Schmerzensgeld bei Glatteis steht Betroffenen zu, wenn sie aufgrund mangelnder Streupflicht zu Schaden gekommen sind. Entscheidend sind die Beweissicherung des Unfalls, die Prüfung der Verantwortlichkeit und die korrekte Antragstellung. Geschädigte sollten sich zeitnah rechtlich beraten lassen, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Schmerzensgeld Glatteis steht dabei im Mittelpunkt.

Glatteis-Unfall: Wann besteht Anspruch auf Schmerzensgeld?
Ein Anspruch auf Schmerzensgeld nach einem Sturz auf Glatteis besteht, wenn der Verantwortliche seine Streupflicht verletzt hat. Dies bedeutet, dass Gehwege und Zugänge zu Gebäuden bei Glätte nicht ausreichend gesichert wurden. Der Geschädigte muss den Sturz und die daraus resultierenden Verletzungen nachweisen, sowie die Versäumnisse des Streupflichtigen belegen.
Das ist passiert
- Glatteisunfälle können zu schweren Verletzungen führen.
- Die Streupflicht liegt in der Verantwortung von Eigentümern oder der Kommune.
- Schmerzensgeld soll immaterielle Schäden ausgleichen.
- Eine Rechtsschutzversicherung kann bei der Durchsetzung von Ansprüchen helfen.
Die Streupflicht: Wer ist verantwortlich?
Die Streupflicht ist gesetzlich geregelt und legt fest, wer für die Verkehrssicherheit auf Gehwegen und Zuwegen verantwortlich ist. In der Regel obliegt diese Pflicht den Eigentümern von Grundstücken. Diese können die Streupflicht jedoch auch auf Mieter übertragen. Die genaue Ausgestaltung der Streupflicht ist in den jeweiligen Kommunen unterschiedlich geregelt. Informationen dazu finden sich oft in den Ortssatzungen. Versäumt der Streupflichtige seine Pflicht, haftet er für Schäden, die durch Stürze entstehen. (Lesen Sie auch: Lokonga Verletzung: Sorge um HSV-Star nach Kiel-Spiel)
Die Streupflicht dient dem Schutz von Fußgängern vor Verletzungen durch Glatteis. Sie umfasst in der Regel das Beseitigen von Schnee und Eis sowie das Ausbringen von Streumitteln. Die Pflicht gilt oft in einem bestimmten Zeitraum, meist in den frühen Morgenstunden bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Wie sichere ich Beweise nach einem Glatteis-Sturz?
Nach einem Sturz auf Glatteis ist die Beweissicherung entscheidend, um später Schmerzensgeldansprüche geltend machen zu können. Zunächst sollten Sie den Unfallort und die Glätte fotografisch dokumentieren. Notieren Sie sich Datum und Uhrzeit des Unfalls sowie die genaue Adresse. Suchen Sie nach Zeugen, die den Sturz beobachtet haben, und notieren Sie deren Kontaktdaten. Ein ärztliches Attest ist unerlässlich, um die erlittenen Verletzungen zu dokumentieren. Melden Sie den Unfall auch dem zuständigen Streupflichtigen, falls dieser bekannt ist. Wie Bild berichtet, ist die Beweissicherung ein wichtiger Schritt, um die eigenen Ansprüche durchzusetzen.
Schmerzensgeldanspruch durchsetzen: So gehen Sie vor
Um Ihren Schmerzensgeldanspruch nach einem Glatteisunfall durchzusetzen, sollten Sie zunächst den Verantwortlichen für die Streupflicht ermitteln. Dies kann der Eigentümer des Grundstücks oder die zuständige Kommune sein. Fordern Sie den Verantwortlichen schriftlich zur Zahlung von Schmerzensgeld auf und setzen Sie eine angemessene Frist. Legen Sie Ihrem Schreiben alle relevanten Beweise bei, wie Fotos vom Unfallort, ärztliche Atteste und Zeugenaussagen. Wenn der Verantwortliche die Zahlung verweigert, sollten Sie sich rechtlichen Beistand suchen. Ein Anwalt kann Ihnen helfen, Ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen. Die Höhe des Schmerzensgeldes richtet sich nach der Schwere der Verletzungen und den individuellen Umständen des Falles. (Lesen Sie auch: Otele HSV: Verdrängt Er Dompé Beim auf…)
Die Höhe des Schmerzensgeldes: Was ist angemessen?
Die Höhe des Schmerzensgeldes bei Glatteis-Unfällen variiert stark und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind die Art und Schwere der Verletzungen, die Dauer der Behandlung und die bleibenden Schäden. Auch das Alter des Geschädigten und die individuellen Lebensumstände spielen eine Rolle. Es gibt keine festen Sätze für Schmerzensgeld, sondern es wird im Einzelfall entschieden. Orientierung bieten sogenannte Schmerzensgeldtabellen, die von Gerichten und Anwälten zurate gezogen werden. Diese Tabellen enthalten Urteile aus vergleichbaren Fällen und geben einen Anhaltspunkt für die angemessene Höhe des Schmerzensgeldes. Anwalt.de bietet eine solche Schmerzensgeldtabelle zur Orientierung an.
Schmerzensgeld soll den immateriellen Schaden ausgleichen, der durch die Verletzung entstanden ist. Dazu gehören Schmerzen, Leiden, Beeinträchtigungen der Lebensqualität und psychische Belastungen. Es ist wichtig, alle diese Aspekte bei der Geltendmachung des Schmerzensgeldanspruchs zu berücksichtigen.
Rechtsschutzversicherung: Unterstützung bei der Durchsetzung
Eine Rechtsschutzversicherung kann bei der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen nach einem Glatteisunfall eine wertvolle Unterstützung sein. Sie übernimmt die Kosten für den Anwalt, das Gericht und eventuelle Gutachter. Dies ist besonders hilfreich, wenn der Verantwortliche die Zahlung verweigert und der Fall vor Gericht verhandelt werden muss. Die Rechtsschutzversicherung prüft zunächst die Erfolgsaussichten des Falles und übernimmt dann die Kosten, wenn diese gegeben sind. Es ist ratsam, bereits vor einem Unfall eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen, um im Ernstfall abgesichert zu sein. Ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich, um die passende Versicherung zu finden. Die Stiftung Warentest bietet Informationen und Vergleiche zu Rechtsschutzversicherungen. (Lesen Sie auch: ST Pauli Irvine: Darum Spielte Er trotz…)

| Fakt | Details |
|---|---|
| Streupflicht | Verantwortung von Eigentümern oder Kommunen |
| Beweissicherung | Fotos, Zeugen, ärztliches Attest |
| Schmerzensgeldhöhe | Abhängig von Verletzung und Umständen |
| Rechtsschutzversicherung | Übernimmt Kosten bei Rechtsstreitigkeiten |
Ein Sturz auf Glatteis kann nicht nur schmerzhaft sein, sondern auch finanzielle Folgen haben. Das Schmerzensgeld soll den Geschädigten für die erlittenen Beeinträchtigungen entschädigen. Es ist wichtig, die eigenen Rechte zu kennen und diese konsequent zu verfolgen. Eine gute Vorbereitung und die Unterstützung durch einen Anwalt können dabei helfen, den Schmerzensgeldanspruch erfolgreich durchzusetzen.











