Ein Studium mit Zukunft zu wählen, bedeutet, sich auf Berufe vorzubereiten, die auch im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) Bestand haben. Wer sich fragt, welche Studienfächer vor der Automatisierung durch KI am besten geschützt sind, sollte auf Felder setzen, die Kreativität, kritisches Denken, soziale Kompetenzen und komplexe Problemlösung erfordern. Diese Fähigkeiten sind schwer zu automatisieren und bieten langfristige Karrieresicherheit. Wo liegen die Chancen? Welche Studienrichtungen sind besonders zukunftssicher?

Zusammenfassung
- Kreativität, kritisches Denken und soziale Kompetenzen sind Schlüsselqualifikationen für KI-sichere Jobs.
- MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bieten gute Perspektiven, insbesondere in Kombination mit anderen Kompetenzen.
- Geistes- und Sozialwissenschaften bleiben relevant, wenn sie interdisziplinär und praxisorientiert ausgerichtet sind.
- Gesundheitsberufe und handwerkliche Tätigkeiten sind ebenfalls schwer zu automatisieren.
Welche Studienfelder bieten die grösste Zukunftssicherheit?
Die grösste Zukunftssicherheit bieten Studiengänge, die Fähigkeiten vermitteln, die KI (Künstliche Intelligenz) schwer imitieren kann. Dazu gehören kreatives Denken, komplexe Problemlösung, soziale Intelligenz und Empathie. Studiengänge, die diese Fähigkeiten fördern, sind beispielsweise Psychologie, soziale Arbeit, Design, Journalismus und bestimmte Bereiche der Ingenieurwissenschaften, insbesondere solche, die interdisziplinär ausgerichtet sind.
MINT-Fächer: Eine solide Basis für die Zukunft
Die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bieten nach wie vor eine solide Basis für ein Studium mit Zukunft. Insbesondere Informatik und verwandte Disziplinen sind gefragt, da sie die Grundlage für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien bilden. Allerdings ist es wichtig, sich nicht nur auf technisches Know-how zu konzentrieren, sondern auch Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit zu entwickeln. Diese sind entscheidend, um in interdisziplinären Teams erfolgreich zu sein und innovative Lösungen zu entwickeln.
Die Nachfrage nach Fachkräften in den MINT-Bereichen ist hoch und wird voraussichtlich weiter steigen. Laut einer Studie des Bundesamtes für Statistik BFS werden in der Schweiz in den kommenden Jahren insbesondere Ingenieure und Informatiker gesucht.
Geistes- und Sozialwissenschaften: Mehr als nur «Brotlose Kunst»?
Oft werden Geistes- und Sozialwissenschaften als «brotlose Kunst» abgetan, doch auch diese Studienfelder können eine gute Grundlage für ein Studium mit Zukunft bieten. Entscheidend ist, dass sie interdisziplinär und praxisorientiert ausgerichtet sind. Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften bringen oft wichtige Kompetenzen wie kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz mit, die in vielen Berufen gefragt sind. (Lesen Sie auch: Studiengebühren Kritik: Bleiben Studenten Bittsteller?)
Ein Beispiel hierfür ist die Psychologie. Psychologen sind nicht nur in der Therapie tätig, sondern auch in der Personalentwicklung, im Marketing oder in der Forschung. Auch Soziologen und Politikwissenschaftler können in verschiedenen Bereichen arbeiten, beispielsweise in der Politikberatung, in der Medienbranche oder in internationalen Organisationen. Wie Wiwo.de berichtet, ist die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und zu analysieren, auch in Zukunft von grosser Bedeutung.
Allerdings sollten Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften darauf achten, ihre Kompetenzen durch Praktika, Auslandsaufenthalte oder Zusatzqualifikationen zu erweitern. Auch die Kombination mit anderen Fachbereichen, beispielsweise mit Informatik oder Wirtschaftswissenschaften, kann die Berufsaussichten verbessern.
Gesundheitsberufe: Menschliche Nähe bleibt gefragt
Gesundheitsberufe sind in der Regel schwer zu automatisieren, da sie ein hohes Mass an menschlicher Interaktion erfordern. Ärzte, Pfleger und Therapeuten werden auch in Zukunft gebraucht, um Patienten zu betreuen und zu behandeln. Allerdings werden sich die Anforderungen an diese Berufe verändern. So werden beispielsweise digitale Technologien eine immer wichtigere Rolle in der Diagnostik und Therapie spielen.
Ärzte müssen in der Lage sein, grosse Datenmengen zu analysieren und die Ergebnisse für ihre Patienten zu nutzen. Pfleger müssen digitale Assistenzsysteme bedienen und Patienten bei der Nutzung von Telemedizin-Angeboten unterstützen. Daher ist es wichtig, dass Studierende der Gesundheitsberufe sich frühzeitig mit digitalen Technologien auseinandersetzen und ihre Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen.
Ergänzen Sie Ihr Studium mit Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Datenanalyse, Projektmanagement oder interkultureller Kommunikation. Dies erhöht Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. (Lesen Sie auch: Studiengebühren Deutschland: Werden Studenten Bittsteller?)
Handwerk: Mehr als nur «goldener Boden»?
Auch handwerkliche Tätigkeiten sind in der Regel schwer zu automatisieren, da sie ein hohes Mass an Geschicklichkeit und Erfahrung erfordern. Handwerker werden auch in Zukunft gebraucht, um Häuser zu bauen, Maschinen zu reparieren oder Möbel herzustellen. Allerdings werden sich auch hier die Anforderungen verändern. So werden beispielsweise 3D-Drucker und andere digitale Technologien in Zukunft eine immer wichtigere Rolle im Handwerk spielen.
Handwerker müssen in der Lage sein, diese Technologien zu bedienen und ihre Arbeitsprozesse entsprechend anzupassen. Auch die Kundenkommunikation wird immer wichtiger. Handwerker müssen in der Lage sein, ihre Leistungen zu präsentieren und Kunden zu beraten. Daher ist es wichtig, dass Studierende des Handwerks sich frühzeitig mit digitalen Technologien auseinandersetzen und ihre Kompetenzen in diesem Bereich ausbauen. Die Berufsaussichten im Handwerk sind gut, wie auch der Schweizerische Gewerbeverband SGV bestätigt.
Die Digitalisierung im Handwerk schreitet voran. Laut einer Studie des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung EHB nutzen bereits viele Handwerksbetriebe digitale Werkzeuge, um ihre Arbeitsprozesse zu optimieren.
Wie wichtig sind Soft Skills für ein Studium mit Zukunft?
Soft Skills sind für ein Studium mit Zukunft von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Empathie, kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeit. Diese Kompetenzen sind schwer zu automatisieren und werden in vielen Berufen gebraucht. Studierende sollten daher darauf achten, ihre Soft Skills während des Studiums gezielt zu entwickeln, beispielsweise durch die Teilnahme an Projekten, Workshops oder Seminaren.
Auch die Fähigkeit, sich schnell an neue Situationen anzupassen und lebenslang zu lernen, ist von grosser Bedeutung. Die Arbeitswelt verändert sich rasant, und Studierende müssen bereit sein, sich immer wieder neues Wissen anzueignen und neue Kompetenzen zu erwerben. Dies gilt insbesondere in den Bereichen, in denen KI eine immer wichtigere Rolle spielt. (Lesen Sie auch: Karneval Umsatz: So Profitiert die Wirtschaft in…)

Ursprünglich berichtet von: Wiwo.de
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Wahl des Studienortes für ein Studium mit Zukunft?
Die Wahl des Studienortes kann eine wichtige Rolle spielen, da einige Universitäten und Hochschulen in bestimmten Fachbereichen besonders stark sind. Es ist ratsam, sich über die Schwerpunkte und Forschungsschwerpunkte der verschiedenen Einrichtungen zu informieren und den Studienort entsprechend auszuwählen.
Wie kann ich mich während des Studiums auf die Anforderungen des zukünftigen Arbeitsmarktes vorbereiten?
Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den Anforderungen des zukünftigen Arbeitsmarktes auseinanderzusetzen. Dies kann beispielsweise durch Praktika, Werkstudententätigkeiten oder die Teilnahme an Projekten geschehen. Auch der Besuch von Karrieremessen und der Austausch mit Berufstätigen können hilfreich sein. (Lesen Sie auch: Kaufen oder Mieten: Wo Lohnt es sich…)
Welche Bedeutung hat die Vernetzung mit anderen Studierenden und Berufstätigen?
Die Vernetzung mit anderen Studierenden und Berufstätigen kann sehr wertvoll sein, da sie den Austausch von Wissen und Erfahrungen ermöglicht. Dies kann beispielsweise durch die Teilnahme an Fachveranstaltungen, die Mitgliedschaft in studentischen Organisationen oder die Nutzung von Online-Netzwerken geschehen.
Sollte man sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren oder breit gefächert studieren?
Ob man sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren oder breit gefächert studieren sollte, hängt von den individuellen Interessen und Zielen ab. Eine Spezialisierung kann die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen, während ein breit gefächertes Studium die Möglichkeit bietet, verschiedene Interessen zu verfolgen und sich später flexibler zu entscheiden.
Wie wichtig ist ein Auslandsaufenthalt für ein Studium mit Zukunft?
Ein Auslandsaufenthalt kann eine wertvolle Ergänzung zum Studium sein, da er die Möglichkeit bietet, neue Kulturen kennenzulernen, Sprachkenntnisse zu verbessern und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Dies kann die Berufsaussichten verbessern, insbesondere in international ausgerichteten Unternehmen.
Die Wahl des richtigen Studiengangs ist eine wichtige Entscheidung, die gut überlegt sein sollte. Ein Studium mit Zukunft erfordert nicht nur fachliches Wissen, sondern auch Soft Skills, Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft, lebenslang zu lernen. Wer diese Kompetenzen mitbringt, hat gute Chancen, auch im Zeitalter der KI erfolgreich zu sein.








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