Nach ihrem verheerenden Sturz bei den Olympischen Winterspielen wurde Lindsey Vonn mehrmals operiert. Vor Kurzem erzählte sie detailliert von ihrer Odyssee im Krankenhaus: Ihr Bein hätte beinahe amputiert werden müssen. Nun spricht sie über psychische Probleme, mit denen sie zu kämpfen hat.
Am 8. Februar 2026 stürzte Lindsey Vonn, 41, bei der olympischen Abfahrt der Frauen in Cortina d’Ampezzo, Italien, und zog sich eine Tibiafraktur zu, einen schweren Schienbeinbruch. Anschließend wurde die US-amerikanische Ski-Legende im Krankenhaus Ca‘ Foncello in Treviso insgesamt viermal am linken Bein operiert. Zurück in den USA unterzog sie sich einer weiteren Operation.
Mittlerweile wurde die Skirennläuferin endlich aus dem Krankenhaus entlassen. Vor wenigen Tagen postete sie ein tränenreiches Video, in dem sie offenbart, dass sie ihr linkes Bein fast verloren hätte. Jetzt macht sie ihren Kampf mit psychischen Herausforderungen öffentlich.
Lindsey Vonn: „Es traf mich wie ein Schlag“
Lindsey Vonn meldet sich am Mittwoch, 25. Februar 2026, auf ihrem X-Account mit einem traurigen Update zu Wort. „Heute war ein harter Tag … Mein körperlicher Kampf begann in dem Moment, als ich mich verletzt habe, aber der mentale Kampf begann heute. Es traf mich wie ein Schlag“, schreibt sie.
Diesen Kampf sei sie gewohnt, in der Vergangenheit habe sie aus jeder Verletzung etwas gelernt. „Jede einzelne hat mich auf unterschiedliche Weise zu einem besseren und stärkeren Menschen gemacht“, betont sie. Dennoch könne ein „Kampf im Kopf dunkel, hart und unerbittlich“ sein. Es würden schwere Tage vor ihr liegen, doch sie wolle den Weg zurück an die „Spitze des Berges des Lebens“ finden.
Lindsey Vonn hatte „wirklich zu kämpfen“
„Nach zwei Wochen wurde ich endlich aus dem Krankenhaus entlassen. Es war eine ziemliche Tortur und bei weitem die extremste, schmerzhafteste und schwierigste Verletzung, die ich je in meinem Leben hatte“, sagte Lindsey Vonn zuvor zu Beginn des Videos und fügte hinzu: „Ich hatte wirklich zu kämpfen, die Schmerzen waren unerträglich.“
Anschließend erklärte sie, dass sich bei dem Sturz neben dem Schienbein auch den Wadenbeinkopf gebrochen habe. Der Grund dafür, dass alles so komplex war, sei, dass sie das sogenannte Kompartmentsyndrom hatte. „Ein Kompartmentsyndrom tritt auf, wenn ein Bereich so stark traumatisiert ist, dass sich zu viel Blut ansammelt und es nicht mehr abfließen kann. Im Grunde genommen zerquetscht es alles – Muskeln, Nerven, Sehnen – und sie sterben ab“, sagte die Athletin.
Ihr Bein musste fast amputiert werden: „Er hat mich gerettet“
Im weiteren Verlauf des Clips bedankte sich Lindsey Vonn beim gesamten ärztlichen Personal, doch vor allem bei einem Mann. „Dr. Tom Hackett hat mein Bein vor der Amputation bewahrt. Er führte eine sogenannte Fasziotomie durch, schnitt beide Seiten meines Beins auf, damit es atmen konnte. Er hat mich gerettet.“
Während sie von ihrer gesundheitlichen Situation sprach, brach ihr die Stimme weg. Schließlich betonte sie unter Tränen: „Es war wirklich hart und definitiv nicht so, wie ich meine Olympischen Spiele beenden wollte.“
„Es wird ein langer Weg, aber ich werde es schaffen“
Momentan sei Lindsey Vonn noch an einen Rollstuhl angewiesen, weil sie sich zusätzlich auch den rechten Knöchel gebrochen hat. In einigen Wochen werde sie auf Krücken umsteigen. Die 41-Jährige wolle sich jetzt voll und ganz auf die Reha konzentrieren.
„Es wird etwa ein Jahr dauern, bis alle Knochen verheilt sind, und dann werde ich entscheiden, ob ich das Metall entfernen lassen möchte oder nicht, und mich dann erneut einer Operation unterziehen, um endlich mein vorderes Kreuzband reparieren zu lassen“, erklärte sie zudem in der Bildunterschrift und ergänzte: „Es wird ein langer Weg, aber ich werde es schaffen.“
Verwendete Quellen: instagram.com, x.com





