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Passagiere der Lufthansa müssen sich Mitte der Woche auf massive Einschränkungen einstellen. Nach den Piloten hat zum 13.04.2026 nun auch die Kabinengewerkschaft Ufo (Unabhängige Flugbegleiter Organisation) zum Lufthansa Streik der Flugbegleiter aufgerufen. Der Ausstand soll am Mittwoch, den 15. April, und Donnerstag, den 16. April 2026, stattfinden und betrifft Tausende Reisende an wichtigen deutschen Drehkreuzen.
- Was: Zweitägiger Streik des Kabinenpersonals
- Wann: Mittwoch, 15. April 2026 (00:01 Uhr) bis Donnerstag, 16. April 2026 (23:59 Uhr)
- Wer: Flugbegleiter der Deutschen Lufthansa AG und der Lufthansa CityLine
- Wo: Alle Abflüge von Frankfurt und München (Lufthansa) sowie weitere Flughäfen (CityLine)
Der Streikaufruf folgt auf eine bereits angespannte Tarifrunde. Die Gewerkschaft Ufo will mit der Arbeitsniederlegung den Druck auf das Management erhöhen, um ihre Forderungen für das Kabinenpersonal durchzusetzen. Insbesondere nach der hohen Beteiligung an vorherigen Aktionen sieht sich die Gewerkschaft im Kurs bestätigt.
Welche Flughäfen sind vom Lufthansa Streik der Flugbegleiter betroffen?
Die Auswirkungen des Streiks konzentrieren sich auf die größten deutschen Hubs der Lufthansa, werden aber auch an anderen Standorten spürbar sein. Die Gewerkschaft Ufo hat den Arbeitskampf klar eingegrenzt.
Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von folgenden Flughäfen:
- Flughafen Frankfurt (FRA)
- Flughafen München (MUC)
Zusätzlich sind auch die Abflüge der Lufthansa CityLine betroffen. Hier wird an diesen Standorten gestreikt:
- Frankfurt
- München
- Hamburg
- Bremen
- Stuttgart
- Köln
- Düsseldorf
- Berlin
- Hannover
Passagiere, die von diesen Flughäfen mit Lufthansa oder CityLine abfliegen möchten, müssen mit Flugausfällen und erheblichen Verspätungen rechnen.
Hintergründe: Ufo zeigt sich nach letztem Streik entschlossen
Die Gewerkschaft begründet den erneuten Aufruf mit der Haltung des Managements in den laufenden Tarifverhandlungen. Harry Jaeger, Leiter der Tarifpolitik und Verhandlungsführer bei Ufo, betonte die Entschlossenheit der Belegschaft. Er erklärte, die Kollegen hätten bereits bei vergangenen Aktionen eindrucksvoll ihre Bereitschaft gezeigt, für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Absicherung einzustehen. Die hohe Beteiligung habe verdeutlicht, dass das Kabinenpersonal den Kurs des Managements nicht länger mittrage.
Die Gewerkschaft wirft der Konzernleitung vor, die Anliegen der eigenen Mitarbeiter nicht ernst zu nehmen. Der zweitägige Streik der Flugbegleiter soll daher den Druck auf die Verhandlungsführer der Lufthansa spürbar erhöhen.
Was der Streik für Passagiere bedeutet
Für Reisende bedeutet der Streik vor allem Unsicherheit und Planungsaufwand. Die Lufthansa hat angekündigt, betroffene Kunden proaktiv zu informieren. Dennoch sollten sich alle Passagiere, die für Mittwoch oder Donnerstag einen Flug mit Lufthansa oder CityLine von den genannten Flughäfen gebucht haben, umgehend selbst informieren.
Folgende Schritte werden empfohlen:
- Flugstatus prüfen: Überprüfen Sie regelmäßig den Status Ihres Fluges auf der offiziellen Website der Lufthansa oder in der App.
- Nicht zum Flughafen fahren: Reisen Sie nicht zum Flughafen, bevor Sie keine Bestätigung haben, dass Ihr Flug stattfindet.
- Umbuchungsmöglichkeiten nutzen: Die Airline bietet in der Regel Online-Umbuchungsoptionen an. Informieren Sie sich über alternative Verbindungen.
- Kontakt zur Airline: Halten Sie Kontakt zur Fluggesellschaft, falls Sie über Änderungen nicht automatisch informiert werden.
Informationen zur allgemeinen Lage an den Drehkreuzen stellen auch die Flughafenbetreiber zur Verfügung, beispielsweise der Flughafen Frankfurt. Gemäß der EU-Fluggastrechteverordnung haben Passagiere bei streikbedingten Annullierungen Anspruch auf eine alternative Beförderung.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernforderungen der Gewerkschaft Ufo?
Die Gewerkschaft Ufo kämpft in der aktuellen Tarifrunde für höhere Gehälter für das Kabinenpersonal sowie für bessere Arbeitsbedingungen. Ein zentraler Punkt ist zudem die Forderung nach längeren Kündigungsfristen, um eine höhere Arbeitsplatzsicherheit für die Flugbegleiter zu gewährleisten.
Gibt es während des Lufthansa Streiks einen Notfallflugplan?
Lufthansa arbeitet bei Streiks in der Regel an einem Notfallflugplan, um die Auswirkungen zu minimieren. Das Ziel ist es, zumindest einen Teil der geplanten Flüge durchzuführen. Details dazu werden meist kurzfristig auf der Webseite der Airline veröffentlicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass ein Großteil der Flüge von den bestreikten Flughäfen ausfallen wird.
Welche Rechte habe ich als betroffener Passagier?
Bei einem Flugausfall aufgrund eines Streiks des Airline-Personals haben Sie laut EU-Fluggastrechteverordnung Anspruch auf eine anderweitige Beförderung zum Zielort. Dies kann auch eine Umbuchung auf eine andere Airline oder die Bahn beinhalten. Zudem steht Ihnen je nach Wartezeit eine Versorgung mit Getränken und Mahlzeiten zu.
Fazit
Der zweitägige Lufthansa Streik der Flugbegleiter am 15. und 16. April 2026 wird den Flugverkehr in Deutschland empfindlich treffen, da alle Abflüge der Lufthansa aus Frankfurt und München betroffen sind. Für Tausende Passagiere führt dies unweigerlich zu Annullierungen und massiven Reiseverzögerungen. Eine kurzfristige Einigung im Tarifkonflikt zwischen der Gewerkschaft Ufo und Lufthansa erscheint vor dem Streikende am Donnerstagabend unwahrscheinlich.





