Das Urteil im Fall

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Die wichtigsten Fakten
- Elon Musk wurde von einer Jury für schuldig befunden, den Aktienkurs von Twitter manipuliert zu haben.
- Die manipulativen Aussagen fielen im Zeitraum zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022.
- Musk drohen Entschädigungszahlungen in Höhe von mehreren Hundert Millionen bis Milliarden US-Dollar.
- Musks Vermögen wird auf über 640 Milliarden US-Dollar geschätzt.
| Unternehmen: | Twitter (X) |
|---|---|
| Kaufpreis (2022): | 44 Milliarden US-Dollar |
| Vermögen Elon Musk (geschätzt): | 640 Milliarden US-Dollar |
Irreführende Aussagen führten zu Kursmanipulation
Im April 2022 vereinbarte Elon Musk die Übernahme von Twitter für rund 44 Milliarden US-Dollar. Kurz darauf äußerte er Zweifel an der tatsächlichen Anzahl von Bot-Konten auf der Plattform und drohte, von dem Deal zurückzutreten. Laut Stern zogen Aktionäre daraufhin vor Gericht. (Lesen Sie auch: Tech-Milliardär: Musk kann Klage zu Twitter-Übernahme nicht…)
Das Urteil: Musk schädigte Twitter-Aktionäre
Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass Musk mit seinen Äußerungen gegen Wertpapiergesetze verstoßen hat. Sie berechneten auch, in welchem Umfang Musks Aussagen den Aktienkurs von Twitter an einzelnen Tagen zwischen dem 13. Mai und dem 3. Oktober 2022 beeinflusst hatten. Die konkrete Höhe der Entschädigungszahlungen steht noch aus.
Wie hoch könnten die Entschädigungszahlungen ausfallen?
Die Summe, die Musk an die ehemaligen Twitter-Aktionäre zahlen muss, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Es wird erwartet, dass es sich um einen Betrag im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich oder sogar um einige Milliarden US-Dollar handeln könnte. Angesichts seines geschätzten Vermögens von über 640 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich in Aktien von Tesla und SpaceX, dürfte diese Zahlung für Musk jedoch verkraftbar sein. (Lesen Sie auch: Jackie und Shadow: Amerikas Adler-Pärchen baut am…)
Wertpapiergesetze sollen Anleger vor irreführenden oder falschen Informationen schützen, die den Wert von Aktien beeinflussen können. Verstöße können zu hohen Geldstrafen und Schadenersatzforderungen führen.
Historischer Vergleich: Ähnliche Fälle von Kursmanipulation
Der Fall erinnert an andere Prozesse wegen Kursmanipulation, bei denen Unternehmen oder Führungskräfte beschuldigt wurden, falsche oder irreführende Informationen verbreitet zu haben, um den Aktienkurs zu beeinflussen. Ein bekanntes Beispiel ist der Fall von Enron, bei dem Manager durch Bilanzfälschungen den Aktienkurs künstlich in die Höhe trieben, was letztlich zum Zusammenbruch des Unternehmens führte. (Lesen Sie auch: Kiss Cam Skandal Coldplay Konzert: beim: Frau…)

Was bedeutet das für die Branche?
Das Urteil könnte Signalwirkung für andere Führungskräfte in der Technologiebranche haben. Es zeigt, dass Äußerungen in Bezug auf bevorstehende Firmenübernahmen oder andere geschäftliche Transaktionen genauestens geprüft werden und bei Falschinformationen oder bewusster Irreführung rechtliche Konsequenzen drohen. „Dieses Urteil könnte Unternehmen dazu anhalten, in Zukunft vorsichtiger zu sein, was sie sagen und wann sie es sagen“, so ein Kommentar des Handelsblatts.
Reuters berichtet, dass Musk Berufung einlegen könnte.










