„Ich komme, um dich zu töten.“ Wer diese Worte in einem Film hört, weiß, was die Stunde geschlagen hat. Aber wenn sie von einem alten finnischen Goldsucher im Angesicht einer ganzen Einheit Nazi-Soldaten gesprochen werden, dann ist das mehr als nur eine Drohung – es ist eine Kriegserklärung. Ab sofort ist der blutige Rachefeldzug „Sisu“ im Heimkino verfügbar. Wer also auf der Suche nach einem Action-Feuerwerk der Extraklasse ist, sollte sich den Film unbedingt ansehen. Sisu Heimkino steht dabei im Mittelpunkt.

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| Titel | Sisu |
| Originaltitel | Sisu |
| Regie | Jalmari Helander |
| Drehbuch | Jalmari Helander |
| Besetzung | Jorma Tommila, Aksel Hennie, Jack Doolan |
| Genre | Action, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Kinostart/Streaming-Start | 25. Januar 2023 (Kino), jetzt im Heimkino |
| Plattform | Blu-ray, DVD, VoD |
| FSK | FSK 18 |
| Produktion | Petri Jokiranta |
| Verleih | Leonine Studios |
Unser Eindruck: Ein gnadenlos unterhaltsames Action-Spektakel, das Genrefans begeistern wird.
Wie unterscheidet sich „Sisu“ von anderen Kriegsfilmen?
„Sisu“ ist kein typischer Kriegsfilm, der sich mit den Schrecken und der Sinnlosigkeit des Krieges auseinandersetzt. Stattdessen ist er eine stilvolle und übertriebene Rachefantasie, die sich ganz dem Eskapismus verschrieben hat. Der Film verzichtet weitgehend auf komplexe Charakterentwicklungen oder tiefgründige Botschaften und konzentriert sich stattdessen auf spektakuläre Actionsequenzen und einen hohen Gewaltgrad. Wer also einen Film sucht, der die Grausamkeiten des Krieges ungeschönt darstellt, ist hier falsch. Wer aber Lust auf einen unterhaltsamen und actiongeladenen Trip hat, der wird mit „Sisu“ bestens bedient.
Ein finnisches Märchen: Worum geht es in „Sisu“?
Finnland, 1944. Der abgekämpfte Goldsucher Aatami (Jorma Tommila) findet nach Jahren der Suche endlich eine riesige Goldader in der unberührten Wildnis Lapplands. Mit seinem Gold im Gepäck macht er sich auf den Weg in die nächste Stadt, um seinen Fund zu melden. Doch sein Weg kreuzt sich mit einer Gruppe von Nazi-Soldaten unter der Führung des brutalen SS-Obersturmführers Bruno Helldorf (Aksel Hennie), die auf dem Rückzug sind und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Als die Soldaten versuchen, Aatami sein Gold zu stehlen, entfesselt er eine Welle der Gewalt, die ihresgleichen sucht. Denn Aatami ist kein gewöhnlicher Goldsucher – er ist ein ehemaliger Elitesoldat mit dem Spitznamen „Der Unsterbliche“, der im finnisch-sowjetischen Winterkrieg als gefürchteter Scharfschütze galt. (Lesen Sie auch: Das kommt überraschend: Fortsetzung zu einem der…)
Kultur-Kompakt
- „Sisu“ ist ein finnisches Wort, das so viel wie „eiserner Wille“ oder „unbeugsamer Mut“ bedeutet.
- Der Film spielt im Finnland des Jahres 1944, während des Lapplandkriegs.
- Regisseur Jalmari Helander ließ sich von Filmen wie „John Wick“ und „Mad Max“ inspirieren.
- Die Dreharbeiten fanden in der rauen Landschaft Lapplands statt.
Die filmische Inszenierung: Wie macht „Sisu“ so viel Spaß?
Jalmari Helander inszeniert „Sisu“ als eine stilisierte und übertriebene Gewaltorgie, die sich nicht scheut, die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten. Die Actionsequenzen sind kreativ und abwechslungsreich, und der Film geizt nicht mit blutigen Spezialeffekten. Die Kameraarbeit von Mika Orasmaa fängt die Weite und Schönheit der finnischen Landschaft ein, während der treibende Soundtrack von Juri Seppä und Tuomas Wäinölä die Spannung zusätzlich erhöht. Der Schnitt von Juuso Koivisto sorgt für ein hohes Tempo und lässt keine Langeweile aufkommen. Wie Filmstarts.de berichtet, wurde der Film als Überraschungserfolg gefeiert.
Der Film wurde mit einem Budget von rund 6 Millionen Euro produziert.
Jorma Tommila: Mehr als nur ein wortkarger Held
Jorma Tommila, der bereits in Helanders „Rare Exports“ eine überzeugende Leistung ablieferte, verkörpert den wortkargen Aatami mit stoischer Ruhe und einer beeindruckenden physischen Präsenz. Er ist das personifizierte „Sisu“, der unbezwingbare finnische Geist, der sich auch von den widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt. Aksel Hennie spielt den sadistischen SS-Obersturmführer Bruno Helldorf mit einer diabolischen Freude, die ihn zu einem perfekten Gegenspieler für Aatami macht. Die Nebenrollen sind ebenfalls gut besetzt und tragen zur Atmosphäre des Films bei.
Wer Filme wie „John Wick“, „Mad Max: Fury Road“ oder „Rambo“ mag, wird hier bestens unterhalten. „Sisu“ ist ein Adrenalin-geladener Action-Trip, der das Blut in den Adern gefrieren lässt. Der Film ist eine Hommage an das Exploitation-Kino der 70er und 80er Jahre und zelebriert die Gewalt auf eine Art und Weise, die nicht jedermanns Geschmack sein mag. Aber wer sich darauf einlassen kann, wird mit einem unvergesslichen Filmerlebnis belohnt. (Lesen Sie auch: Shemar Moore neue Serie: Erste Bilder der…)
Für wen lohnt sich „Sisu“?
„Sisu“ ist ein Film für alle, die auf der Suche nach kompromissloser und übertriebener Action sind. Wer sich an einem hohen Gewaltgrad nicht stört und Freude an stilisierten Rachefantasien hat, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Der Film ist eine willkommene Abwechslung zum Mainstream-Kino und bietet ein Filmerlebnis, das so schnell nicht in Vergessenheit gerät. Laut IMDb, erhielt der Film überwiegend positive Kritiken.
Wer hingegen einen realistischen Kriegsfilm oder eine tiefgründige Charakterstudie erwartet, sollte lieber einen anderen Film wählen. „Sisu“ ist ein reiner Genrefilm, der sich ganz dem Eskapismus verschrieben hat. Aber genau das macht ihn so unterhaltsam und sehenswert.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der finnische Begriff „Sisu“?
„Sisu“ ist ein finnisches Wort, das sich nur schwer direkt übersetzen lässt. Es beschreibt eine Mischung aus Mut, Ausdauer, Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit. Es ist der unbezwingbare finnische Geist, der sich auch von den widrigsten Umständen nicht unterkriegen lässt.
Wo spielt die Handlung von „Sisu“?
Die Handlung von „Sisu“ spielt im Finnland des Jahres 1944, genauer gesagt in der unberührten Wildnis Lapplands. Zu dieser Zeit befand sich Finnland im Lapplandkrieg mit Nazi-Deutschland, nachdem es zuvor mit Deutschland gegen die Sowjetunion gekämpft hatte.
Welche Filme dienten Jalmari Helander als Inspiration für „Sisu“?
Regisseur Jalmari Helander ließ sich bei der Inszenierung von „Sisu“ von verschiedenen Actionfilmen inspirieren, darunter „John Wick“ für die kompromisslose Action und „Mad Max: Fury Road“ für die stilistische Überhöhung und die postapokalyptische Atmosphäre.
Warum ging „Sisu“ im Kino unter, obwohl er so gut ist?
Trotz positiver Kritiken und begeisterter Reaktionen von Genrefans konnte „Sisu“ im Kino nicht den erhofften Erfolg erzielen. Dies mag an der begrenzten Zielgruppe für derart explizite Actionfilme und dem starken Wettbewerb im Kinomarkt gelegen haben. (Lesen Sie auch: Game Of Thrones Prequel: Grausame Figur kommt…)
Wo kann man „Sisu“ im Heimkino sehen?
Wer den Film jetzt im Heimkino nachholen möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. „Sisu“ ist auf Blu-ray, DVD und als Video-on-Demand (VoD) erhältlich. Er kann beispielsweise über Plattformen wie Amazon Prime Video oder iTunes ausgeliehen oder gekauft werden.
Wer also auf der Suche nach einem blutigen und unterhaltsamen Actionfilm für das Heimkino ist, sollte sich „Sisu“ nicht entgehen lassen. Der Film ist eine Hommage an das Exploitation-Kino und bietet ein Filmerlebnis, das so schnell nicht in Vergessenheit gerät.









