Lesezeit: 8 Min.
Aktualisiert: 1. Februar 2026
Geprüft
Die deutsche Justiz setzt ein deutliches Zeichen: Wer hierzulande schwere Verbrechen begeht und das Gastrecht missbraucht, muss mit Konsequenzen rechnen. Zwei rechtskräftig verurteilte Vergewaltiger, stammend aus Syrien und Afghanistan, wurden nach Verbüßung ihrer Haftstrafen in ihre Heimatländer abgeschoben. Ein Schritt, der in der Bevölkerung kontrovers diskutiert wird, aber die Entschlossenheit des Staates unterstreicht, gegen ausländische Straftäter vorzugehen.

+
- Straftäter Abgeschoben: Ein Signal der Härte
- Die rechtlichen Grundlagen für Abschiebungen
- Straftäter Abgeschoben: Ein Beitrag zur Sicherheit?
- Die Rolle des Innenministeriums
- Herausforderungen und Perspektiven
- Straftäter Abgeschoben: Ein Blick auf die Statistik
- Weiterführende Informationen
- Häufig gestellte Fragen (FAQ)
- Fazit
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei verurteilte Vergewaltiger aus Syrien und Afghanistan abgeschoben.
- Abschiebung erfolgte nach Verbüßung der Haftstrafen.
- Debatte über Sinnhaftigkeit und Konsequenzen von Abschiebungen.
- Innenministerium betont die Bedeutung der Sicherheit der Bevölkerung.
- Gerichte prüfen jeden Fall individuell unter Berücksichtigung des Völkerrechts.
Straftäter Abgeschoben: Ein Signal der Härte
Die Abschiebung der beiden Vergewaltiger ist mehr als nur ein Einzelfall. Sie ist ein Signal an alle ausländischen Straftäter, die sich in Deutschland aufhalten: Wer schwere Verbrechen begeht, riskiert nicht nur eine Haftstrafe, sondern auch den Verlust des Aufenthaltsrechts. Die deutsche Regierung hat in den letzten Jahren ihre Anstrengungen verstärkt, Straftäter Abgeschoben zu wissen, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Dies geschieht im Rahmen der geltenden Gesetze und unter Berücksichtigung der individuellen Umstände jedes einzelnen Falls.
Die Entscheidung zur Abschiebung ist oft ein komplexer Prozess, der von verschiedenen Faktoren abhängt. Dazu gehören die Schwere der Straftat, die Länge des Aufenthalts in Deutschland, die Integration des Täters in die Gesellschaft und die Sicherheitslage im Herkunftsland. Die Gerichte müssen in jedem Fall eine sorgfältige Abwägung vornehmen, um sicherzustellen, dass die Abschiebung nicht gegen das Völkerrecht verstößt. Insbesondere das sogenannte Refoulement-Verbot, das die Ausweisung von Personen in Länder verbietet, in denen ihnen Folter oder andere unmenschliche Behandlung droht, muss beachtet werden.
Die rechtlichen Grundlagen für Abschiebungen
Das deutsche Aufenthaltsgesetz bildet die rechtliche Grundlage für die Abschiebung von Ausländern. Demnach kann ein Ausländer ausgewiesen werden, wenn sein Aufenthalt die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn er rechtskräftig wegen einer Straftat verurteilt wurde. Die Ausweisung kann auch dann erfolgen, wenn der Ausländer eine Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland darstellt. (Lesen Sie auch: Abschiebung unmöglich – Asylbewerber mit Strafakte: Jeder…)
Die Abschiebungshaft dient dazu, die Abschiebung eines Ausländers sicherzustellen. Sie darf nur angeordnet werden, wenn die Abschiebung unmittelbar bevorsteht und die Gefahr besteht, dass sich der Ausländer der Abschiebung entzieht. Die Abschiebungshaft darf nicht länger dauern als unbedingt erforderlich und muss verhältnismäßig sein.
Die Abschiebung ist nicht mit der Ausweisung zu verwechseln. Die Ausweisung ist ein Verwaltungsakt, der den Verlust des Aufenthaltsrechts zur Folge hat. Die Abschiebung ist die tatsächliche Durchsetzung der Ausweisung, also die zwangsweise Verbringung des Ausländers in sein Heimatland.
Straftäter Abgeschoben: Ein Beitrag zur Sicherheit?
Die Frage, ob die Abschiebung von Straftätern tatsächlich einen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland leistet, ist umstritten. Befürworter argumentieren, dass die Abschiebung ein wirksames Mittel ist, um die Bevölkerung vor weiteren Straftaten zu schützen. Sie verweisen darauf, dass Straftäter Abgeschoben keine weiteren Verbrechen in Deutschland begehen können. Zudem sendet die Abschiebung ein deutliches Signal an potenzielle Nachahmer.
Kritiker hingegen bezweifeln, dass die Abschiebung die Kriminalität nachhaltig senkt. Sie argumentieren, dass die Ursachen von Kriminalität komplex sind und nicht allein durch die Abschiebung von Straftätern beseitigt werden können. Zudem weisen sie darauf hin, dass die Abschiebung oft mit hohen Kosten verbunden ist und die Integration von Ausländern erschweren kann. Die Debatte um die Effektivität von Abschiebungen wird daher weiterhin geführt.
Die Rolle des Innenministeriums
Das Bundesministerium des Innern und für Heimat spielt eine zentrale Rolle bei der Abschiebung von ausländischen Straftätern. Das Ministerium ist für die Koordinierung der Abschiebemaßnahmen zuständig und arbeitet eng mit den Landesbehörden zusammen. Es ist bestrebt, die Abschiebung von Straftätern zu beschleunigen und zu vereinfachen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten, um die Rückführung der Abgeschobenen zu gewährleisten.
Das Innenministerium betont, dass die Sicherheit der Bevölkerung oberste Priorität hat. Die Abschiebung von Straftätern ist ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass die Abschiebung im Einklang mit dem Recht und unter Berücksichtigung der individuellen Umstände erfolgen muss. Jeder Fall wird sorgfältig geprüft, um sicherzustellen, dass die Abschiebung verhältnismäßig ist und nicht gegen das Völkerrecht verstößt. Es ist wichtig, dass Straftäter Abgeschoben werden, aber eben nur unter Einhaltung der Gesetze.
Herausforderungen und Perspektiven
Die Abschiebung von Straftätern ist mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Eine der größten Herausforderungen ist die Identifizierung der Abzuschiebenden. Oftmals verfügen die Ausländer nicht über gültige Ausweisdokumente oder geben falsche Angaben zu ihrer Identität. Dies erschwert die Feststellung der Staatsangehörigkeit und die Organisation der Rückführung. Auch die Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten ist nicht immer einfach. Einige Länder weigern sich, ihre Staatsangehörigen zurückzunehmen oder stellen bürokratische Hürden auf.

Trotz dieser Herausforderungen ist die deutsche Regierung bestrebt, die Abschiebung von Straftätern weiter zu verbessern. Dazu gehört die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten, die Verbesserung der Identifizierung von Abzuschiebenden und die Beschleunigung der Verwaltungsverfahren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Prävention von Kriminalität. Durch gezielte Maßnahmen soll verhindert werden, dass Ausländer überhaupt erst straffällig werden. Es ist ein komplexes Feld, aber der Staat muss handeln, um die Bürger zu schützen und Straftäter Abgeschoben zu wissen.
Straftäter Abgeschoben: Ein Blick auf die Statistik
Die Anzahl der Abschiebungen aus Deutschland variiert von Jahr zu Jahr. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise der Anzahl der ausländischen Straftäter, der Sicherheitslage in den Herkunftsstaaten und der Effektivität der Abschiebemaßnahmen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Abschiebungen tendenziell gestiegen, was auf die verstärkten Bemühungen der Regierung zurückzuführen ist. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass die Abschiebung nur ein Teil der Lösung ist. Eine umfassende Strategie zur Bekämpfung von Kriminalität erfordert auch Maßnahmen zur Prävention, Integration und Resozialisierung. Nur so kann langfristig eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit erreicht werden. Straftäter Abgeschoben zu wissen ist ein wichtiger Schritt, aber eben nur einer von vielen.
Weiterführende Informationen
Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir folgende vertrauenswürdige Quellen:
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was passiert, wenn ein Abgeschobener erneut nach Deutschland einreist?
Wenn ein Abgeschobener erneut nach Deutschland einreist, begeht er eine Straftat. Er kann dann erneut verhaftet und abgeschoben werden. Zudem drohen ihm weitere strafrechtliche Konsequenzen.
Können auch Asylbewerber abgeschoben werden?
Ja, auch Asylbewerber können abgeschoben werden, wenn ihr Asylantrag abgelehnt wurde und keine Abschiebehindernisse vorliegen. Allerdings gelten für Asylbewerber besondere Schutzbestimmungen, die bei der Entscheidung über die Abschiebung berücksichtigt werden müssen.
Was ist das Refoulement-Verbot?
Das Refoulement-Verbot ist ein völkerrechtlicher Grundsatz, der die Ausweisung von Personen in Länder verbietet, in denen ihnen Folter oder andere unmenschliche Behandlung droht. Dieses Verbot ist in der Genfer Flüchtlingskonvention und anderen internationalen Abkommen verankert.
Wer entscheidet über eine Abschiebung?
Die Entscheidung über eine Abschiebung wird von den Ausländerbehörden getroffen. Gegen die Entscheidung kann Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben werden. In bestimmten Fällen ist auch eine Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht möglich.
Welche Rolle spielen die Gerichte bei Abschiebungen?
Die Gerichte spielen eine wichtige Rolle bei Abschiebungen. Sie prüfen die Rechtmäßigkeit der Abschiebungsentscheidungen und stellen sicher, dass die Rechte der Betroffenen gewahrt werden. Die Gerichte können eine Abschiebung aussetzen oder aufheben, wenn sie rechtswidrig ist.
Fazit
Die Abschiebung von Straftätern ist ein komplexes und kontrovers diskutiertes Thema. Sie ist ein wichtiges Instrument zur Gewährleistung der Sicherheit der Bevölkerung, muss aber im Einklang mit dem Recht und unter Berücksichtigung der individuellen Umstände erfolgen. Die deutsche Regierung ist bestrebt, die Abschiebung von Straftätern weiter zu verbessern und gleichzeitig die Prävention von Kriminalität zu stärken. Die Frage, wie viele Straftäter Abgeschoben werden, ist dabei nur ein Teil der Lösung. Eine umfassende Strategie erfordert auch Maßnahmen zur Integration und Resozialisierung, um langfristig eine nachhaltige Verbesserung der Sicherheit zu erreichen.










