„Es gibt da diesen Film, den bereue ich einfach“, soll Matt Damon gesagt haben. Ein Satz, der bei der Filmografie eines Mannes, der in Meisterwerken wie „Good Will Hunting“, „Der Soldat James Ryan“ und der „Bourne“-Reihe mitgespielt hat, aufhorchen lässt. Welcher Film ist es, der den Hollywood-Star so unglücklich macht? Es ist ein 150-Millionen-Dollar-Epos aus dem Jahr 2016. Matt Damon Bereut Film steht dabei im Mittelpunkt.

Matt Damon bereut den Film „The Great Wall“ aus dem Jahr 2016. Der Film, obwohl mit einem Budget von 150 Millionen Dollar ausgestattet und mit internationalen Stars besetzt, entsprach nicht den Erwartungen und wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen kritisiert. Damon selbst äußerte sich kritisch über seine Beteiligung an dem Projekt.
Warum bereut Matt Damon seine Rolle in „The Great Wall“?
Matt Damons Unzufriedenheit mit „The Great Wall“ rührt von verschiedenen Faktoren her. Zum einen spielte die kulturelle Aneignung eine Rolle, da ein westlicher Schauspieler in einer chinesischen Geschichte besetzt wurde. Zum anderen war er mit dem Drehbuch und der letztendlichen Umsetzung des Films unzufrieden. Die hohen Erwartungen, die mit einem solchen Budget einhergehen, konnten nicht erfüllt werden, was zu einer Enttäuschung führte.
Kurzprofil
- Name: Matthew Paige Damon
- Geboren: 8. Oktober 1970 in Cambridge, Massachusetts, USA
- Beruf: Schauspieler, Produzent, Drehbuchautor
- Bekannt für: „Good Will Hunting“, „Bourne“-Reihe, „Der Marsianer“
Ein ambitioniertes Projekt mit Problemen
„The Great Wall“ war ein ehrgeiziges Projekt, das darauf abzielte, den chinesischen und den westlichen Markt anzusprechen. Der Film, unter der Regie von Zhang Yimou, erzählt die Geschichte einer Gruppe europäischer Söldner, die im mittelalterlichen China nach Schwarzpulver suchen und dabei auf die Große Mauer treffen, die von einer monströsen Bedrohung angegriffen wird. Mit einem Budget von 150 Millionen US-Dollar war es eine der teuersten Koproduktionen zwischen China und den USA. Filmstarts.de berichtete über die Hintergründe des Films. (Lesen Sie auch: David Harbour neuer Film: Psycho-Horror Vom Feinsten?)
Die Besetzung umfasste neben Matt Damon auch Jing Tian, Pedro Pascal und Willem Dafoe. Trotz der prominenten Namen und des erfahrenen Regisseurs konnte der Film die Kritiker nicht überzeugen. Viele bemängelten die klischeehafte Handlung, die übertriebenen Spezialeffekte und die mangelnde Tiefe der Charaktere.
Der Film spielte weltweit über 330 Millionen US-Dollar ein, was ihn kommerziell gesehen zu einem Erfolg machte. Trotzdem blieb er hinter den hohen Erwartungen zurück, die aufgrund des Budgets und der beteiligten Namen entstanden waren.
Kritik und Kontroversen
Die Kritik an „The Great Wall“ war vielfältig. Einige Kritiker bemängelten die uninspirierte Regie von Zhang Yimou, der zuvor für visuell beeindruckende Filme wie „Hero“ und „House of Flying Daggers“ bekannt war. Andere kritisierten das Drehbuch, das als formelhaft und wenig originell empfunden wurde. Ein großer Kritikpunkt war jedoch die Besetzung von Matt Damon in der Hauptrolle. Viele warfen dem Film White Savior-Tropen vor, da ein weißer Held in einer chinesischen Geschichte die Welt rettet.
Diese Kontroverse führte zu einer breiten Debatte über kulturelle Aneignung und die Darstellung von Minderheiten in Hollywood. Der Guardian berichtete ausführlich über die Kontroverse um die Besetzung von Matt Damon. Damon selbst äußerte sich zu der Kritik und betonte, dass er die Bedenken ernst nehme und sich der Problematik bewusst sei. (Lesen Sie auch: Zombie Film Videospiel: "The Last Of Us"-Star…)
Matt Damons Sicht der Dinge
Matt Damon hat sich im Laufe der Jahre mehrfach kritisch über seine Beteiligung an „The Great Wall“ geäußert. Er gab zu, dass er die Entscheidung, in dem Film mitzuspielen, bereue und dass er aus dieser Erfahrung gelernt habe. Er betonte, dass er in Zukunft vorsichtiger sein werde, welche Rollen er annehme und welche Geschichten er erzähle. Laut eigenen Aussagen, hätten sogar seine Kinder ihm von dem Film abgeraten.
Damon erklärte, dass er das Drehbuch und die Vision des Regisseurs zunächst vielversprechend fand, die letztendliche Umsetzung jedoch nicht seinen Erwartungen entsprach. Er bedauerte, dass der Film nicht das Potenzial ausschöpfte, das er in ihm gesehen hatte. Diese Offenheit und Selbstkritik haben ihm viel Respekt von Fans und Kritikern eingebracht.
Es ist wichtig, sich vor der Annahme einer Rolle umfassend über das Projekt zu informieren und die eigenen Werte und Überzeugungen zu berücksichtigen. Dies kann dazu beitragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass man hinter dem Film steht.

Die Lehren aus „The Great Wall“
„The Great Wall“ ist ein Beispiel dafür, dass ein großes Budget und eine Starbesetzung nicht zwangsläufig zu einem erfolgreichen Film führen. Der Film zeigt, wie wichtig es ist, auf eine überzeugende Geschichte, eine sensible Darstellung von Kulturen und eine klare Vision zu achten. Die Kontroverse um den Film hat Hollywood dazu angeregt, über die Repräsentation von Minderheiten und die Vermeidung von White Savior-Tropen nachzudenken. Die University of Southern California veröffentlichte eine Studie zur Diversität in Hollywood. (Lesen Sie auch: Horror Franchise Reboot: Scheitert die Gruseligste Reihe?)
Matt Damons offene Kritik an „The Great Wall“ zeigt, dass auch Hollywood-Stars Fehler machen und aus ihnen lernen können. Seine Bereitschaft, Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen, ist ein Zeichen von Reife und Professionalität. Es bleibt zu hoffen, dass seine Erfahrung dazu beiträgt, dass in Zukunft sensiblere und vielfältigere Geschichten erzählt werden.
Auch wenn Matt Damon den Film „The Great Wall“ bereut, so ist er doch nur ein kleiner Fleck auf einer ansonsten glanzvollen Karriere. Der Schauspieler hat mit zahlreichen herausragenden Leistungen bewiesen, dass er zu den Besten seiner Zunft gehört. Seine Ehrlichkeit und Selbstkritik machen ihn zu einem Vorbild für viele.











