Wer seine Steuererklärung Haushaltsnahe Dienstleistungen geltend macht, kann bares Geld sparen. Doch welche Ausgaben lassen sich absetzen und was ist dabei zu beachten? Steuerzahler können bestimmte Aufwendungen für Dienstleistungen im eigenen Haushalt von der Steuer absetzen und so ihre Steuerlast mindern.

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Kurz-Analyse
- Haushaltsnahe Dienstleistungen mindern die Steuerlast.
- 20 Prozent der Kosten, maximal 4.000 Euro, sind absetzbar.
- Rechnung und Zahlungsnachweis sind erforderlich.
- Auch Mini-Jobber können geltend gemacht werden.
Steuererklärung: So funktionieren haushaltsnahe Dienstleistungen
Haushaltsnahe Dienstleistungen umfassen Tätigkeiten, die im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden. Dazu gehören beispielsweise die Gartenpflege, die Reinigung der Wohnung oder die Betreuung von Kindern. Wie Wiwo.de berichtet, können Steuerpflichtige 20 Prozent der Aufwendungen, maximal jedoch 4.000 Euro pro Jahr, direkt von ihrer Steuerschuld abziehen.
Wichtig ist, dass es sich um Dienstleistungen handelt, die üblicherweise von Haushaltsangehörigen erledigt werden könnten. Handwerkerleistungen, wie beispielsweise Reparaturen, fallen nicht unter die haushaltsnahen Dienstleistungen, sondern unter den gesonderten Posten der Handwerkerleistungen. (Lesen Sie auch: Immobilienpreise 2025: Steigen die Preise Jetzt Wirklich…)
Welche Voraussetzungen müssen für die Steuererklärung erfüllt sein?
Um haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung geltend zu machen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst ist es wichtig, eine detaillierte Rechnung des Dienstleisters vorzulegen. Aus dieser Rechnung muss hervorgehen, welche Tätigkeiten ausgeführt wurden und wie hoch die einzelnen Kostenpunkte sind. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Daher ist es unerlässlich, die Zahlung per Überweisung oder einem anderen bargeldlosen Zahlungsmittel nachzuweisen.
Zudem ist es wichtig, dass die Dienstleistungen im eigenen Haushalt erbracht werden. Das bedeutet, dass beispielsweise die Reinigung einer Zweitwohnung oder die Gartenpflege im Ferienhaus nicht absetzbar sind. Auch die Kosten für Material oder Anfahrtskosten können nicht geltend gemacht werden, sondern nur die reinen Arbeitskosten.
Mini-Jobber als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen
Auch die Beschäftigung von Mini-Jobbern im Haushalt kann steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei können die tatsächlich gezahlten Arbeitsentgelte sowie die vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge und die Lohnsteuer berücksichtigt werden. Auch hier gilt die Obergrenze von 20 Prozent, maximal 4.000 Euro pro Jahr. (Lesen Sie auch: Größte Unternehmen Weltweit: Top 10 im Ranking…)
Ein Tipp: Wer mehrere Mini-Jobber beschäftigt, sollte darauf achten, die Kosten für jeden einzelnen Beschäftigten separat aufzulisten und nachzuweisen. Dies erleichtert die Bearbeitung der Steuererklärung und vermeidet Rückfragen vom Finanzamt.
Was bedeutet das für Anleger?
Die Möglichkeit, haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend zu machen, kann die finanzielle Belastung von Privathaushalten reduzieren. Das freiwerdende Kapital kann wiederum für Konsum oder zur Geldanlage genutzt werden. Analysten sehen in der steuerlichen Förderung von haushaltsnahen Dienstleistungen einen wichtigen Faktor zur Ankurbelung der Binnenwirtschaft. Finanzen.net berichtet, dass eine Stärkung der Binnenwirtschaft positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum haben kann.
Nutzen Sie Online-Steuererklärungsprogramme, um alle relevanten Ausgaben korrekt zu erfassen und keine Sparmöglichkeiten zu übersehen. (Lesen Sie auch: Bundesregierung Reformen: Wann kommt die große Wende?)
Häufig gestellte Fragen
Welche Tätigkeiten zählen zu haushaltsnahen Dienstleistungen?
Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen beispielsweise Reinigungsarbeiten, Gartenpflege, Schneeräumdienst, Kinderbetreuung und die Versorgung von Haustieren im eigenen Haushalt. Wichtig ist, dass die Tätigkeiten im direkten Zusammenhang mit dem Haushalt stehen.

Wie weise ich die Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen nach?
Die Kosten müssen durch eine detaillierte Rechnung des Dienstleisters und einen Zahlungsnachweis (Kontoauszug) belegt werden. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt. Achten Sie darauf, dass die Rechnung alle relevanten Informationen enthält.
Können auch Mieter haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen?
Ja, auch Mieter können haushaltsnahe Dienstleistungen in ihrer Steuererklärung geltend machen. Dies gilt beispielsweise für Kosten, die über die Nebenkostenabrechnung abgerechnet werden, wie Treppenhausreinigung oder Gartenpflege. (Lesen Sie auch: Welthandel Aktuell: Zerreißprobe für die Welthandelsorganisation?)
Gibt es eine Bagatellgrenze für haushaltsnahe Dienstleistungen?
Nein, es gibt keine Bagatellgrenze. Auch geringe Beträge können in der Steuererklärung angegeben werden. Allerdings lohnt sich der Aufwand oft nur, wenn die Gesamtsumme der absetzbaren Kosten einen gewissen Betrag übersteigt.
Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.











