Mona Juul, Norwegens Botschafterin für Jordanien und Irak, wurde am 3. Februar 2026 von ihren Dienstpflichten freigestellt. Das norwegische Außenministerium untersucht ihre Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Neue Dokumente enthüllen: Juuls Kinder sollten 10 Millionen Dollar aus Epsteins Testament erben.
Wer ist Mona Juul?
Mona Juul (geb. 1959) ist eine norwegische Diplomatin und ehemalige UN-Botschafterin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Terje Rød-Larsen spielte sie eine Schlüsselrolle bei den Oslo-Friedensverhandlungen 1993 zwischen Israel und der PLO. Nach der Veröffentlichung von 3 Millionen Epstein-Dokumenten durch das US-Justizministerium wurde sie nun vom Dienst freigestellt.
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- Mona Juul vom Dienst freigestellt: Was ist passiert?
- 10 Millionen Dollar Erbe: Das Testament-Mysterium
- Die Epstein-Dokumente: 3 Millionen neue Akten
- Ehemann Terje Rød-Larsen: Die tieferen Verbindungen
- Weitere Norweger in den Epstein-Files
- Politische Reaktionen: Venstre fordert Rücktritt
- Mona Juuls Stellungnahme: „Hätte vorsichtiger sein sollen“
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Mona Juul wurde am 2. Februar 2026 von ihrer Arbeit als norwegische Botschafterin freigestellt
- Ihre zwei Kinder sollten je 5 Millionen Dollar aus Epsteins Testament erhalten – unterzeichnet zwei Tage vor seinem Tod
- Das US-Justizministerium veröffentlichte am 30. Januar 2026 3 Millionen Dokumente zur Epstein-Ermittlung
- Außenminister Espen Barth Eide kündigte umfassende Untersuchungen an
- Venstre-Chefin Guri Melby fordert Juuls sofortigen Rücktritt
Mona Juul vom Dienst freigestellt: Was ist passiert?
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide verkündete am 2. Februar 2026 die Freistellung von Mona Juul. Die erfahrene Diplomatin wird nicht mehr als Botschafterin tätig sein, solange die Untersuchungen zu ihrer Epstein-Verbindung andauern. Die Entscheidung wurde laut Eide in Absprache mit Juul getroffen.

„Wir arbeiten daran, einen vollständigen Überblick über ihr Wissen und ihre Beteiligung an den Angelegenheiten zu bekommen, die durch die Epstein-Dokumente ans Licht gekommen sind“, erklärte der Außenminister gegenüber NRK. Die Freistellung erfolgte nur wenige Tage nach der Veröffentlichung von rund drei Millionen neuen Dokumenten durch das US-Justizministerium.
Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzier und verurteilter Sexualstraftäter. Er wurde 2019 wegen Menschenhandel und sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt und starb im August 2019 in seiner Gefängniszelle. Die Umstände seines Todes sind bis heute umstritten.
10 Millionen Dollar Erbe: Das Testament-Mysterium
Die wohl brisanteste Enthüllung aus den neuen Dokumenten: Jeffrey Epstein hatte die beiden Kinder von Mona Juul und Terje Rød-Larsen mit insgesamt 10 Millionen Dollar in seinem Testament bedacht. Jedes Kind sollte 5 Millionen Dollar erhalten. Das Dokument wurde nur zwei Tage vor Epsteins Tod in der Gefängniszelle unterzeichnet.

Auf die Frage nach diesem ungewöhnlichen Vermächtnis reagierte Mona Juul zurückhaltend: „Wir sind nur durch die Medien über das Testament informiert worden. Die Familie möchte diese Angelegenheit nicht weiter kommentieren.“ Die Erbschaft wurde bisher nicht ausgezahlt, da Epsteins Vermögen von geschätzten 288 Millionen Dollar in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten gebunden ist.
| Fakt | Details |
|---|---|
| Testament unterzeichnet | 8. August 2019 (2 Tage vor Epsteins Tod) |
| Erbe pro Kind | 5 Millionen US-Dollar |
| Gesamterbe | 10 Millionen US-Dollar |
| Status | Nicht ausgezahlt (Vermögen eingefroren) |
| Epsteins Gesamtvermögen | Ca. 288 Millionen US-Dollar |
Die Epstein-Dokumente: 3 Millionen neue Akten
Am 30. Januar 2026 veröffentlichte das US-Justizministerium einen beispiellosen Datensatz: Rund 3 Millionen Dokumente aus der Epstein-Ermittlung wurden freigegeben. Die Sammlung umfasst etwa 2.000 Videos, 180.000 Fotos sowie umfangreiche E-Mail-Korrespondenz. Diese Veröffentlichung hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt und mehrere prominente Persönlichkeiten in Bedrängnis gebracht.
Aus den Dokumenten geht hervor, dass Mona Juul und ihr Ehemann Terje Rød-Larsen engeren Kontakt zu Epstein pflegten als bisher bekannt. E-Mails zeigen, dass die Familie für März 2011 einen Besuch auf Epsteins Privatinsel in der Karibik plante. In einer Nachricht schrieb Rød-Larsen an Epstein: „Mona sendet einen Kuss.“
- 3 Millionen Dokumente insgesamt
- 2.000 Videos
- 180.000 Fotos
- Veröffentlicht: 30. Januar 2026
- Quelle: US-Justizministerium
Ehemann Terje Rød-Larsen: Die tieferen Verbindungen
Die Verstrickungen von Mona Juuls Ehemann Terje Rød-Larsen mit Jeffrey Epstein reichen tiefer als bisher angenommen. Der ehemalige norwegische Minister und Diplomat hatte bereits 2013 ein Darlehen von Epstein aufgenommen. Seine Denkfabrik „International Peace Institute“ (IPI) erhielt zudem Finanzierung vom US-Milliardär – und interessanterweise auch 130 Millionen Kronen vom norwegischen Außenministerium.
Als die Verbindungen zu Epstein 2020 bekannt wurden, weigerte sich Rød-Larsen, dem Vorstand des IPI Rechenschaft über die Finanzströme abzulegen. Daraufhin wurde er als Leiter der Denkfabrik entlassen. Neue Dokumente zeigen nun, dass er bis kurz vor Epsteins Verhaftung 2019 in regelmäßigem Kontakt mit dem Sexualstraftäter stand.

Besonders brisant: Die E-Mails offenbaren, dass Epstein 2018 bei einem Immobilienkauf des Ehepaars in Oslo (Stadtteil Frogner) involviert war. Die genaue Natur seiner Rolle bei diesem Geschäft ist noch unklar. Am Ende einer E-Mail-Korrespondenz vertraute Rød-Larsen Epstein ein Geheimnis an: „Nur für dich: Es sieht so aus, als würde Mona UN-Botschafterin!“
Weitere Norweger in den Epstein-Files
Mona Juul und Terje Rød-Larsen sind bei weitem nicht die einzigen prominenten Norweger, die in den Epstein-Dokumenten auftauchen. Die Veröffentlichung hat eine Welle von Enthüllungen über hochrangige norwegische Persönlichkeiten ausgelöst.
Kronprinzessin Mette-Marit
Hatte nachweislich Kontakt zu Epstein. Traf ihn unter anderem 2011 bei einer UNAIDS-Konferenz in New York.
Thorbjørn Jagland
Ehemaliger Ministerpräsident und Europarats-Generalsekretär. In mehreren Dokumenten erwähnt.
Børge Brende
Ehemaliger Außenminister. Hatte ebenfalls Kontakt zu Epstein.
Politische Reaktionen: Venstre fordert Rücktritt
Die politischen Reaktionen auf die Enthüllungen sind heftig. Venstre-Chefin Guri Melby forderte am 2. Februar den sofortigen Rücktritt von Mona Juul als Botschafterin. Ihre Kritik fiel deutlich aus: „Es ist sehr symptomatisch, dass alle, die Kontakt zu Epstein hatten, entweder ‚unpräzise‘ waren, ‚unfähig zu googeln‘ oder dass es ‚wegen jemand anderem‘ passiert ist. Das reicht nicht.“
Melby stellte insbesondere Juuls Behauptung infrage, sie habe nichts von den umfangreichen Kontakten und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ihres Mannes mit Epstein gewusst: „Das ist nicht glaubwürdig“, so die Venstre-Vorsitzende gegenüber NRK.
Auch die ehemalige Außenministerin Ine Eriksen Søreide (Høyre) zeigte sich überrascht: „Ich bin genauso überrascht wie alle anderen über die Informationen, die jetzt in den Dokumenten ans Licht kommen.“ Sie betonte, nie persönlich von Mona Juul oder Terje Rød-Larsen etwas über Jeffrey Epstein gehört zu haben.
Økokrim prüft Ermittlungen
Die norwegische Wirtschaftskriminalitätsbehörde Økokrim hat angekündigt, die im Zusammenhang mit den Epstein-Dokumenten aufgetauchten Fälle zu prüfen. Ob dies konkret Mona Juul und Terje Rød-Larsen betrifft, wurde nicht spezifiziert.
Mona Juuls Stellungnahme: „Hätte vorsichtiger sein sollen“
Am 2. Februar 2026 äußerte sich Mona Juul erstmals ausführlich zu den Vorwürfen. In einer Stellungnahme an die Nachrichtenagentur NTB räumte sie ein, dass ihre frühere Beschreibung des Kontakts mit Epstein als „minimal“ unpräzise gewesen sei.
„Angesichts dessen, was durch die sogenannten ‚Epstein-Files‘ ans Licht gekommen ist, möchte ich vollkommen offen über meinen Kontakt mit Jeffrey Epstein sein“, schrieb Juul. Sie betonte jedoch, dass ihr Kontakt zu Epstein ausschließlich durch die Beziehung ihres Ehemannes entstanden sei. „Ich hatte keine eigenständige soziale oder berufliche Beziehung zu Epstein und habe keine Kontakte zu ihm vermittelt oder hergestellt.“
Zur Frage der finanziellen Verbindungen ihres Mannes erklärte Juul, sie habe „keine Kenntnis von den wirtschaftlichen Dispositionen meines Ehemannes oder eventuellen wirtschaftlichen Beziehungen zu Epstein“ gehabt. Dies begründete sie damit, dass beide über längere Zeiträume an verschiedenen Orten stationiert gewesen seien. Dennoch zeigte sie Reue: „Im Nachhinein sehe ich, dass ich viel vorsichtiger hätte sein sollen.“
| Chronologie: Mona Juuls Karriere | Position |
|---|---|
| 1993 | Schlüsselrolle bei Oslo-Friedensverhandlungen |
| 2000-2001 | Staatssekretärin im Außenministerium |
| 2001-2004 | Botschafterin in Israel |
| 2014-2018 | Botschafterin in Großbritannien |
| 2019-2023 | UN-Botschafterin in New York |
| Bis Feb. 2026 | Botschafterin für Jordanien und Irak |
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Fazit: Der Fall Mona Juul erschüttert Norwegens diplomatische Elite. Die Veröffentlichung von drei Millionen Epstein-Dokumenten durch das US-Justizministerium hat Verbindungen ans Licht gebracht, die weit über das bisher Bekannte hinausgehen. Besonders das Testament, das Juuls Kinder mit 10 Millionen Dollar bedachte, wirft Fragen auf, die noch beantwortet werden müssen. Während das Außenministerium Untersuchungen durchführt und die Opposition Konsequenzen fordert, bleibt die erfahrene Diplomatin von ihren Pflichten freigestellt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Mona Juuls Karriere den Epstein-Skandal übersteht – oder ob sie zu den prominentesten Opfern der „Epstein-Files“ gehören wird.




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