Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist am 12. Februar 2026 vor dem „Hohen Grobgünstigen Narrengericht zu Stockach“ (Kreis Konstanz) zu einer Zahlung von 150 Litern Wein verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn in allen drei Anklagepunkten schuldig.

Inhaltsverzeichnis
- Hintergrund des Narrengerichts in Stockach
- Anklage gegen Söder: Verrat, Täuschung und Größenwahn
- Peter Altmaier als Zeuge der Verteidigung
- Prominente Vorgänger auf der Anklagebank
- Die Tradition des "Schmotzigen Dunschtig"
- Ausblick auf die Fastnachtssaison
- Das Urteil und seine Bedeutung
- Häufig gestellte Fragen zu Stockach
- Häufig gestellte Fragen zu Stockach
Hintergrund des Narrengerichts in Stockach
Das Narrengericht in Stockach hat eine lange Tradition. Es findet traditionell am „Schmotzigen Dunschtig“ statt und gilt als einer der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Die Tradition des Narrengerichts lässt sich bis ins Jahr 1351 zurückverfolgen. Das Stockacher Narrengericht ist bekannt dafür, prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf die Anklagebank zu bitten und sie auf humorvolle Weise für ihre vermeintlichen Verfehlungen zur Rechenschaft zu ziehen. (Lesen Sie auch: Prosieben: Sinkende GNTM-Quoten und ein Boygroup-Comeback)
Anklage gegen Söder: Verrat, Täuschung und Größenwahn
Markus Söder wurde in den Anklagepunkten „Verrat an der guten konservativen Sache“, „Täuschung und Chamäleonitis“ und „Größenwahn“ für schuldig befunden. Konkret wurde ihm Täuschung im Bierzelt, Größenwahn und Verrat an der guten konservativen Sache vorgeworfen. Der Fastnachts-Richter bezeichnete die Strafe von zweieinhalb Eimern Wein als noch relativ milde.
Söder selbst nahm an der Verhandlung teil und verteidigte sich gegen die Vorwürfe. Wie die SWR berichtet, wurde er in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen. Neben der Strafzahlung wurde Söder auch zu einem Oktoberfest-Besuch mit dem Narrengericht verdonnert. Er nahm das Urteil an. (Lesen Sie auch: Medaillenspiegel Olympiade: Olympia 2026: Aktueller)
Peter Altmaier als Zeuge der Verteidigung
Als Zeuge trat der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf. Laut einem Bericht der WELT sagte Altmaier, er kenne Söder seit Jahren persönlich und habe ihn immer nur als bescheiden erlebt. Er plädierte für einen Freispruch.
Prominente Vorgänger auf der Anklagebank
Markus Söder ist nicht der erste prominente Politiker, der vor dem Stockacher Narrengericht erscheinen musste. Bereits Franz Josef Strauß (CSU) und Angela Merkel (CDU) saßen auf der Anklagebank der Institution. Das Narrengericht hat sich damit einen Namen als Bühne für politische Fastnachtsrituale gemacht. (Lesen Sie auch: Rodeln Teamstaffel: Deutsche Rodel-Asse holen -Gold)
Die Tradition des „Schmotzigen Dunschtig“
Die Verhandlung des Narrengerichts findet traditionell am „Schmotzigen Dunschtig“ statt, der im Karneval auch als Weiberfastnacht bekannt ist. Dieser Tag markiert den Beginn der heißen Phase der Fastnacht und ist von zahlreichen Veranstaltungen und Umzügen geprägt. Das Narrengericht in Stockach bildet dabei einen der Höhepunkte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.
Ausblick auf die Fastnachtssaison
Mit dem Urteil gegen Markus Söder hat das Stockacher Narrengericht einen Auftakt für die Fastnachtssaison 2026 gesetzt.Die Fastnacht in Stockach und der gesamten Region verspricht jedenfalls wieder ein buntes und unterhaltsames Spektakel zu werden. Informationen zur schwäbisch-alemannischen Fastnacht bietet auch die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. (Lesen Sie auch: Moritz Seider führt Deutschlands Eishockey-Team zu Olympia)

Das Urteil und seine Bedeutung
Das Urteil gegen Söder, so symbolisch es auch sein mag, spiegelt die kritische Auseinandersetzung mit politischen Entscheidungsträgern wider. Das Narrengericht nutzt die Fastnacht, um auf humorvolle Weise gesellschaftliche und politische Themen anzusprechen. Die Verurteilung Söders zu 150 Litern Strafwein mag zwar keine ernsthaften Konsequenzen haben, doch sie dient als Denkanstoß und regt zur Reflexion über politische Verantwortung an.
Häufig gestellte Fragen zu Stockach
Häufig gestellte Fragen zu Stockach
Was ist das Besondere am Narrengericht in Stockach?
Das Narrengericht in Stockach ist eine traditionsreiche Veranstaltung, die seit 1351 stattfindet. Es ist bekannt dafür, prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf humorvolle Weise für ihre vermeintlichen Verfehlungen zur Rechenschaft zu ziehen und ist ein Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.
Welche Vorwürfe wurden Markus Söder vor dem Narrengericht gemacht?
Markus Söder wurde „Verrat an der guten konservativen Sache“, „Täuschung und Chamäleonitis“ und „Größenwahn“ vorgeworfen. Konkret ging es um Täuschung im Bierzelt, seinen vermeintlichen Größenwahn und den Verrat an konservativen Werten, was zur Verurteilung zu 150 Litern Strafwein führte.
Wer saß bereits vor Markus Söder auf der Anklagebank des Narrengerichts?
Vor Markus Söder saßen bereits andere prominente Politiker auf der Anklagebank des Narrengerichts in Stockach, darunter Franz Josef Strauß und Angela Merkel. Dies unterstreicht die Bedeutung des Narrengerichts als Forum für politische Satire.
Welche Rolle spielt Peter Altmaier in der Verhandlung gegen Markus Söder?
Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trat als Zeuge für Markus Söder auf. Er schilderte seine persönliche Erfahrung mit Söder und betonte dessen Bescheidenheit. Damit setzte er sich für einen Freispruch des bayerischen Ministerpräsidenten ein.
Was bedeutet der „Schmotzige Dunschtig“ für die Fastnacht?
Der „Schmotzige Dunschtig“, auch Weiberfastnacht genannt, markiert den Beginn der heißen Phase der Fastnacht. An diesem Tag finden traditionell zahlreiche Veranstaltungen und Umzüge statt, und das Narrengericht in Stockach bildet einen der Höhepunkte der Feierlichkeiten.







