Die nordische Kombination, eine traditionsreiche Disziplin der Winterspiele, steht vor einer ungewissen Zukunft. Während die Athleten sich auf die anstehenden Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina vorbereiten, kämpft die Sportart um ihren Verbleib im olympischen Programm. Entscheidend werden die kommenden Wettkämpfe sein, bei denen eine IOC-Delegation die Disziplin genau unter die Lupe nehmen wird.

Hintergrund: Was ist die nordische Kombination?
Die nordische Kombination vereint zwei Disziplinen: Skispringen und Skilanglauf. Athleten absolvieren zunächst einen Sprung von der Schanze und gehen anschließend in ein Langlaufrennen. Die Reihenfolge des Starts im Langlauf wird durch die im Skispringen erzielten Punkte bestimmt. Diese Kombination aus technischem Können und Ausdauer macht den Reiz dieser Sportart aus. Seit 1924 ist die nordische Kombination fester Bestandteil der Olympischen Winterspiele. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) würdigt damit die lange Tradition. (Lesen Sie auch: Predazzo im Rampenlicht: Olympia-Fieber und "Gelbe Nächte")
Nordische Kombination: Kampf ums olympische Überleben
Die Zukunft der nordischen Kombination bei Olympia ist jedoch alles andere als gesichert. Wie sportschau.de berichtet, wird eine IOC-Delegation am 11. und 17. Februar vor Ort sein, um sich ein Bild von der Akzeptanz und den Reformen der Disziplin zu machen. Sogar die neue IOC-Chefin Kirsty Coventry wird erwartet. Diese Visite könnte vorentscheidend für die olympische Zukunft der Kombinierer sein.
Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung des IOC wird die Beteiligung von Frauen sein. Bisher ist die nordische Kombination bei Olympia eine reine Männerdomäne. Athletinnen wie Nathalie Armbruster, die sportlich zur Weltspitze gehören, bleiben ausgeschlossen. „Eigentlich sollte sich in diesen Tagen ihr großer Traum erfüllen“, schreibt Ntv über Armbruster. „Sportlich hätte auch die dreimalige WM-Zweite locker die Qualifikation geschafft.“ (Lesen Sie auch: Olympia-Outfits: Kritik an adidas Kollektion 2026)
Olympia 2026: Zwei Termine, viele Argumente
Die Verantwortlichen der nordischen Kombination arbeiten intensiv daran, die Sportart zukunftsfähig zu machen und das IOC von ihrem Wert zu überzeugen. Dabei setzen sie auf verschiedene Argumente:
- Tradition: Die nordische Kombination blickt auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurück und ist fester Bestandteil der Winterspiele.
- Reformen: Die Disziplin hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt und modernisiert, um attraktiver für Zuschauer und Athleten zu werden.
- Nachhaltigkeit: Die nordische Kombination setzt auf umweltfreundliche Technologien und Konzepte, um ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren.
Eric Frenzel: Bundestrainer kämpft für den Erhalt der Sportart
Auch Eric Frenzel, der erfolgreichste deutsche Kombinierer und jetzige Bundestrainer, setzt sich für den Erhalt der nordischen Kombination bei Olympia ein. Wie die BILD berichtet, wünscht er sich sogar Unterstützung von Ski-Legende Lindsey Vonn. „Er träumt von einem Post von Lindsey Vonn über die Kombinierer!“, heißt es in dem Artikel. (Lesen Sie auch: Julia Simon: Biathletin vor Olympia mit Gelassenheit)
Frenzel, der seine fünften Olympischen Spiele erlebt, sieht die Herausforderung nicht nur im sportlichen Bereich: „Ich kann weiter meine Leidenschaft leben, wenn auch in anderer Rolle. Wobei ich immer noch fit bin. Aber nur in der Loipe, von einer Schanze springe ich nicht mehr.“
Nordische Kombination: Was bedeutet das für die Zukunft?
Die kommenden Wochen werden entscheidend für die Zukunft der nordischen Kombination sein. Sollte das IOC sich gegen einen Verbleib im olympischen Programm entscheiden, würde dies einen herben Rückschlag für die Sportart bedeuten. Andererseits könnte eine positive Entscheidung neue Impulse geben und die nordische Kombination für kommende Generationen sichern. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen die richtigen Weichen stellen, um die lange Tradition dieser faszinierenden Disziplin fortzuführen. (Lesen Sie auch: Francesca Lollobrigida Eisschnelllauf: Gold im bei Olympia)

Zeitplan der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026
Hier ist ein vorläufiger Zeitplan der Wettkämpfe in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026:
| Datum | Wettbewerb | Ort |
|---|---|---|
| 11. Februar 2026 | Einzelwettkampf Normalschanze | Val di Fiemme |
| 17. Februar 2026 | Einzelwettkampf Großschanze | Val di Fiemme |
Häufig gestellte Fragen zu nordische kombination
Warum kämpft die nordische Kombination um ihren Platz bei Olympia?
Die nordische Kombination steht vor der Herausforderung, ihre Attraktivität und Relevanz für das IOC zu beweisen. Faktoren wie die fehlende Frauenbeteiligung und die Notwendigkeit von Reformen spielen eine Rolle bei der Entscheidung über die olympische Zukunft der Sportart.
Welche Argumente sprechen für den Verbleib der nordischen Kombination im olympischen Programm?
Die lange Tradition, die kontinuierliche Weiterentwicklung und die Bemühungen um Nachhaltigkeit sind wichtige Argumente für den Erhalt der nordischen Kombination als olympische Disziplin. Auch die Leidenschaft der Athleten und Fans sollte nicht unterschätzt werden.
Warum dürfen Frauen bisher nicht an der nordischen Kombination bei Olympia teilnehmen?
Bisher wurde die nordische Kombination bei Olympia als reine Männerdomäne betrachtet. Es gibt jedoch eine wachsende Bewegung, die sich für dieInklusion von Frauen einsetzt und argumentiert, dass Athletinnen wie Nathalie Armbruster sportlich konkurrenzfähig sind.
Wann wird über die Zukunft der nordischen Kombination bei Olympia entschieden?
Eine IOC-Delegation wird die Wettkämpfe im Februar 2026 besuchen, um sich ein Bild von der Sportart zu machen. Eine endgültige Entscheidung über die olympische Zukunft der nordischen Kombination wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 fallen.
Wer sind die wichtigsten Akteure im Kampf um den Erhalt der nordischen Kombination?
Neben den Athleten und Trainern spielen die Verantwortlichen der internationalen Verbände und des IOC eine entscheidende Rolle. Auch Persönlichkeiten wie Eric Frenzel und möglicherweise Lindsey Vonn setzen sich für die Zukunft der nordischen Kombination ein.






