Die unerwartete Hilfsbereitschaft bei einem Mitfahrdienst wurde einer Fahrerin am Montag, dem 23. März, zum Verhängnis. Bei einer Kontrolle am ehemaligen Grenzübergang Schirnding wurde sie wegen des Verdachts der Schleusung festgenommen. Schleusung Mitfahrdienst steht dabei im Mittelpunkt.

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Verkehrs-Info
- Kontrolle am ehemaligen Grenzübergang Schirnding
- Fahrerin wegen Schleusung festgenommen
- Fahrzeug mit ukrainischer Zulassung
Schleusung im Mitfahrdienst: Was war passiert?
Gegen 20 Uhr kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Selb das Auto der Frau mit ukrainischem Kennzeichen. Neben der Fahrerin befanden sich im Fahrzeug auch drei Männer, die sich als ukrainische Staatsangehörige auswiesen.
Wie kam es zur Festnahme wegen Schleusung?
Die Beamten stellten fest, dass die drei Männer zuvor über eine Mitfahr-App eine Fahrt von Kiew nach Deutschland gebucht hatten. Die weiteren Ermittlungen ergaben jedoch, dass die Männer planten, in Deutschland Asyl zu beantragen. Da die Fahrerin von diesen Plänen wusste und die Männer dennoch beförderte, wurde gegen sie ein Ermittlungsverfahren wegen Schleusung eingeleitet. (Lesen Sie auch: Spiegel Beschädigt Parkschaden: Zeugen nach Unfall in…)
Was bedeutet das für Autofahrer?
Dieser Fall zeigt, dass auch bei der Nutzung von Mitfahrdiensten Vorsicht geboten ist. Autofahrer sollten sich bewusst sein, dass sie sich strafbar machen können, wenn sie wissentlich Personen befördern, die illegal nach Deutschland einreisen wollen.
Wer Schleusungskriminalität unterstützt, riskiert nicht nur eine Strafanzeige, sondern gefährdet auch das Leben der Geschleusten.
Wie geht es weiter?
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die drei Männer wurden in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht. Wie Presseportal berichtet, wird gegen die Fahrerin weiter ermittelt. (Lesen Sie auch: Verkehrsunfall Sömmerda: Vier Verletzte auf B4 bei…)
Praxis-Tipp
Prüfen Sie bei Mitfahrgelegenheiten die Identität Ihrer Mitfahrer und hinterfragen Sie im Zweifelsfall deren Reiseabsichten. Melden Sie verdächtige Beobachtungen der Polizei.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Schleusung?
Schleusung ist die Hilfeleistung zur illegalen Einreise oder zum illegalen Aufenthalt von Ausländern. Sie ist in Deutschland strafbar und kann mit Freiheitsstrafen geahndet werden.

Welche Strafe droht bei Schleusung?
Die Strafen für Schleusung variieren je nach Schwere des Falls. Sie reichen von Geldstrafen bis zu mehrjährigen Freiheitsstrafen, insbesondere wenn die Geschleusten gefährdet werden. (Lesen Sie auch: Verbotenes Kraftfahrzeugrennen: Polizei stoppt Raser in Bad…)
Bin ich als Mitfahrer strafbar, wenn ich nichts von der Schleusung wusste?
Nein, als Mitfahrer sind Sie nicht strafbar, wenn Sie keine Kenntnis von der Schleusung hatten und nicht aktiv daran beteiligt waren.
Wie kann ich Schleusung erkennen und melden?
Achten Sie auf verdächtiges Verhalten, wie z.B. überfüllte Fahrzeuge, ungewöhnliche Routen oder nervöses Auftreten der Beteiligten. Melden Sie Ihre Beobachtungen der Polizei oder der Bundespolizei.










