„Ein Albtraum“ – so soll Morgan Freeman einen seiner Filme bezeichnet haben. Doch welcher Film, in dem er mit Hollywood-Größen wie Bruce Willis und Tom Hanks zusammenarbeitete, würde der Oscar-Preisträger am liebsten aus seiner Filmografie streichen? Die Antwort ist überraschend, denn es handelt sich um einen Film, der auf dem Papier eigentlich ein sicherer Hit sein sollte. Morgan Freeman Schlechtester Film steht dabei im Mittelpunkt.

| Titel | Fegefeuer der Eitelkeiten |
| Originaltitel | The Bonfire of the Vanities |
| Regie | Brian De Palma |
| Drehbuch | Michael Cristofer |
| Besetzung | Tom Hanks, Bruce Willis, Melanie Griffith, Morgan Freeman |
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Kinostart | 29.03.1991 |
| FSK | 12 |
| Produktion | Warner Bros. |
| Verleih | Warner Bros. |
Unser Eindruck: Eine starbesetzte Satire, die leider weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt und eher unfreiwillig komisch wirkt.
Inhaltsverzeichnis
- Ein hochkarätiges Desaster: Warum Morgan Freeman diesen Film vergessen möchte
- Was machte "Fegefeuer der Eitelkeiten" so schlecht?
- Die schwierige Umsetzung einer satirischen Vorlage
- Welche Lehren kann man aus dem Scheitern von "Fegefeuer der Eitelkeiten" ziehen?
- Für wen lohnt sich "Fegefeuer der Eitelkeiten"?
- Häufig gestellte Fragen
Ein hochkarätiges Desaster: Warum Morgan Freeman diesen Film vergessen möchte
„Fegefeuer der Eitelkeiten“ (Originaltitel: „The Bonfire of the Vanities“) aus dem Jahr 1990, unter der Regie von Brian De Palma, vereinte eine beeindruckende Riege von Stars. Tom Hanks, Bruce Willis, Melanie Griffith und Morgan Freeman standen gemeinsam vor der Kamera. Doch trotz dieser geballten Hollywood-Power entwickelte sich der Film zu einem kritischen und kommerziellen Misserfolg. Wie Filmstarts.de berichtet, soll Freeman selbst den Film als „Albtraum“ bezeichnet haben. Doch was genau ging schief?
Die Ausgangslage war vielversprechend. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Tom Wolfe, der in satirischer Weise die New Yorker High Society der 1980er Jahre aufs Korn nimmt. Die Geschichte dreht sich um Sherman McCoy (Tom Hanks), einen erfolgreichen Wall-Street-Broker, dessen Leben aus den Fugen gerät, als seine Geliebte Maria Ruskin (Melanie Griffith) in einen Autounfall verwickelt wird. Der Unfall löst eine Kette von Ereignissen aus, die McCoy in den Strudel von Medienrummel, politischer Intrigen und sozialer Ungerechtigkeit zieht. Morgan Freeman übernahm die Rolle des Richters Leonard White, der den Fall McCoy verhandelt.
Kultur-Kompakt
- „Fegefeuer der Eitelkeiten“ war ein finanzieller und kritischer Misserfolg.
- Der Film wurde für seine Besetzung, Regie und Drehbuch kritisiert.
- Tom Hanks wurde ursprünglich für die Rolle des Peter Fallow in Betracht gezogen.
- Brian De Palma bereute später, den Film gedreht zu haben.
Was machte „Fegefeuer der Eitelkeiten“ so schlecht?
Die Kritik an „Fegefeuer der Eitelkeiten“ war vernichtend. Viele bemängelten, dass der Film die satirische Schärfe und den bissigen Humor der Romanvorlage vermissen ließ. Die Charaktere wirkten blass und eindimensional, die Handlung konstruiert und unglaubwürdig. Besonders Tom Hanks wurde für seine Fehlbesetzung kritisiert. Ihm wurde vorgeworfen, die Rolle des arroganten und selbstgefälligen Sherman McCoy nicht überzeugend verkörpern zu können. Bruce Willis, der den Journalisten Peter Fallow spielte, wurde ebenfalls als fehlbesetzt wahrgenommen. Seine Darstellung wirkte überdreht und karikaturhaft. (Lesen Sie auch: I Love Boosters: Demi Moore im Verrücktesten…)
Ein weiterer Kritikpunkt war die Regie von Brian De Palma. Dem Regisseur wurde vorgeworfen, den Film zu überladen und effekthascherisch inszeniert zu haben. Die Kameraarbeit wirkte aufdringlich, der Schnitt hektisch und die Musik unpassend. Insgesamt fehlte dem Film eine klare Linie und ein überzeugendes Konzept. Die satirische Botschaft der Romanvorlage ging in einem Meer von Klischees und Stereotypen unter. Die Produktionskosten des Films beliefen sich auf rund 47 Millionen US-Dollar, während er weltweit nur etwa 15 Millionen US-Dollar einspielte. Ein finanzielles Desaster für Warner Bros.
Die Besetzung von Tom Hanks als Sherman McCoy war von Anfang an umstritten. Hanks, der zu diesem Zeitpunkt vor allem für seine komödiantischen Rollen bekannt war, schien nicht die ideale Wahl für die Rolle des zynischen und arroganten Wall-Street-Brokers. Ursprünglich war Hanks für die Rolle des Journalisten Peter Fallow im Gespräch, die schließlich Bruce Willis übernahm. Diese Umbesetzung trug jedoch nicht dazu bei, die Probleme des Films zu lösen. Die Wahl von Melanie Griffith als Maria Ruskin wurde ebenfalls kritisiert. Ihr Akzent und ihre Darstellung wurden als unpassend empfunden.
Tom Wolfe selbst äußerte sich enttäuscht über die Verfilmung seines Romans. Er bemängelte vor allem die fehlende satirische Schärfe und die eindimensionale Darstellung der Charaktere.
Die schwierige Umsetzung einer satirischen Vorlage
Die Schwierigkeit, eine komplexe und vielschichtige Romanvorlage wie „Fegefeuer der Eitelkeiten“ zu verfilmen, lag vor allem in der Übersetzung der satirischen Elemente auf die Leinwand. Der Roman lebt von seinen scharfen Beobachtungen der New Yorker High Society und seiner bissigen Kritik an den Auswüchsen des Kapitalismus. Diese Elemente in einen Film zu übertragen, ohne dabei in Klischees und Stereotypen zu verfallen, erwies sich als große Herausforderung. Viele Kritiker warfen dem Film vor, die satirische Botschaft der Romanvorlage zu verwässern und zu vereinfachen.
Ein weiterer Faktor, der zum Misserfolg des Films beitrug, war die fehlende Chemie zwischen den Darstellern. Tom Hanks, Bruce Willis und Melanie Griffith harmonierten nicht miteinander, ihre Leistungen wirkten isoliert und uninspiriert. Auch die Regie von Brian De Palma trug nicht dazu bei, die schauspielerischen Leistungen zu verbessern. Dem Regisseur wurde vorgeworfen, die Darsteller nicht ausreichend geführt und ihnen zu wenig Raum für ihre eigene Interpretation gegeben zu haben. Die Folge war eine Reihe von überzogenen und unglaubwürdigen Darstellungen. Es gibt zahlreiche Beispiele für Filme, die an einer schlechten Umsetzung einer Buchvorlage scheiterten. Ein weiteres Beispiel ist der Film „Eragon“, der ebenfalls die Essenz des Buches nicht einfangen konnte. (Lesen Sie auch: Neue Serie Disney: Kult-Liebesgeschichte der 90ER auf…)
Welche Lehren kann man aus dem Scheitern von „Fegefeuer der Eitelkeiten“ ziehen?
Das Scheitern von „Fegefeuer der Eitelkeiten“ zeigt, dass eine starbesetzte Besetzung und ein renommierter Regisseur allein noch keinen erfolgreichen Film garantieren. Entscheidend ist vielmehr, dass die Geschichte gut erzählt ist, die Charaktere überzeugen und die schauspielerischen Leistungen harmonieren. Auch die Regie spielt eine wichtige Rolle. Der Regisseur muss in der Lage sein, die Geschichte auf eine Weise zu inszenieren, die das Publikum fesselt und die Botschaft des Films vermittelt. Im Falle von „Fegefeuer der Eitelkeiten“ scheiterten all diese Faktoren. Der Film wurde zu einem Lehrstück darüber, wie man eine vielversprechende Romanvorlage in einen langweiligen und uninspirierten Film verwandeln kann.
Der Film zeigt auch, wie wichtig es ist, die richtige Besetzung für eine Rolle zu finden. Tom Hanks, der zu diesem Zeitpunkt vor allem für seine komödiantischen Rollen bekannt war, war schlichtweg fehlbesetzt für die Rolle des zynischen und arroganten Sherman McCoy. Auch die Wahl von Melanie Griffith als Maria Ruskin wurde von vielen kritisiert. Der Film erhielt sogar mehrere Nominierungen für die Goldene Himbeere, darunter für den schlechtesten Film, die schlechteste Regie und das schlechteste Drehbuch.
Trotz des Misserfolgs von „Fegefeuer der Eitelkeiten“ hat Morgan Freeman eine beeindruckende Karriere hingelegt. Er hat in zahlreichen Klassikern und Kassenhits mitgespielt, darunter „Miss Daisy und ihr Chauffeur“, „Erbarmungslos“ und „Die Verurteilten“. Seine sanfte Stimme und sein charismatisches Auftreten haben ihn zu einem der beliebtesten und angesehensten Schauspieler Hollywoods gemacht. Auch Tom Hanks und Bruce Willis haben ihre Karrieren erfolgreich fortgesetzt. Hanks gewann später zwei Oscars für seine Leistungen in „Philadelphia“ und „Forrest Gump“, Willis etablierte sich als Actionstar mit Filmen wie „Stirb langsam“ und „Pulp Fiction“.
Für wen lohnt sich „Fegefeuer der Eitelkeiten“?
Trotz aller Kritik gibt es möglicherweise ein Publikum für „Fegefeuer der Eitelkeiten“. Wer eine Vorliebe für Filme hat, die auf satirische Weise die Abgründe der Gesellschaft beleuchten, könnte dem Film durchaus etwas abgewinnen. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass der Film weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt und die satirische Schärfe der Romanvorlage vermissen lässt. Wer Filme wie „American Psycho“ oder „The Wolf of Wall Street“ mag, die ebenfalls die Exzesse des Kapitalismus thematisieren, könnte „Fegefeuer der Eitelkeiten“ als eine weniger gelungene, aber dennoch interessante Ergänzung betrachten.

Wer jedoch einen spannenden und unterhaltsamen Film erwartet, sollte lieber die Finger von „Fegefeuer der Eitelkeiten“ lassen. Der Film ist langatmig, unglaubwürdig und wenig fesselnd. Auch die schauspielerischen Leistungen sind eher enttäuschend. Insgesamt ist „Fegefeuer der Eitelkeiten“ ein Film, der sein Potenzial nicht ausschöpft und eher unfreiwillig komisch wirkt. Es ist verständlich, dass Morgan Freeman diesen Film am liebsten aus seiner Filmografie streichen würde. Wie Filmstarts.de berichtet, soll er den Film als „Albtraum“ bezeichnet haben. (Lesen Sie auch: Marvel Regisseur Akte X: Reboot kommt –…)
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt „Fegefeuer der Eitelkeiten“ als einer der schlechtesten Filme von Morgan Freeman?
Trotz hochkarätiger Besetzung und namhafter Regie konnte der Film die Erwartungen nicht erfüllen und wurde sowohl von Kritikern als auch vom Publikum negativ aufgenommen. Freeman selbst soll den Film als „Albtraum“ bezeichnet haben.
Welche Kritikpunkte wurden an „Fegefeuer der Eitelkeiten“ geäußert?
Kritisiert wurden vor allem die fehlende satirische Schärfe im Vergleich zur Romanvorlage, die Fehlbesetzung einiger Rollen (insbesondere Tom Hanks und Bruce Willis) sowie die überladene und effekthascherische Regie von Brian De Palma.
Wie erfolgreich war „Fegefeuer der Eitelkeiten“ an den Kinokassen?
Der Film war ein finanzieller Misserfolg. Bei einem Produktionsbudget von rund 47 Millionen US-Dollar spielte er weltweit nur etwa 15 Millionen US-Dollar ein. (Lesen Sie auch: Christoph Waltz Vampirfilm: Düsteres Heimkino-Highlight Wartet!)
Welche Rolle spielte Morgan Freeman in „Fegefeuer der Eitelkeiten“?
Morgan Freeman übernahm die Rolle des Richters Leonard White, der den Fall des Protagonisten Sherman McCoy (Tom Hanks) verhandelt. Seine Darstellung konnte jedoch nicht über die Schwächen des Films hinwegtäuschen.
Gibt es andere Filme, die ähnlich gescheitert sind wie „Fegefeuer der Eitelkeiten“?
Ja, es gibt zahlreiche Beispiele für Filme, die an einer schlechten Umsetzung einer Buchvorlage oder an einer Fehlbesetzung gescheitert sind. Ein Beispiel hierfür ist der Film „Eragon“, der ebenfalls die Essenz des Buches nicht einfangen konnte.







