Schneechaos am größten deutschen Flughafen: Der Frankfurter Flughafen hat am Dienstagnachmittag den Flugbetrieb wegen starken Schneefalls vorübergehend komplett eingestellt. Rund 100 Flüge wurden annulliert, zahlreiche Maschinen mussten nach Stuttgart, Köln und München umgeleitet werden. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Gefahr für Leib und Leben.
Aktuelle Lage (Stand: 19:45 Uhr)
- Flugbetrieb läuft wieder eingeschränkt
- Rund 100 von 922 Flügen annulliert
- Ca. 30 Flüge umgeleitet
- Weiterhin Verzögerungen möglich
- DWD-Warnung gilt bis 19:00 Uhr
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- Flughafen Frankfurt: Betrieb vorübergehend eingestellt
- Chronologie: So lief der Schnee-Tag ab
- Umleitungen nach Stuttgart, Köln und München
- DWD warnt: Gefahr für Leib und Leben
- Verkehrschaos in Hessen: Unfälle und Sperrungen
- Was betroffene Reisende jetzt tun sollten
- Schulausfälle am Mittwoch möglich
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Wichtigste in Kürze
- Frankfurter Flughafen stellte ab 15:00 Uhr Betrieb vorübergehend ein
- Rund 100 Flüge annulliert, ca. 30 Flüge umgeleitet
- Startbahn West seit 16:15 Uhr wieder freigegeben
- 5-10 cm Neuschnee in Frankfurt, bis 20 cm in höheren Lagen
- DWD Warnstufe Rot in Teilen Hessens
- Tödlicher Unfall im Landkreis Fulda
Flughafen Frankfurt: Betrieb vorübergehend eingestellt
Am Frankfurter Flughafen ist der Flugverkehr wegen des starken Schneefalls am Dienstagnachmittag vorübergehend komplett eingestellt worden. Das teilte die Fraport AG als Betreiber von Deutschlands größtem Flughafen mit. Seit etwa 15:00 Uhr waren keine Starts und Landungen mehr möglich.

Grund für die Sperrung war eine Schneedecke von mehreren Zentimetern, die sich innerhalb kürzester Zeit auf den Start- und Landebahnen gebildet hatte. Der Flughafen sei von dem Schneegebiet überrascht worden, so ein Fraport-Sprecher. Der Winterdienst war sofort im Einsatz, um die Betriebsflächen unter Hochdruck freizuräumen.
Flughafen Frankfurt: Zahlen zum Schneetag
| Geplante Flüge | 922 |
| Annullierte Flüge | ca. 100 |
| Umgeleitete Flüge | ca. 30 |
| Betriebsstopp | ca. 1 Stunde 15 Min. |
Chronologie: So lief der Schnee-Tag ab
Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall in Teilen Hessens. Erste Verspätungen am Flughafen.
Verspätungen von bis zu 30 Minuten bei Starts, etwa eine Stunde bei Landungen.
Keine Starts und Landungen mehr möglich. Schneedecke von mehreren Zentimetern auf den Bahnen.
Erste Maschinen werden nach Stuttgart, Köln, Düsseldorf und München umgeleitet.
Winterdienst räumt erste Bahn. Starts wieder möglich.
Eine Start- und eine Landebahn geräumt. Flugbetrieb läuft wieder mit Verzögerungen.
Umleitungen nach Stuttgart, Köln und München
Wegen der Sperrung des Frankfurter Flughafens mussten zahlreiche Maschinen auf Ausweichflughäfen umgeleitet werden. Allein am Stuttgarter Flughafen landeten zehn Maschinen, die eigentlich Frankfurt anfliegen sollten. Weitere Flüge wurden nach Köln, Düsseldorf und München umgeleitet.

Die Airlines entscheiden individuell, wie es mit den betroffenen Passagieren weitergeht. Bei einigen Flügen war geplant, dass die Maschinen nach Freigabe der Bahnen weiter nach Frankfurt fliegen. Andere Passagiere mussten mit Bus und Bahn nach Frankfurt reisen.
Die Fraport AG appelliert an alle Reisenden, sich rechtzeitig bei ihrer Airline über den Status ihrer Verbindung zu informieren. Auch die Anreise zum Flughafen sollte wegen der Witterungsbedingungen mit ausreichend Zeitpuffer geplant werden.
DWD warnt: Gefahr für Leib und Leben
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Mittag in Teilen Hessens die Warnstufe Rot (Stufe 3 von 4) ausgerufen. Die Meteorologen warnten vor starkem Schneefall mit Neuschneemengen von bis zu 20 Zentimetern in höheren Lagen wie dem Taunus. In Frankfurt fielen 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee.
Amtliche Unwetterwarnung des DWD
Es besteht Gefahr für Leib und Leben durch geschlossene Schneedecke, eingeschränkte Mobilität, blockierte Verkehrswege und Glatteis.
Empfehlung: Aufenthalt im Freien und Fahrten vermeiden. Decken und warme Getränke mitführen.
Besonders betroffen waren die Regionen vom Taunus bis zum Sauer- und Siegerland sowie Mittelhessen. Dort waren vorübergehend kräftige Schneefälle mit 8 bis 15 Zentimetern Neuschnee in sechs Stunden möglich.
Verkehrschaos in Hessen: Unfälle und Sperrungen
Der Wintereinbruch sorgte nicht nur am Flughafen für Chaos. Auf Hessens Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen und Behinderungen.
Auf der L3181 zwischen Rommerz und Hauswurz stieß ein 40-Tonnen-Lkw mit einem Sprinter zusammen. Der 52-jährige Sprinter-Fahrer kam ums Leben.
Allein in Mittelhessen wurden bis zum Nachmittag rund 35 bis 40 Glätteunfälle gemeldet. Das werden sicher noch mehr, so die Polizei.
Laut Autobahnmeisterei Frankfurt rutschen viele LKW ab und blockieren die Fahrbahnen. Räumfahrzeuge stecken teilweise selbst im Stau fest.

Was betroffene Reisende jetzt tun sollten
Informieren Sie sich auf der Website Ihrer Airline oder auf frankfurt-airport.com über den aktuellen Status Ihres Fluges.
Die Straßen rund um Frankfurt sind weiterhin von Schnee und Glätte betroffen. Planen Sie deutlich mehr Zeit für die Anreise ein.
Bei Annullierungen oder langen Verspätungen haben Sie unter Umständen Anspruch auf Entschädigung gemäß EU-Fluggastrechte-Verordnung.
Bei umgeleiteten Flügen: Klären Sie mit der Airline, ob ein Weitertransport per Bus/Bahn nach Frankfurt organisiert wird.
Schulausfälle am Mittwoch möglich
Das hessische Innenministerium hat mitgeteilt, dass es am Mittwoch zu witterungsbedingten Ausfällen des Präsenzunterrichts kommen kann. Grund sei die aktuelle Wetterlage mit Schneefall und Glatteis. Eltern sollten sich über die jeweilige Schule sowie die bekannten Informationskanäle informieren.
Weiterführende Informationen
Für aktuelle Updates empfehlen wir folgende offizielle Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Stand: 3. Februar 2026, 19:45 Uhr






