Die Chancen stehen gut, dass im März 2026 auch über Deutschland Polarlichter zu sehen sein werden. Mehrere Faktoren tragen zu dieser erhöhten Wahrscheinlichkeit bei, darunter eine hohe Sonnenaktivität und das sogenannte Frühlingsäquinoktium.

Hintergrund: Was sind Polarlichter und wie entstehen sie?
Polarlichter, auch Aurora borealis (Nordlicht) oder Aurora australis (Südlicht) genannt, sind faszinierende Himmelserscheinungen, die durch die Interaktion von geladenen Teilchen des Sonnenwinds mit der Erdatmosphäre entstehen. Die Sonne sendet kontinuierlich einen Strom geladener Teilchen ins All, den sogenannten Sonnenwind. Wenn dieser auf das Magnetfeld der Erde trifft, wird er hauptsächlich zu den Polen gelenkt. Dort kollidieren die Teilchen mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in der oberen Atmosphäre, wodurch diese zum Leuchten angeregt werden. Die typischen Farben der Polarlichter sind Grün, Rot und Violett, abhängig von der Art des Atoms und der Höhe, in der die Kollision stattfindet. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet die Webseite des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). (Lesen Sie auch: Tanken In Polen: Lohnt sich die Fahrt…)
Die aktuelle Entwicklung: Warum stehen die Chancen im März 2026 so gut?
Mehrere Faktoren tragen dazu bei, dass die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter über Deutschland im März 2026 besonders hoch ist. Laut web.de fallen in diesem Monat zwei kosmische Rhythmen zusammen: eine hohe Sonnenaktivität und das Frühlingsäquinoktium.
Die Sonne befindet sich derzeit in einer Phase erhöhter Aktivität. Zwar wurde das Aktivitätsmaximum bereits 2024 erreicht, jedoch schleudert sie weiterhin viele geladene Teilchen ins All. Diese Teilchen können, wenn sie auf das Erdmagnetfeld treffen, zu intensiven Polarlichtern führen. Die Volksstimme berichtet am 06.03.2026, dass 2026 so viele Sonnenstürme wie selten zuvor erwartet werden, was die Chancen auf besonders intensive Polarlichter erhöht. (Lesen Sie auch: UEFA CL: Champions League: Liverpool strauchelt, Barcelona)
Das Frühlingsäquinoktium, also der Zeitpunkt, an dem Tag und Nacht gleich lang sind, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Um die Tag-und-Nacht-Gleiche herum ist die geometrische Ausrichtung zwischen dem Erdmagnetfeld und dem Sonnenwind statistisch besonders günstig für geomagnetische Stürme. Diese Stürme können die Intensität und Häufigkeit von Polarlichtern erhöhen.
Wo und wann kann man Polarlichter am besten beobachten?
Um Polarlichter in Deutschland zu beobachten, benötigt man einen möglichst dunklen Standort mit freier Sicht auf den Nordhimmel. Städte mit starker Lichtverschmutzung sind daher weniger geeignet. Ländliche Gebiete oder höher gelegene Orte bieten bessere Bedingungen. (Lesen Sie auch: Bam Adebayo erzielt 83 Punkte und bricht…)
Die beste Zeit zur Beobachtung ist in klaren Nächten, idealerweise bei Neumond. Da die Vorhersage von Polarlichtern schwierig ist, sollte man regelmäßig die Weltraumwettervorhersagen im Auge behalten. Verschiedene Webseiten und Apps bieten aktuelle Informationen zur Sonnenaktivität und geomagnetischen Aktivität.
Auch die richtige Ausrüstung kann helfen, das Polarlicht-Erlebnis zu verbessern. Eine Kamera mit hoher Lichtempfindlichkeit und einem Weitwinkelobjektiv ermöglicht es, die oft schwachen Lichter einzufangen. Ein Stativ ist ebenfalls empfehlenswert, um verwacklungsfreie Aufnahmen zu machen. Tipps für gute Handyfotos von Polarlichtern wurden von Radio Mainwelle gegeben. (Lesen Sie auch: DR Maria Weber: Dr.: Heiratsantrag in neuer…)

Was bedeutet das? Ausblick auf die kommenden Jahre
Die erhöhte Sonnenaktivität wird voraussichtlich noch einige Jahre anhalten, was bedeutet, dass auch in Zukunft Chancen auf Polarlichter über Deutschland bestehen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Polarlichter ein unvorhersehbares Naturphänomen sind und keine Garantie für eine Sichtung gegeben werden kann. Die Kombination aus günstigen kosmischen Bedingungen macht den März 2026 jedoch zu einer besonders vielversprechenden Zeit für Himmelsbeobachter.
Häufig gestellte Fragen zu polarlichter deutschland
Unter welchen Bedingungen kann man Polarlichter in Deutschland sehen?
Um Polarlichter in Deutschland zu sehen, benötigt man einen dunklen Standort abseits von Städten, klare Sicht auf den Nordhimmel und eine hohe geomagnetische Aktivität. Die besten Chancen bestehen während des Sonnenzyklus-Maximums und um die Tag-und-Nacht-Gleichen im Frühjahr und Herbst.
Welche Ausrüstung benötige ich, um Polarlichter zu fotografieren?
Für die Fotografie von Polarlichtern empfiehlt sich eine Kamera mit hoher Lichtempfindlichkeit (ISO), ein Weitwinkelobjektiv, ein Stativ und idealerweise ein Fernauslöser. Manuelle Einstellungen ermöglichen es, die Belichtungszeit und Blende optimal anzupassen.
Wie kann ich mich über aktuelle Polarlicht-Vorhersagen informieren?
Es gibt verschiedene Webseiten und Apps, die aktuelle Informationen zur Sonnenaktivität, zum Sonnenwind und zur geomagnetischen Aktivität bereitstellen. Diese Vorhersagen können helfen, die Wahrscheinlichkeit für Polarlichter an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit einzuschätzen.
Warum treten Polarlichter häufiger in der Nähe der Pole auf?
Das Erdmagnetfeld lenkt die geladenen Teilchen des Sonnenwinds hauptsächlich zu den Polen. Dort kollidieren die Teilchen mit den Atomen in der Atmosphäre und bringen diese zum Leuchten. Daher sind Polarlichter in den Polarregionen deutlich häufiger und intensiver zu beobachten.
Welche Farben können Polarlichter haben und wodurch werden sie verursacht?
Polarlichter können verschiedene Farben haben, darunter Grün, Rot, Violett und Blau. Die Farben entstehen durch die Anregung unterschiedlicher Atome in der Atmosphäre. Grünes Licht entsteht hauptsächlich durch Sauerstoffatome in niedrigeren Höhen, während rotes Licht durch Sauerstoffatome in höheren Höhen verursacht wird.






