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Social Media Prozess: Zuckerberg Verteidigt Meta-Strategie

by Ariane
18. Februar 2026
in Panorama
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sandra maischberger
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⏱️ Lesezeit: 9 Min.
|
📅 Aktualisiert: 18. Februar 2026
|
✅ Geprüft

Der Social-Media-Prozess in den USA, bei dem Meta-Chef Mark Zuckerberg vor Gericht aussagte, dreht sich um die Frage, ob Online-Plattformen wie Instagram absichtlich süchtig machende Mechanismen einsetzen und somit eine Verantwortung für psychische Probleme ihrer Nutzer tragen. Eine 20-jährige Klägerin wirft Instagram vor, ihre Depressionen und Angstzustände verursacht zu haben. Zuckerberg verteidigt sich mit dem Argument, dass Meta keine Nutzungszeit-Ziele mehr verfolge. Social Media Prozess steht dabei im Mittelpunkt.

Symbolbild zum Thema Social Media Prozess
Symbolbild: Social Media Prozess (Bild: Picsum)
📑 Inhaltsverzeichnis
+
  • Zuckerberg verteidigt Meta im Prozess um Suchtpotenzial sozialer Medien
  • Was sind die Vorwürfe gegen Meta und Instagram konkret?
  • Expertenstimmen zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit
  • Historischer Vergleich: Frühere Kontroversen um Medien und Sucht
  • Was bedeutet der Social-Media-Prozess für Verbraucher und die Branche?
  • Wie können sich Nutzer vor den negativen Auswirkungen sozialer Medien schützen?
  • Häufig gestellte Fragen

Zahlen & Fakten

  • Meta Umsatz 2023: 134,9 Milliarden US-Dollar
  • Instagram Nutzer weltweit: 2 Milliarden (geschätzt)
  • Klägerin KGM: Begann Nutzung sozialer Medien als Kind
  • Potenzielle Klagen: Hunderte ähnlicher Fälle könnten folgen
Unternehmen Umsatz Gewinn/Verlust Mitarbeiterzahl Branche Veränderung zum Vorjahr
Meta 134,9 Mrd. USD 39,1 Mrd. USD Gewinn 67.317 Soziale Medien +16% (Umsatz)

Zuckerberg verteidigt Meta im Prozess um Suchtpotenzial sozialer Medien

Im Zentrum eines potenziell wegweisenden Social-Media-Prozesses in den USA steht der Vorwurf, dass Online-Plattformen ihre Dienste bewusst so gestalten, dass Nutzer süchtig danach werden. Meta-Chef Mark Zuckerberg trat in Los Angeles vor Gericht in den Zeugenstand, um die Vorgehensweise seines Unternehmens zu verteidigen. Wie Stern berichtet, argumentierte Zuckerberg, dass Meta keine Ziele für die Nutzungszeiten seiner Apps mehr festlege.

Die Klage, die von einer 20-jährigen Frau unter dem Initialen KGM geführt wird, richtet sich gegen Googles Videoplattform YouTube und den Foto- und Videodienst Instagram, der zu Metas Imperium gehört. Die Klägerin gibt an, bereits als Kind mit der Nutzung der Plattformen begonnen zu haben und führt ihre Depressionen und Angstzustände auf deren Mechanismen zurück, insbesondere auf die Funktion des endlosen Scrollens.

Meta wies die Vorwürfe zu Beginn des Verfahrens zurück. Das Unternehmen argumentiert, dass die psychischen Probleme der Klägerin bereits bestanden hätten, bevor sie soziale Medien nutzte. Die Geschworenen müssen nun entscheiden, ob Instagram ein wesentlicher Faktor für die psychischen Probleme der Klägerin war.

Was sind die Vorwürfe gegen Meta und Instagram konkret?

Die Klägerin und ihre Anwälte argumentieren, dass Instagram und andere Social-Media-Plattformen absichtlich Designelemente einsetzen, um Nutzer so lange wie möglich auf der Plattform zu halten. Dazu gehören Push-Benachrichtigungen, automatische Wiedergabe von Videos und eben das endlose Scrollen, das ein Gefühl der Verpflichtung erzeugt, immer weiter zu konsumieren. Diese Mechanismen, so der Vorwurf, würden insbesondere junge Nutzer anfällig für Sucht und psychische Probleme machen.

📌 Hintergrund

Das endlose Scrollen, auch „Doomscrolling“ genannt, ist ein Designmerkmal, das darauf abzielt, Nutzer kontinuierlich mit neuen Inhalten zu versorgen, ohne dass diese aktiv eine neue Seite laden müssen. Dies kann zu einem Kontrollverlust und einer übermäßigen Nutzung führen. (Lesen Sie auch: Social Media Klage in USA: Was Bedeutet…)

Ein weiterer Punkt der Anklage ist, dass Meta wissentlich Nutzer unter 13 Jahren auf Instagram zulässt, obwohl dies gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Zuckerberg räumte ein, dass dies vorkomme, versicherte aber, dass solche Accounts entfernt würden, sobald sie entdeckt würden. Kritiker bemängeln jedoch, dass Meta nicht genug unternehme, um dies zu verhindern.

Der Ausgang dieses Social-Media-Prozesses könnte weitreichende Konsequenzen haben, da er als Präzedenzfall für hunderte ähnliche Klagen dienen könnte. Sollte Meta verurteilt werden, drohen dem Unternehmen nicht nur hohe Schadenersatzzahlungen, sondern auch eine Änderung der Designrichtlinien für Social-Media-Plattformen.

Expertenstimmen zu den Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit

Die Debatte über die Auswirkungen sozialer Medien auf die psychische Gesundheit ist komplex und vielschichtig. Während einige Studien einen Zusammenhang zwischen exzessiver Nutzung und psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen und geringem Selbstwertgefühl sehen, betonen andere, dass soziale Medien auch positive Effekte haben können, beispielsweise die Förderung sozialer Kontakte und die Bereitstellung von Informationen.

„Es ist wichtig, zu differenzieren“, erklärt Dr. Astrid Müller, Psychologin an der Universität Wien und Expertin für Medienpsychologie. „Soziale Medien können ein wertvolles Werkzeug sein, um in Kontakt zu bleiben und sich zu informieren. Das Problem entsteht, wenn die Nutzung exzessiv wird und andere wichtige Bereiche des Lebens vernachlässigt werden. Besonders gefährdet sind junge Menschen, die noch in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit sind und sich leicht von den idealisierten Darstellungen in den sozialen Medien beeinflussen lassen.“

Der Branchenverband Austrian Internet Association (AIA) betont die Eigenverantwortung der Nutzer. „Wir setzen uns für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien ein“, so AIA-Sprecherin Lisa Breitner. „Dazu gehört auch die Förderung von Medienkompetenz und die Sensibilisierung für die potenziellen Risiken der Nutzung sozialer Medien. Die Plattformen selbst sind jedoch nicht allein für das Verhalten ihrer Nutzer verantwortlich.“

Es gibt auch Befürworter von Social Media, die argumentieren, dass diese Plattformen wichtige soziale Funktionen erfüllen können. Sie ermöglichen es Menschen, in Kontakt zu bleiben, sich zu vernetzen und sich über aktuelle Ereignisse zu informieren. Zudem können sie eine Plattform für Kreativität und Selbstexpression bieten. Eine Studie der American Psychological Association fand heraus, dass soziale Medien für einige Jugendliche ein Gefühl der Zugehörigkeit und Unterstützung fördern können. (Lesen Sie auch: Social Media Verbot Kinder: Kommt es Wirklich…)

Historischer Vergleich: Frühere Kontroversen um Medien und Sucht

Die Diskussion um das Suchtpotenzial von Medien ist nicht neu. In der Vergangenheit gab es ähnliche Debatten über das Fernsehen, Videospiele und sogar Bücher. In den 1950er Jahren wurde beispielsweise befürchtet, dass das Fernsehen die Jugend verderben und zu sozialer Isolation führen würde. In den 1980er Jahren standen Videospiele im Fokus der Kritik, da sie angeblich zu Gewalt und Aggressionen anstiften würden.

Obwohl sich die Medien und die Technologien im Laufe der Zeit verändert haben, bleibt das Grundmuster der Debatte ähnlich: Es geht um die Frage, wie neue Medien die Gesellschaft und insbesondere junge Menschen beeinflussen. Ein Unterschied zu früheren Debatten ist jedoch die Geschwindigkeit und Reichweite der sozialen Medien. Nie zuvor war es so einfach, mit einer so großen Anzahl von Menschen in Kontakt zu treten und sich einer so großen Menge an Informationen auszusetzen.

📊 Wirtschaftlicher Hintergrund

Die Social-Media-Industrie ist ein Milliardenmarkt. Meta, Google und andere Unternehmen erzielen den Großteil ihrer Einnahmen durch Werbung. Je länger Nutzer auf den Plattformen verweilen, desto mehr Werbung können sie sehen und desto höher sind die Einnahmen der Unternehmen. Dies schafft einen Anreiz, die Plattformen so süchtig machend wie möglich zu gestalten.

Was bedeutet der Social-Media-Prozess für Verbraucher und die Branche?

Der Social-Media-Prozess hat das Potenzial, die Art und Weise, wie Social-Media-Plattformen operieren, grundlegend zu verändern. Sollte Meta verurteilt werden, könnte dies dazu führen, dass das Unternehmen seine Designrichtlinien ändert und mehr Maßnahmen ergreift, um die Nutzer vor den negativen Auswirkungen der Nutzung zu schützen.

Für Verbraucher könnte dies bedeuten, dass Social-Media-Plattformen weniger süchtig machend sind und dass sie mehr Kontrolle über ihre Nutzung haben. Es könnte auch dazu führen, dass die Plattformen transparenter darüber informieren, wie ihre Algorithmen funktionieren und wie sie die Nutzer beeinflussen.

Detailansicht: Social Media Prozess
Symbolbild: Social Media Prozess (Bild: Picsum)

Die Branche insgesamt könnte gezwungen sein, sich stärker mit den ethischen Fragen der Nutzung sozialer Medien auseinanderzusetzen. Dies könnte zu neuen Regulierungen und Gesetzen führen, die die Art und Weise, wie Social-Media-Plattformen operieren, einschränken. Die Europäische Union hat mit dem Digital Services Act (DSA) bereits einen ersten Schritt in diese Richtung unternommen. (Lesen Sie auch: Justin Baldoni Klage: Kommt es zum Prozess…)

Wie können sich Nutzer vor den negativen Auswirkungen sozialer Medien schützen?

Unabhängig vom Ausgang des Social-Media-Prozesses gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die Nutzer ergreifen können, um sich vor den negativen Auswirkungen sozialer Medien zu schützen:

  • Bewusste Nutzung: Reflektieren Sie Ihr Nutzungsverhalten und fragen Sie sich, ob Sie die Plattformen bewusst oder unbewusst nutzen.
  • Zeitlimits setzen: Begrenzen Sie die Zeit, die Sie täglich auf Social-Media-Plattformen verbringen.
  • Pausen einlegen: Legen Sie regelmäßige Pausen von der Nutzung sozialer Medien ein.
  • Benachrichtigungen deaktivieren: Schalten Sie Push-Benachrichtigungen aus, um nicht ständig abgelenkt zu werden.
  • Inhalte filtern: Wählen Sie bewusst aus, welchen Inhalten Sie folgen und welche Sie ignorieren.
  • Offline-Aktivitäten priorisieren: Verbringen Sie mehr Zeit mit Aktivitäten, die Ihnen Freude bereiten und die Ihre psychische Gesundheit fördern.
  • Professionelle Hilfe suchen: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Kontrolle über Ihre Nutzung verloren haben oder unter psychischen Problemen leiden, suchen Sie professionelle Hilfe.

Zuckerberg räumte im Social-Media-Prozess ein, dass auch Nutzer unter 13 Jahren auf Instagram zugreifen, obwohl dies gegen die Nutzungsbedingungen verstößt. Laut CNBC würden diese Accounts entfernt, wenn dies auffalle.

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Häufig gestellte Fragen

Welche konkreten Vorwürfe werden Meta im Social-Media-Prozess gemacht?

Meta wird vorgeworfen, Instagram so gestaltet zu haben, dass Nutzer süchtig danach werden. Dies beinhaltet den Einsatz von Mechanismen wie endlosem Scrollen und Push-Benachrichtigungen, die insbesondere junge Nutzer gefährden sollen.

Was sagt Mark Zuckerberg zu den Vorwürfen im Social-Media-Prozess?

Mark Zuckerberg verteidigt Meta mit dem Argument, dass das Unternehmen keine Ziele für Nutzungszeiten mehr verfolge. Er räumte jedoch ein, dass auch Nutzer unter 13 Jahren auf Instagram zugreifen. (Lesen Sie auch: Imsakiye 2026: Wann beginnt der Ramadan? Fastenzeit…)

Welche Auswirkungen könnte der Social-Media-Prozess auf die gesamte Branche haben?

Der Ausgang des Prozesses könnte weitreichende Konsequenzen haben. Eine Verurteilung von Meta könnte zu neuen Regulierungen und Gesetzen führen, die die Art und Weise, wie Social-Media-Plattformen operieren, einschränken.

Wie können sich Nutzer vor den negativen Auswirkungen von Social Media schützen?

Nutzer können sich schützen, indem sie ihre Nutzung bewusst reflektieren, Zeitlimits setzen, Pausen einlegen, Benachrichtigungen deaktivieren, Inhalte filtern und Offline-Aktivitäten priorisieren.

Welche Rolle spielt die österreichische Regierung in der Debatte um Social Media?

Die österreichische Regierung setzt sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien ein und fördert die Medienkompetenz der Bevölkerung. Sie unterstützt Initiativen, die auf die potenziellen Risiken der Nutzung sozialer Medien aufmerksam machen.

Der Social-Media-Prozess um Meta und Instagram ist ein wichtiger Schritt, um die Verantwortung von Online-Plattformen für die psychische Gesundheit ihrer Nutzer zu klären. Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens ist es wichtig, dass Nutzer sich der potenziellen Risiken bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um sich zu schützen. Die Debatte um das Suchtpotenzial sozialer Medien wird uns auch in Zukunft begleiten und erfordert eine kritische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen dieser Technologien auf unsere Gesellschaft.

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