Monstersturm USA: Ein gewaltiger Wintersturm baut sich über den Vereinigten Staaten auf und droht, weite Teile des Landes mit Schnee, Blitzeis und arktischer Kälte zu überziehen. Bereits zwölf Bundesstaaten haben den Notstand ausgerufen. Mehr als 160 Millionen Menschen sind von Wetterwarnungen betroffen – es könnte einer der schwersten Winterstürme seit Jahren werden.
Monstersturm USA – Kurzfassung:
Ein potenziell historischer Wintersturm trifft die USA vom 23. bis 26. Januar 2026. Der Sturm erstreckt sich über 3.000 Kilometer von New Mexico bis Maine. Bis zu 60 cm Schnee, gefährliches Blitzeis und Temperaturen von bis zu minus 50 Grad (Windchill) werden erwartet.
📋 Das Wichtigste in Kürze
• Betroffene: Über 160 Millionen Menschen unter Wetterwarnungen
• Bundesstaaten: 12 haben bereits den Notstand ausgerufen
• Ausdehnung: ~3.000 km von New Mexico bis Maine
• Schneemengen: Bis zu 60 cm in Teilen der Ostküste möglich
• Temperaturen: Bis minus 45°C (Windchill) in den Northern Plains
• Zeitraum: 23.–26. Januar 2026
• Gefahr: Stromausfälle, Blitzeis, lebensgefährliche Kälte
Monstersturm in den USA: Ein potenziell historischer Wintersturm
Aus Furcht vor den Auswirkungen eines der vermutlich schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre haben bereits zwölf US-Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden wird sich der herannahende Sturm über eine Entfernung von rund 3.000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Nationale Wetterdienst (National Weather Service).
„Es handelt sich um einen großflächigen und möglicherweise historischen Sturm mit erheblichen Auswirkungen auf mehr als zwei Dutzend Bundesstaaten“, erklärte Meteorologe Bob Larson von AccuWeather. Besonders betroffen könnten Teile von Pennsylvania, Maryland, West Virginia und Virginia sein – hier sind laut Prognosen bis zu 24 Zoll (rund 60 cm) Schnee möglich.

Zwölf Bundesstaaten rufen Notstand aus
Die Notstandserklärung gilt ganz oder teilweise für Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri. Die Maßnahme ermöglicht es, Einsatzkräfte und die Nationalgarde schneller zu mobilisieren und zusätzliche Ressourcen bereitzustellen.
| Bundesstaat | Notstand | Erwartete Auswirkungen |
|---|---|---|
| Texas | ✓ (134 Counties) | Schnee, Eis, Temperaturstürze |
| Georgia | ✓ | Gefährliches Blitzeis |
| North Carolina | ✓ | Eisregen, Stromausfälle |
| South Carolina | ✓ | Eis, Kälteeinbruch |
| Virginia | ✓ | Bis zu 60 cm Schnee |
| Tennessee | ✓ | Eis, Stromausfälle |
| Maryland | ✓ | Schnee bis 60 cm |
| Louisiana, Arkansas, Alabama, Mississippi, Missouri | ✓ | Schnee, Eis, Kälte |
Polarwirbel bringt „lebensbedrohliche Kälte“
Der Nationale Wetterdienst warnt vor „lebensbedrohlich kalter Luft“, die sich ab Freitag von den High Plains und den Rocky Mountains langsam ostwärts ausbreiten soll. Der Kern des gestreckten Polarwirbels liegt über Duluth, Minnesota, und bringt „lang anhaltende, brutale Kälte“ in große Teile des Landes.

In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen auf minus 45 Grad Celsius fallen. Die gefühlte Kälte (Windchill) könnte in den nördlichen Ebenen sogar unter minus 50 Grad sinken. Für ungeschützte Haut bedeutet das ein hohes Risiko für Erfrierungen innerhalb von 5 bis 10 Minuten.
⚠️ Warnung des National Weather Service:
„Die Kombination aus starker Kälte und möglichem Stromausfall könnte lebensgefährlich werden.“ Die Behörden rufen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen.
Erwartete Temperaturen in ausgewählten Städten
| Stadt | Erwartete Tiefsttemperatur | Windchill |
|---|---|---|
| Minneapolis | –32°C | –39°C |
| Chicago | –25°C | –32°C |
| Oklahoma City | –13°C | –20°C |
| Dallas | –3°C | –10°C |
| Nashville | –7°C | –15°C |
| Washington D.C. | –8°C | –15°C |
Zeitlicher Verlauf des Sturms
Der Wintersturm entwickelt sich bereits vor der kalifornischen Küste und wird sich ab Freitag, dem 23. Januar, über die USA ausbreiten. Der Nationale Wetterdienst prognostiziert folgenden Verlauf:
| Tag | Betroffene Regionen | Erwartete Niederschläge |
|---|---|---|
| Freitag, 23.01. | Southern Plains, Southwest | Schnee, Eis beginnt |
| Samstag, 24.01. | Südstaaten, Midwest, Appalachen | Gefährliches Blitzeis |
| Sonntag, 25.01. | Ostküste (Washington, New York, Boston) | Starker Schneefall |
| Montag, 26.01. | Neuengland | Ausläufer, anhaltende Kälte |
Hunderte Flüge gestrichen – Airlines bieten kostenlose Umbuchung
Fluggesellschaften haben vorsorglich bereits Hunderte Verbindungen abgesagt. Den Passagieren wird angeboten, kostenlos umzubuchen. American Airlines, Delta Air Lines und United haben Reisewarnungen herausgegeben und erlauben gebührenfreie Umbuchungen für Tickets, die vor Dienstag gekauft wurden.
Besonders betroffen sind die Flughäfen in Dallas, Atlanta, Charlotte und die Metropolregion Washington D.C. Einige Flughäfen im Süden verfügen nicht über ausreichende Enteisungsausrüstung, was zu weitreichenden Ausfällen und Verspätungen über das Wochenende führen könnte.

Gefahr von Stromausfällen
Befürchtet wird, dass es zu massiven Stromausfällen kommt. Durch umknickende Bäume oder das Gewicht von Blitzeis auf oberirdischen Leitungen könnten diese brechen. Die Lage weckt Erinnerungen an den verheerenden Wintersturm 2021 in Texas, der das Stromnetz lahmlegte und Millionen Menschen tagelang ohne Strom ließ. Damals wurden mindestens 246 Todesfälle mit dem Sturm in Verbindung gebracht.
Der Wetterdienst warnt: Die extreme Kälte, die dem Sturm folgt, werde die möglichen Auswirkungen verlängern. Viele Gebiete werden voraussichtlich bis weit in die nächste Woche hinein nicht über den Gefrierpunkt kommen – was auch Stromwiederherstellungsarbeiten erschweren könnte.
Verhaltensempfehlungen der Behörden
✅ Empfehlungen des National Weather Service:
• Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und vermeiden Sie Autofahrten
• Bereiten Sie einen Notfallvorrat vor: Lebensmittel, Wasser, Batterien, Medikamente
• Halten Sie eine sichere Heizquelle bereit – mit funktionierender Belüftung
• Tragen Sie draußen mehrere Kleidungsschichten, Handschuhe, Mütze, Schal
• Achten Sie auf Anzeichen von Unterkühlung oder Erfrierungen
• Überprüfen Sie Ihre Kohlenmonoxidmelder
• Schützen Sie Haustiere und checken Sie Ihre Nachbarn, besonders ältere Menschen
Schulen und öffentliche Einrichtungen geschlossen
Zahlreiche Schulen haben für Freitag und die kommenden Tage den Unterricht abgesagt. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul warnte, die erwartete Kälte könne „absolut tödlich“ sein. North Carolinas Gouverneur Josh Stein forderte die Einwohner auf, sich darauf vorzubereiten, mehrere Tage zu Hause zu bleiben, und warnte Autofahrer, die Straßen zu meiden, sofern es nicht unbedingt notwendig sei.
Häufige Fragen zum Monstersturm in den USA
Fazit: Historischer Wintersturm bedroht Millionen Amerikaner
Der „Monstersturm“ über den USA könnte einer der schwersten Winterstürme seit Jahren werden. Die Kombination aus massivem Schneefall, gefährlichem Blitzeis und arktischen Temperaturen stellt eine ernsthafte Bedrohung für mehr als 160 Millionen Menschen dar. Mit zwölf Bundesstaaten im Notstand, Hunderten gestrichenen Flügen und der Gefahr von langanhaltenden Stromausfällen rufen die Behörden die Bevölkerung auf, sich entsprechend vorzubereiten und möglichst zu Hause zu bleiben.
Über diesen Artikel
Dieser Artikel basiert auf Informationen des National Weather Service (NWS), AccuWeather sowie Berichten von CNN, ABC News, Washington Post und NPR. Stand: 23. Januar 2026.
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