelle Lawinensituation in Tirol hat erhebliche Auswirkungen auf den Wintersport. Viele Skigebiete haben Pisten und Abfahrten gesperrt, um die Sicherheit der Skifahrer zu gewährleisten. Skitouren und Freeride-Abfahrten im freien Gelände sind derzeit besonders gefährlich und sollten unbedingt vermieden werden. Auch Schneeschuhwanderungen und andere Winteraktivitäten abseits gesicherter Wege bergen ein erhöhtes Risiko. (Lesen Sie auch: VFL Osnabrück – RWE: gegen Rot-Weiss Essen:…)

Wintersportler sollten sich vor jeder Tour über die aktuelle Lawinenlage informieren und die Warnungen des Lawinenwarndienstes Tirol ernst nehmen. Es ist ratsam, sich von erfahrenen Bergführern begleiten zu lassen und die eigene Risikobereitschaft zu hinterfragen. Nur so kann man die Schönheit der Tiroler Bergwelt sicher genießen.
FAQ zu Lawinenwarndienst Tirol
Häufig gestellte Fragen zu lawinenwarndienst tirol
Was bedeutet Lawinenwarnstufe 4 konkret?
Lawinenwarnstufe 4 bedeutet „große Lawinengefahr“. Spontane Lawinen sind wahrscheinlich, auch große Lawinen können auftreten. Touren im freien Gelände erfordern große Erfahrung in der Lawinenbeurteilung und sind nur sehr erfahrenen Personen zu empfehlen.
Wo finde ich die aktuelle Lawinenwarnstufe für Tirol?
Die aktuelle Lawinenwarnstufe für Tirol finden Sie auf der Webseite des Lawinenwarndienstes Tirol (lawine.tirol.gv.at) sowie in der ORF Tirol App und auf anderen Wetterportalen. Es ist ratsam, sich vor jeder Tour zu informieren. (Lesen Sie auch: Elversberg gegen Braunschweig: Kampf um wichtige Punkte)
Welche Ausrüstung benötige ich für eine Skitour bei Lawinenwarnstufe 4?
Zur Standardausrüstung gehören Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Schaufel und Sonde. Es ist wichtig, den Umgang mit dieser Ausrüstung regelmäßig zu üben. Zudem sind ein Erste-Hilfe-Set, ein Biwaksack und ausreichend Verpflegung empfehlenswert.
Wie verhalte ich mich im Falle eines Lawinenabgangs?
Versuchen Sie, seitlich aus der Lawine zu entkommen. Wenn das nicht möglich ist, machen Sie Schwimmbewegungen, um an der Oberfläche zu bleiben. Schützen Sie Mund und Nase, um das Eindringen von Schnee zu verhindern. Nach dem Stillstand versuchen Sie, eine Atemhöhle zu schaffen.
Wo kann ich mich über Lawinenkurse informieren?
Lawinenkurse werden von verschiedenen Organisationen angeboten, darunter Alpenvereine, Bergsteigerschulen und private Anbieter. Informieren Sie sich über die Inhalte und Qualifikation der Kursleiter, bevor Sie sich anmelden. Die Teilnahme an einem solchen Kurs ist sehr empfehlenswert.
| Lawinenwarnstufe | Bedeutung |
|---|---|
| 1 – gering | Geringe Lawinengefahr. Stabile Schneeverhältnisse. |
| 2 – mäßig | Mäßige Lawinengefahr. Einzelne Gefahrenstellen. |
| 3 – erheblich | Erhebliche Lawinengefahr. Viele Gefahrenstellen. |
| 4 – groß | Große Lawinengefahr. Spontane Lawinen möglich. |
| 5 – sehr groß | Sehr große Lawinengefahr. Zahlreiche spontane Lawinen. |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.






