Beim Polizeibetrug Hildesheim haben sich an einem Abend angebliche Polizisten bei über 30 Hildesheimer Bürgern gemeldet. Die Betrüger versuchten, mit sogenannten Schockanrufen ihre Opfer hereinzulegen. Glücklicherweise erkannte niemand die Betrugsmasche.

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Einsatz-Übersicht
- Datum/Uhrzeit: 22.02.2026, Abend
- Ort: Stadtgebiet Hildesheim
- Art des Einsatzes: Betrugsversuch durch falsche Polizeibeamte (Schockanrufe)
- Beteiligte Kräfte: Polizeiinspektion Hildesheim
- Verletzte/Tote: Keine
- Sachschaden: Keiner
- Ermittlungsstand: Ermittlungen laufen
- Zeugenaufruf: Nein
Was ist bisher bekannt?
Am Abend des 22. Februar 2026 kam es im Stadtgebiet Hildesheim zu einer Serie von Betrugsversuchen. Unbekannte Täter gaben sich am Telefon als Polizisten aus und versuchten, mit sogenannten Schockanrufen über 30 Bürgerinnen und Bürger zu täuschen. Die Angerufenen erkannten den Betrugsversuch jedoch und informierten die Polizei. Zu einem tatsächlichen Schaden kam es nicht.
Wie funktionieren Schockanrufe beim Polizeibetrug Hildesheim?
Beim sogenannten Schockanruf gaukeln Betrüger ihren Opfern vor, ein naher Angehöriger befinde sich in einer Notlage, beispielsweise nach einem schweren Unfall. Um dem Angehörigen zu helfen, fordern die Täter hohe Geldbeträge oder Wertsachen. Durch die Schocksituation sollen die Opfer zu unüberlegten Handlungen bewegt werden. Die Polizei warnt regelmäßig vor dieser Betrugsmasche. (Lesen Sie auch: Bundespolizei Freilassing Kontrolle Deckt Waffen und Drogen)
Reaktionen der Polizei Hildesheim
„Wir sind froh, dass in diesem Fall niemand auf die Betrüger hereingefallen ist“, so ein Sprecher der Polizeiinspektion Hildesheim. „Es zeigt, dass die Menschen zunehmend sensibilisiert sind für diese Masche. Dennoch appellieren wir an alle Bürgerinnen und Bürger, wachsam zu bleiben und verdächtige Anrufe sofort der Polizei zu melden.“
Die Polizei weist darauf hin, niemals am Telefon Details zu finanziellen Verhältnissen preiszugeben oder unbekannten Personen Geld oder Wertsachen zu übergeben.
Wie kann man sich vor Polizeibetrug schützen?
Seien Sie misstrauisch bei Anrufen von unbekannten Nummern. Fragen Sie bei der vermeintlichen Behörde oder Institution unter der bekannten Rufnummer nach. Geben Sie keine persönlichen Daten oder finanzielle Informationen am Telefon preis. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Im Zweifelsfall informieren Sie die Polizei. Weitere Informationen zum Thema Schockanrufe und wie man sich davor schützt bietet die Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder. (Lesen Sie auch: Graffiti Oberhof: Vandalismus Verursacht hohen Schaden)
Hildesheim ist eine Stadt in Niedersachsen mit rund 100.000 Einwohnern. Die Polizeiinspektion Hildesheim ist zuständig für die Sicherheit in der Stadt und im Landkreis Hildesheim.
Häufig gestellte Fragen
Was soll ich tun, wenn ich einen verdächtigen Anruf erhalte?
Beenden Sie das Gespräch sofort und notieren Sie sich die angezeigte Rufnummer. Versuchen Sie, den Wahrheitsgehalt der Behauptung zu überprüfen, indem Sie beispielsweise bei Verwandten oder der Polizei nachfragen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. (Lesen Sie auch: Drogenfund Göppingen: 16-Jähriger Flüchtet vor Polizei)
Wie erkenne ich einen falschen Polizeibeamten am Telefon?
Echte Polizeibeamte werden Sie niemals am Telefon nach Ihren finanziellen Verhältnissen fragen oder Sie auffordern, Geld oder Wertsachen zu übergeben. Seien Sie misstrauisch, wenn Sie unter Druck gesetzt werden oder Ihnen eine Notlage vorgegaukelt wird.

Was ist der Unterschied zwischen einem „Schockanruf“ und anderen Betrugsmaschen?
Beim Schockanruf wird versucht, die Opfer durch eine fingierte Notlage eines Angehörigen zu verunsichern und zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Andere Betrugsmaschen zielen eher auf das Vortäuschen von Gewinnen oder das Ausnutzen von Gutgläubigkeit ab.
An wen kann ich mich wenden, wenn ich Opfer von Polizeibetrug geworden bin?
Wenden Sie sich umgehend an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Die Polizei kann Ihnen auch beratend zur Seite stehen und Ihnen helfen, weitere Schritte einzuleiten. Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. (Lesen Sie auch: Einbrüche Goslar: Polizei Ermittelt nach Wohnungseinbrüchen)
Wie kann ich meine älteren Angehörigen vor Polizeibetrug schützen?
Klären Sie Ihre älteren Angehörigen über die verschiedenen Betrugsmaschen auf und sensibilisieren Sie sie für verdächtige Anrufe. Vereinbaren Sie mit ihnen ein Kennwort, das bei Anrufen von Familienmitgliedern verwendet werden kann, um die Echtheit zu bestätigen.
Die Polizeiinspektion Hildesheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise zu den Tätern nimmt die Polizei Hildesheim unter der Telefonnummer 05121-939-0 entgegen. Presseportal berichtete zuerst über den Vorfall.









