Im Prozess gegen Marius Borg Høiby zeichnete der Staatsanwalt ein düsteres Bild des Sohnes der norwegischen Kronprinzessin. Die Anklage gegen Marius Høiby wirft dem 29-Jährigen unter anderem vier Fälle von Vergewaltigung vor, bei denen die Frauen zum Tatzeitpunkt geschlafen oder einen Blackout gehabt haben sollen. Marius Høiby Anklage steht dabei im Mittelpunkt.
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Das ist passiert
- Marius Borg Høiby steht wegen Vergewaltigung vor Gericht.
- Der Staatsanwalt beschreibt ihn als Mann mit Aggressionsproblemen.
- Ihm wird vorgeworfen, Frauen im Schlaf oder bei Bewusstlosigkeit sexuell missbraucht zu haben.
- Høiby selbst sieht sich als „Hassobjekt von ganz Norwegen“.
Staatsanwalt sieht in Marius Høiby einen Mann mit Aggressionsproblemen
Zum Auftakt der letzten Prozesswoche gegen Marius Borg Høiby hat der Staatsanwalt in seinem Plädoyer schwere Vorwürfe gegen den Angeklagten erhoben. Laut Stern beschrieb Staatsanwalt Sturla Henriksbø Høiby als einen Mann, der sich nehme, was er wolle, ohne Rücksicht auf die Zustimmung von Frauen zu nehmen.
Henriksbø deutete an, dass Høiby kein Interesse daran zeige, ob Frauen mit sexuellen Handlungen einverstanden seien, insbesondere wenn diese bereits schliefen. Dem 29-Jährigen wird in vier Fällen Vergewaltigung nach norwegischem Recht vorgeworfen. Die mutmaßlichen Opfer sollen während der Taten geschlafen oder einen Blackout gehabt haben. (Lesen Sie auch: Vergewaltigungs-Vorwürfe: Staatsanwalt über Høiby: „Mann mit einem…)
Was wird Marius Høiby konkret vorgeworfen?
Marius Borg Høiby wird nicht nur mangelnder Respekt vor Normen und Regeln vorgeworfen, sondern auch eine Doppelmoral in seinen Beziehungen. Er soll für sich selbst andere Maßstäbe anlegen als für seine Partnerinnen. Konkret geht es um Vorwürfe der Vergewaltigung, Körperverletzung und des respektlosen Umgangs mit Frauen.
Der Staatsanwalt schilderte den Angeklagten als einen Mann mit einem Aggressionsproblem, der zu Eifersucht neige und im Rausch die Kontrolle verliere. Er soll Frauen gewürgt, geschlagen und angespuckt haben. Auch das Werfen von Handys und Messern sowie das Schlagen von Löchern in Wände wurden ihm zur Last gelegt.
Die Staatsanwaltschaft betonte, dass Marius Borg Høiby kein „Monster“ sei, sondern ein Mensch wie jeder andere. Diese Aussage erfolgte als Reaktion auf Høibys eigene Aussage, in der er sich als „Hassobjekt von ganz Norwegen“ bezeichnete. (Lesen Sie auch: „Plädiert auf nicht schuldig“: Marius Borg Høiby…)
Die Sichtweise des Angeklagten
Høiby selbst hatte sich im Prozess als Opfer einer öffentlichen Vorverurteilung dargestellt. Er sehe sich als ein Monster in der öffentlichen Wahrnehmung und als Hassobjekt der norwegischen Bevölkerung. Ob diese Selbstdarstellung Einfluss auf das Urteil haben wird, bleibt abzuwarten. Die norwegische Justiz gilt als unabhängig und wird sich bei ihrer Entscheidung ausschließlich auf die Faktenlage stützen.
Wie geht es im Prozess gegen Marius Høiby weiter?
Nach den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung wird das Gericht sich zur Urteilsfindung zurückziehen. Ein Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Sollte Marius Borg Høiby schuldig befunden werden, drohen ihm mehrjährige Haftstrafen. Die Beweislast und die Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.
Die Verhandlung und das Urteil werden in Norwegen und darüber hinaus mit großem Interesse verfolgt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Themen sexuelle Gewalt und den Umgang mit Beschuldigten im Strafprozess. Die Urteilsfindung wird zeigen, wie das Gericht die vorgebrachten Beweise und Argumente bewertet. (Lesen Sie auch: Prozess in Norwegen: „Er hat große Angst“:…)

VG, eine norwegische Tageszeitung, berichtet detailliert über den Fortgang des Prozesses.
Häufig gestellte Fragen
Welche Strafe droht Marius Høiby im Falle einer Verurteilung?
Im Falle einer Verurteilung wegen Vergewaltigung drohen Marius Borg Høiby mehrjährige Haftstrafen. Die genaue Höhe der Strafe hängt von der Schwere der einzelnen Taten und den Umständen ab.
Welche Rolle spielt der Alkoholkonsum in dem Prozess?
Der Staatsanwalt hat betont, dass Marius Høiby insbesondere im Rausch außer Kontrolle geraten könne. Der Alkoholkonsum könnte also ein Faktor bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit sein.
Wie wird der Prozess in der norwegischen Öffentlichkeit wahrgenommen?
Der Prozess wird in Norwegen mit großem Interesse verfolgt, da Marius Borg Høiby als Sohn der Kronprinzessin eine Person des öffentlichen Lebens ist. Die Berichterstattung ist umfangreich und kontrovers. (Lesen Sie auch: Prozess in Norwegen: Gefängnis für den „Bonus-Prinzen“?…)





