Die Oldtimer 30 Jahre Regel macht es möglich: Ab 2026 dürfen sich viele Fahrzeuge, die 1996 erstmals zugelassen wurden, offiziell Oldtimer nennen und ein H-Kennzeichen tragen. Das bedeutet nicht nur eine Würdigung als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“, sondern bringt auch handfeste finanzielle Vorteile mit sich.

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- Was bedeutet das für Autofahrer?
- Welche Autos werden 2026 zu Oldtimern?
- Welche Voraussetzungen müssen für das H-Kennzeichen erfüllt sein?
- Wie läuft die Begutachtung für das H-Kennzeichen ab?
- Was kostet das H-Kennzeichen und die Versicherung?
- Was sind die Vor- und Nachteile des H-Kennzeichens?
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Oldtimer 30 Jahre Regel
- Fazit: Oldtimer 30 Jahre Regel – Eine Chance für Liebhaber
Auto-Fakten
- H-Kennzeichen: Pauschale Kfz-Steuer von ca. 191,73 Euro jährlich
- Günstigere Oldtimer-Versicherungen: Tarife oft zwischen 40 und 110 Euro
- Befreiung von Umweltzonen: Fahrt ohne grüne Plakette möglich
- Voraussetzung: Weitgehend originaler, gut gepflegter Zustand
Was bedeutet das für Autofahrer?
Die Oldtimer 30 Jahre Regel eröffnet Autobesitzern die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge als Oldtimer anzuerkennen und von den damit verbundenen Vorteilen zu profitieren. Dies betrifft vor allem die Kfz-Steuer, die auf einen Pauschalbetrag von rund 191,73 Euro pro Jahr sinkt, unabhängig von Hubraum und Emissionen. Auch Oldtimer-Versicherungen sind oft deutlich günstiger als reguläre Policen. Außerdem dürfen Oldtimer ohne grüne Plakette in Umweltzonen fahren.
Welche Autos werden 2026 zu Oldtimern?
Ab 2026 können alle Fahrzeuge, die im Jahr 1996 erstmals zugelassen wurden, die Oldtimer 30 Jahre Regel erfüllen. Wie Stern berichtet, gehören dazu beispielsweise Modelle wie der Porsche Boxster (986), der BMW Z3 oder der Citroën Saxo. Aber auch weniger spektakuläre Fahrzeuge aus dem Alltag können den Oldtimer-Status erreichen, sofern sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen.
Die Vielfalt der Modelle, die 2026 in den Oldtimer-Kreis aufgenommen werden können, ist groß. Neben den genannten Sportwagen und Kleinwagen finden sich darunter auch Familienautos, Transporter und sogar Nutzfahrzeuge. Entscheidend ist das Baujahr und der Zustand des Fahrzeugs.
Prüfen Sie rechtzeitig, ob Ihr Fahrzeug die Voraussetzungen für das H-Kennzeichen erfüllt. Eine frühzeitige Vorbereitung kann den Prozess erleichtern. (Lesen Sie auch: Oldtimer 30 Jahre Regel: Welche Autos 2026…)
Welche Voraussetzungen müssen für das H-Kennzeichen erfüllt sein?
Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, muss das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein und sich in einem weitgehend originalen und gut gepflegten Zustand befinden. Das bedeutet, dass größere technische Umbauten, die nicht dem Originalzustand entsprechen, tabu sind. Fachgerecht restaurierte Teile sind erlaubt, solange sie dem Original entsprechen. Laut ADAC wird das Fahrzeug als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ anerkannt, wenn diese Punkte erfüllt sind.
Ein Oldtimer-Gutachten, erstellt beispielsweise vom TÜV oder der Dekra gemäß § 23 StVZO, bestätigt diesen Zustand. Dabei werden Karosserie, Rahmen, Antrieb, Fahrwerk, Bremsen, Elektrik/Beleuchtung, Innenraum sowie die Fahrzeugdokumente genau unter die Lupe genommen. Auch eine Hauptuntersuchung im Umfang einer regulären HU ist vorgeschrieben.
Wichtig zu wissen: Die Hauptuntersuchung (HU) und die Abgasuntersuchung (AU) sind weiterhin Pflicht, werden jedoch nach den für Oldtimer geltenden Maßstäben durchgeführt. Es gibt keine Nachrüstpflicht für Technik, die es zum Zeitpunkt der Erstzulassung noch nicht gab.
Wie läuft die Begutachtung für das H-Kennzeichen ab?
Die Begutachtung für das H-Kennzeichen ist ein standardisierter Prozess. Ein Sachverständiger prüft das Fahrzeug anhand eines vorgegebenen Musters. Dabei werden verschiedene Aspekte bewertet, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug den Anforderungen an ein „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ entspricht. Die TÜV NORD bietet hierzu detaillierte Informationen an.
Zunächst wird die Karosserie auf Rost, Beschädigungen und Originalität geprüft. Auch der Zustand des Rahmens ist von Bedeutung. Anschließend werden Antrieb, Fahrwerk und Bremsen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Die Elektrik und Beleuchtung müssen ebenfalls einwandfrei funktionieren und dem Originalzustand entsprechen. Auch der Innenraum wird auf Originalität und Zustand bewertet. Abschließend werden die Fahrzeugdokumente auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. (Lesen Sie auch: h kennzeichen: H Kennzeichen: Oldtimer-Boom – Diese…)
Nach erfolgreicher Begutachtung erstellt der Sachverständige ein Oldtimer-Gutachten, das als Grundlage für die Zuteilung des H-Kennzeichens dient.
Was kostet das H-Kennzeichen und die Versicherung?
Die Kosten für das H-Kennzeichen setzen sich aus den Gebühren für das Oldtimer-Gutachten, die Zulassung und die Kennzeichen selbst zusammen. Die Gebühren für das Gutachten variieren je nach Prüforganisation und Umfang der Prüfung. Die Zulassungsgebühren sind in der Regel geringer als bei einer regulären Zulassung. Die Kosten für die Kennzeichen sind üblich.
Ein wesentlicher Vorteil des H-Kennzeichens sind die geringeren Kfz-Steuern. Statt der regulären, hubraum- und emissionsabhängigen Steuer zahlen Oldtimer-Besitzer pauschal rund 191,73 Euro pro Jahr. Auch die Oldtimer-Versicherungen sind oft deutlich günstiger als reguläre Policen. Typische Tarife bewegen sich häufig zwischen 40 und 110 Euro jährlich, ohne Rückstufung nach einem Schaden und unabhängig von Schadenfreiheitsklassen (SF) oder Typklassen.
Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Oldtimer-Versicherungen, um den besten Tarif für Ihr Fahrzeug zu finden.
Was sind die Vor- und Nachteile des H-Kennzeichens?
Das H-Kennzeichen bietet eine Reihe von Vorteilen, darunter die geringeren Kfz-Steuern, die günstigeren Versicherungsprämien und die Befreiung von Umweltzonen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile zu beachten. So ist das H-Kennzeichen an bestimmte Auflagen gebunden, beispielsweise den weitgehend originalen Zustand des Fahrzeugs. Auch die Nutzung des Fahrzeugs ist eingeschränkt. Oldtimer mit H-Kennzeichen dürfen in der Regel nicht für Alltagsfahrten oder gewerbliche Zwecke genutzt werden. (Lesen Sie auch: Zwei Sekunden Regel: So Vermeiden Sie Auffahrunfälle…)

Ein weiterer Nachteil kann der Aufwand für die Begutachtung und Zulassung sein. Die Prüfung des Fahrzeugs auf Originalität und Zustand kann zeitaufwendig und kostspielig sein. Auch die Suche nach passenden Ersatzteilen kann sich schwierig gestalten, insbesondere bei seltenen oder exotischen Modellen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Oldtimer 30 Jahre Regel
Was genau bedeutet die Oldtimer 30 Jahre Regel?
Die Oldtimer 30 Jahre Regel besagt, dass Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden, unter bestimmten Voraussetzungen als Oldtimer anerkannt werden können. Dies ermöglicht die Zuteilung eines H-Kennzeichens und damit verbundene Vorteile.
Welche finanziellen Vorteile bietet das H-Kennzeichen?
Die größten finanziellen Vorteile sind die pauschale Kfz-Steuer von rund 191,73 Euro pro Jahr und die oft deutlich günstigeren Oldtimer-Versicherungen. Zudem entfällt die Pflicht zur grünen Plakette für Umweltzonen. (Lesen Sie auch: Unbekannte Verkehrszeichen: Kennen Sie Diese Schilder Wirklich?)
Welche Umbauten sind bei einem Oldtimer mit H-Kennzeichen erlaubt?
Fachgerecht restaurierte Teile sind erlaubt, solange sie dem Original entsprechen. Größere technische Umbauten, die nicht dem Originalzustand entsprechen, sind in der Regel nicht zulässig und können den Oldtimer-Status gefährden.
Wie oft muss ein Oldtimer mit H-Kennzeichen zur Hauptuntersuchung?
Auch Oldtimer mit H-Kennzeichen müssen regelmäßig zur Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU). Die Prüfungen werden jedoch nach den für Oldtimer geltenden Maßstäben durchgeführt.
Darf ich meinen Oldtimer mit H-Kennzeichen im Alltag nutzen?
Die Nutzung von Oldtimern mit H-Kennzeichen ist eingeschränkt. In der Regel dürfen sie nicht für Alltagsfahrten oder gewerbliche Zwecke genutzt werden. Die genauen Bestimmungen können jedoch je nach Zulassungsstelle variieren.
Fazit: Oldtimer 30 Jahre Regel – Eine Chance für Liebhaber
Die Oldtimer 30 Jahre Regel bietet Liebhabern klassischer Fahrzeuge eine attraktive Möglichkeit, ihre Schätze zu erhalten und gleichzeitig von finanziellen Vorteilen zu profitieren. Wer sein Fahrzeug pflegt und in gutem Zustand hält, kann sich auf ein H-Kennzeichen und damit verbundene Vergünstigungen freuen. Es ist jedoch wichtig, sich frühzeitig über die Voraussetzungen und Auflagen zu informieren, um den Prozess reibungslos zu gestalten. Und denken Sie daran: Die Freude am Fahren eines Oldtimers sollte immer im Vordergrund stehen.









