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Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel: Polizistin verletzt

Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel: In Mettenhof traf eine Gehwegplatte eine Polizistin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts.

Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel: In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026 ist eine 25-jährige Polizistin verletzt worden. Gegen 0:45 Uhr wurde aus einem Hochhaus am Kurt-Schumacher-Platz im Stadtteil Mettenhof ein Bruchstück einer Gehwegplatte auf den Streifenwagen geworfen. Der Stein durchschlug auf Kopfhöhe die Frontscheibe. Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft die Tat als versuchtes Tötungsdelikt ein; der oder die Täter sind bislang unbekannt (Stand: 8. Juni 2026).

Das Wichtigste in Kürze
Beim Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel-Mettenhof traf ein Bruchstück einer Gehwegplatte (rund 10 × 20 × 5 cm) eine 25-jährige Polizistin an Hand und Sprunggelenk; sie ist nicht mehr dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt wegen versuchten Tötungsdelikts und setzt 1.000 Euro Belohnung aus. Der Täter ist unbekannt (Stand: 8. Juni 2026).

Überblick

  • Tatzeit: Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026, gegen 0:45 Uhr.
  • Tatort: Vorplatz eines Hochhauses am Kurt-Schumacher-Platz in Kiel-Mettenhof.
  • Wurfobjekt: ca. 10 × 20 × 5 cm großes Bruchstück einer Gehwegplatte, von einem höhergelegenen Balkon.
  • Verletzte: 25-jährige Polizistin (Hand, Sprunggelenk), nicht mehr dienstfähig; 59-jähriger Kollege unverletzt.
  • Einstufung: Staatsanwaltschaft Kiel – versuchtes Tötungsdelikt.
  • Fahndung: 1.000 Euro Belohnung; Hinweise an die Polizei unter 0431 160 3333.

Steinwurf auf Streifenwagen: Was in Kiel-Mettenhof geschah

Die Streifenwagenbesatzung des 3. Polizeireviers Kiel war zu einer Ruhestörung alarmiert worden. Als die beiden Beamten gegen 0:45 Uhr auf den Vorplatz des Mehrfamilienhauses am Kurt-Schumacher-Platz fuhren, durchschlug der Pflasterstein unvermittelt auf Kopfhöhe die Frontscheibe. Auf dem Beifahrersitz saß die 25-jährige Polizistin; sie wurde an Hand und Sprunggelenk getroffen und ist nach Polizeiangaben nicht mehr dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand wurde der Stein von einem höhergelegenen Balkon des Hochhauses geworfen, das vielen Kielern als „Weißer Riese“ bekannt ist. Bei dem Wurfobjekt handelt es sich um ein etwa 10 × 20 × 5 Zentimeter großes Bruchstück einer Gehwegplatte. Weitere Meldungen aus Kiel und der Region bündeln wir fortlaufend.

Ermittlungen: versuchtes Tötungsdelikt und Zeugenaufruf

Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft den Wurf als versuchtes Tötungsdelikt ein. Die Polizeidirektion Kiel hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen. Ein Tatverdächtiger ist bislang nicht benannt; ausgewertet werden mögliche Hinweise aus der Nachbarschaft. Für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung führen, ist eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Rufnummer 0431 160 3333 entgegen. Details finden sich in der gemeinsamen Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Kiel.

Hintergrund & Einordnung

Angriffe auf Einsatzkräfte beschäftigen Polizei und Justiz bundesweit; mehr dazu in unserem Themenbereich Gewalt gegen Einsatzkräfte. Ein einzelner Wurf aus einem Hochhaus sagt jedoch nichts über die vielen Menschen aus, die in einem solchen Wohnquartier leben – pauschale Urteile über eine ganze Nachbarschaft sind weder belegt noch zulässig. Im konkreten Fall waren die Beamten zu einer alltäglichen Ruhestörung gerufen worden. Die rechtliche Einstufung als versuchtes Tötungsdelikt verdeutlicht, wie gefährlich ein aus mehreren Metern Höhe geworfener Stein ist: Er kann tödliche Folgen haben. Bestätigt ist bislang der Tatablauf, nicht aber ein Motiv. Hintergründe zum Zusammenleben in großen Wohnquartieren ordnen wir im Bereich Soziales ein.

ℹ️ Haben Sie etwas beobachtet?

Hinweise zur Tat nimmt die Polizei Kiel rund um die Uhr unter 0431 160 3333 entgegen; in dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110. Beobachtungen können Sie auch über die Online-Wache der Polizei Schleswig-Holstein melden. Machen Sie möglichst genaue Angaben zu Zeit, Ort und Personen – und bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr. Was als Zeugin oder Zeuge auf Sie zukommt, erklären wir unter Zeuge – Rechte und Pflichten.

Stichpunkt Angabe
Tatzeit Nacht 1./2. Juni 2026, ca. 0:45 Uhr
Tatort Hochhaus am Kurt-Schumacher-Platz, Kiel-Mettenhof
Wurfobjekt Bruchstück einer Gehwegplatte, ca. 10 × 20 × 5 cm
Verletzte 25-jährige Polizistin (Hand/Sprunggelenk); Kollege (59) unverletzt
Einstufung Versuchtes Tötungsdelikt (Staatsanwaltschaft Kiel)
Belohnung / Hinweise 1.000 Euro · Tel. 0431 160 3333

Häufige Fragen zum Vorfall in Kiel

Was ist beim Steinwurf auf Streifenwagen in Kiel passiert?

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2026 wurde gegen 0:45 Uhr aus einem Hochhaus am Kurt-Schumacher-Platz in Kiel-Mettenhof ein Bruchstück einer Gehwegplatte auf einen Streifenwagen geworfen. Der Stein durchschlug die Frontscheibe und verletzte eine Polizistin (Stand: 8. Juni 2026).

Wie schwer ist die Polizistin verletzt?

Die 25-jährige Beamtin wurde an Hand und Sprunggelenk getroffen und ist nach Angaben der Polizei derzeit nicht mehr dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt.

Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen versuchten Tötungsdelikts?

Ein aus mehreren Metern Höhe geworfener Stein kann tödliche Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft den Wurf deshalb als versuchtes Tötungsdelikt ein. Ein Motiv ist bislang nicht belegt.

Gibt es einen Tatverdächtigen?

Nach derzeitigem Stand ist kein Tatverdächtiger benannt; es gilt die Unschuldsvermutung. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen Zeugen und haben 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt (Stand: 8. Juni 2026).

Wie kann ich Hinweise geben?

Hinweise nimmt die Polizei Kiel unter 0431 160 3333 entgegen, in dringenden Fällen über den Notruf 110. Beobachtungen können Sie auch über die Online-Wache der Polizei Schleswig-Holstein melden.

Fazit und Ausblick

Der Fall liegt nun bei Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel. Ob sich ein Tatverdächtiger ermitteln lässt, hängt auch von Hinweisen aus der Nachbarschaft ab. Die verletzte Beamtin ist vorerst nicht dienstfähig. Weitere Entwicklungen ordnen wir in unseren Lokalnachrichten ein; aktualisierte Angaben folgen, sobald die Ermittler neue Erkenntnisse mitteilen (Stand: 8. Juni 2026).

– Redaktion rathausnachrichten.de

ℹ️ Hinweis: Dieser Beitrag beruht auf der gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel (POL-KI) sowie auf Agenturmeldungen (dpa), Stand: 8. Juni 2026. Ein Tatverdächtiger ist nicht benannt; es gilt die Unschuldsvermutung. Angaben können sich im Zuge der Ermittlungen ändern. Bei akuten Notfällen wählen Sie den Notruf 110.

Maik Möhring
Autor dieses Beitrags

Chefredakteur & Gründer

Maik Möhring ist Gründer und Chefredakteur von Rathausnachrichten.de. Mit langjähriger Erfahrung in Lokaljournalismus und digitalen Medien berichtet er über kommunale Politik, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Themen.

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