Ein Wal bei Timmendorf sitzt vor Niendorf auf einer Sandbank fest. Um das Tier zu retten, wurde ein zweiter, größerer Schaufelbagger eingesetzt, nachdem ein erster Versuch mit einem Saugbagger scheiterte. Ziel ist es, den Buckelwal zurück in tiefere Gewässer zu befördern. Wal Timmendorf steht dabei im Mittelpunkt.

+
Wie wird versucht, den Wal bei Timmendorf zu retten?
Um den gestrandeten Buckelwal zu befreien, wird eine Rinne im Sand ausgehoben. Diese soll etwa 50 Meter lang, sechs Meter breit und 1,20 Meter tief sein. Durch diese Rinne soll das Tier zurück ins tiefere Wasser gleiten können. Die Arbeiten werden durch Wind und Strömung erschwert. (Lesen Sie auch: Wal Timmendorfer Strand: Dramatische Rettung in der…)
Zusammenfassung
- Ein Buckelwal sitzt vor Niendorf auf einer Sandbank fest.
- Ein erster Rettungsversuch mit einem Saugbagger scheiterte.
- Ein Schaufelbagger soll eine Rinne graben, um dem Wal die Rückkehr ins tiefe Wasser zu ermöglichen.
- Steigende Wasserstände könnten die Rettungsbemühungen unterstützen.
Zweiter Bagger soll helfen
Ein zweiter Bagger wurde angefordert, um die Rettungsarbeiten zu beschleunigen. Laut der „Nordwest-Zeitung“ sagte Timmendorfs Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke, dass das Ziel sei, von Land- und Wasserseite gleichzeitig zu arbeiten. Alle verfügbaren Mittel würden mobilisiert, um den Wal zu befreien.
Wasserstand könnte Rettung erleichtern
Steigende Wasserstände in der Lübecker Bucht könnten dem Wal in den kommenden Tagen helfen. Wie Stern berichtet, lagen die Pegelstände zuletzt durch Westwind rund 30 Zentimeter unter dem Normalwert. Prognosen zufolge sollen sie jedoch ab Donnerstag wieder ansteigen und bis Freitag sogar 20 bis 30 Zentimeter über Normalniveau erreichen. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand Wal Gestrandet – Rettung in…)
Erster Rettungsversuch scheiterte
Der Wal wurde am Montagmorgen entdeckt, nachdem er auf einer Sandbank vor der Küste festsaß. Ein erster Versuch am Dienstag mit einem kleineren Saugbagger blieb erfolglos. Frühere Maßnahmen konnten das Tier zwar teilweise bewegen und in Richtung einer tieferen Fahrrinne drehen, jedoch gelang eine vollständige Befreiung bislang nicht.
Buckelwale sind bekannt für ihre Wanderungen über große Distanzen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sie sich dabei in ungewohnte Gewässer verirren. Die Rettung solcher Tiere ist oft kompliziert und zeitaufwendig. (Lesen Sie auch: Buckelwal Gestrandet: Dramatische Rettung an der Ostseeküste)
Schwierige Bedingungen für die Rettung
Die Rettungsaktion gestaltet sich schwierig, da Wind und Strömung die Arbeiten behindern. Zum Einsatz kommt ein schwimmfähiger Schaufelbagger, der sowohl an Land als auch im Wasser operieren kann. Zusätzlich werden Pontons genutzt, um die Stabilität der Maschinen zu gewährleisten.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) weist darauf hin, dass solche Rettungsaktionen für die beteiligten Helfer eine große Herausforderung darstellen. Die Sicherheit der Helfer und des Tieres stehe dabei immer an erster Stelle. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand Wal: Wettlauf mit der Zeit…)
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) überwacht die Wasserstände und Strömungsverhältnisse in der Lübecker Bucht und stellt den Rettungskräften wichtige Informationen zur Verfügung.










