Skirennläuferin Lindsey Vonn hat erstmals ausführlich über ihren schlimmen Unfall bei den Olympischen Winterspielen gesprochen.
Sie ist eine Kämpferin durch und durch! Lindsey Vonn, 41, sprach rund sechs Wochen nach ihrem Horror-Unfall bei den Olympischen Winterspielen in Italien erstmals ausführlich und sehr detailliert mit der amerikanischen „Vanity Fair“ über den dramatischen Sturz und dessen Folgen.
Lindsey Vonn über ihren Horrorsturz: „Ich schrie aus voller Kehle“
Vielen Sport-Fans wird der schlimme Anblick des Sturzes von Lindsey Vonn sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. „Mein Bein war gebrochen. Meine Ski waren noch dran. Mein Bein war verdreht, ich konnte die Ski nicht ausziehen. Ich konnte mich nicht bewegen und habe um Hilfe geschrien“, erzählt sie jetzt gegenüber „Vanity Fair„.
Die Sportlerin wurde daraufhin mit einem Helikopter direkt von der Piste in die Olympia-Klinik in Cortina d’Ampezzo geflogen. Dort ging das Martyrium weiter, während sie in einem Computertomografen (CT) lag, verloren die Schmerzmittel plötzlich ihre Wirkung. „Ich schrie aus voller Kehle: Holt mich hier raus! Es wollte einfach nicht nachlassen. Es hörte nicht auf. Das hat sich mir tief ins Gehirn eingebrannt.“ Ein Szenario wie aus einem Albtraum, den die Athletin vermutlich noch verarbeiten muss.
Lindsey Vonn: Covergirl der „Vanity Fair“
Auf dem Cover sieht die Spitzensportlerin wunderschön aus und ist darauf in einem schwarzen Kleid mit tiefem Beinschlitz zu sehen, der die Aufmerksamkeit auf ihr mit Pflastern beklebtes linkes Bein lenkt.
„Es bestand eine große Gefahr, dass sie ihr Bein verliert.“
Denn der Unfall und dessen Folgen gehören nun zu der Karriere von Lindsey Vonn, die sich in der Abfahrt eine schwere Knie- und Unterschenkelverletzung zugezogen hat. US-Teamarzt Tom Hackett begleitete die Skirennfahrerin ins Krankenhaus, wo sich der Zustand nach der ersten Operation verschlechterte. Dazu erklärte der Mediziner: „Es wurde immer schlimmer und sie sprach nicht auf riesige Mengen an Fentanyl, Morphin, Oxycodon – einfach auf jedes nur erdenkliche Betäubungsmittel – an.“ Daraufhin wurde Lindsey Vonn ins Krankenhaus nach Treviso verlegt. Es wurde berichtet, dass sich bei der Sportlerin ein sogenanntes Kompartmentsyndrom entwickelte. Ein gefährlicher Zustand, bei dem Druck im Gewebe entsteht und Nerven und Blutversorgung zerstört werden. Hackett machte im Interview mit „Vanity Fair“ deutlich, wie schlimm es um seinen Schützling stand: „Es bestand eine große Gefahr, dass sie ihr Bein verliert.“
Lindsey Vonn: „Ich wollte nicht, dass meine Karriere so endet.“
Dass sie bei den Olympischen Spielen keine Medaille nach Hause bringen konnte, nagt offenbar auch noch sehr an Lindsey Vonn. Sie erklärte dazu im Gespräch mit der Publikation: „Ich hatte so extreme Schmerzen. Ich war die Nummer eins der Welt und möglicherweise auf dem Weg zu einer olympischen Medaille. Jetzt sitze ich im Rollstuhl.“
Doch Lindsey hat ein Kämpferherz und schuftet derzeit in der Reha täglich für ihre Genesung. Und natürlich steht auch die Frage im Raum, ob sie je wieder im Profisport auf Skiern werde stehen können. „Ich will keine Tür zumachen, weil man nie weiß, was noch passiert. Ich wollte nicht, dass meine Karriere so endet.“
Lindsey Vonn gilt als eine der größten olympischen Skirennläuferinnen aller Zeiten. Im Laufe ihrer Karriere nahm sie an vier Olympischen Spielen (2002, 2006, 2010, 2018) teil und gewann drei olympische Medaillen. Selbst wenn sie kein Comeback feiern wird, hat sie bereits Geschichte geschrieben und verdient den allergrößten Respekt.
Verwendete Quellen: vanityfair.com, youtube.com
Quelle: Gala


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