„Das ist doch ein Witz!“, soll ein Verantwortlicher des VfB Stuttgart nach dem Schlusspfiff in den Katakomben des Stadions gefaucht haben. Der Grund: Ein vermeintliches Tor der Stuttgarter wurde aberkannt. Die Frage, ob Stuttgart ein Tor aberkannt wurde, beschäftigt seitdem die Gemüter. Die Entscheidung des Schiedsrichters und des VAR sorgte für hitzige Diskussionen und Frust bei den Schwaben. Stuttgart Tor Aberkannt steht dabei im Mittelpunkt.

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| Heim – Gast | Ergebnis | Datum/Uhrzeit | Stadion | Zuschauer | Torschützen | Karten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Heidenheim – Stuttgart | 1:0 | gestern, 15:30 Uhr | Voith-Arena | 15.000 | Kleindienst (83.) – / | Gelb: Beste, Dinkci – Anton, Karazor |
Der Aufreger des Spiels
Es lief die 75. Minute im Spiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem VfB Stuttgart. Beim Stand von 0:0 setzte der Stuttgarter Angreifer Guirassy zu einem sehenswerten Fallrückzieher an. Der Ball landete im Netz, die Stuttgarter jubelten, doch der Jubel währte nicht lange. Der Video-Assistent meldete sich, und nach kurzer Überprüfung entschied der Schiedsrichter, das Tor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung abzuerkennen. Eine Entscheidung, die bei den Stuttgartern für blankes Entsetzen sorgte.
Die TV-Bilder zeigten, dass die Entscheidung äußerst knapp war. War es wirklich Abseits? Oder lag der Stuttgarter Spieler auf gleicher Höhe mit dem letzten Heidenheimer Verteidiger? Die Meinungen gingen auseinander. Während die Heidenheimer Fans die Entscheidung bejubelten, tobten die Stuttgarter Anhänger auf den Rängen und in den sozialen Medien. Laut Bild gab es auch in den Katakomben nach dem Spiel hitzige Diskussionen über die Szene. (Lesen Sie auch: VFB Stuttgart Noten: Wer Glänzte trotz Remis…)
Auf einen Blick
- Stuttgart verliert 0:1 gegen Heidenheim.
- Ein Tor von Guirassy wird in der 75. Minute aberkannt.
- Die Abseitsentscheidung ist strittig und sorgt für Diskussionen.
- Heidenheim klettert in der Tabelle, Stuttgart verliert wichtige Punkte.
Der Spielverlauf im Detail
Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel zwischen Heidenheim und Stuttgart. Die Stuttgarter, die als Favorit in die Partie gingen, übernahmen zunächst die Kontrolle und spielten druckvoll nach vorne. Doch die Heidenheimer, bekannt für ihre kämpferische Einstellung, hielten dagegen und verteidigten geschickt. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten einige Torchancen, doch die Torhüter beider Mannschaften waren aufmerksam und ließen keinen Treffer zu.
Nach der Pause erhöhte Stuttgart den Druck noch einmal. Die Schwaben schnürten die Heidenheimer in ihrer eigenen Hälfte ein und kamen zu einigen gefährlichen Abschlüssen. Doch die Heidenheimer Abwehr stand weiterhin sicher und ließ kaum etwas zu. Und dann kam die 75. Minute: Der vermeintliche Führungstreffer für Stuttgart, der aber wegen Abseits aberkannt wurde. Ein Schock für die Stuttgarter, der das Spielgeschehen komplett veränderte.
In der Schlussphase warf Stuttgart noch einmal alles nach vorne, um den Ausgleich zu erzielen. Doch die Heidenheimer verteidigten leidenschaftlich und konterten gefährlich. In der 83. Minute gelang den Gastgebern dann der Lucky Punch: Kleindienst traf zur umjubelten Führung für Heidenheim. Stuttgart versuchte zwar noch, den Ausgleich zu erzielen, doch es blieb beim 1:0 für Heidenheim. Eine bittere Pille für die Stuttgarter, die sich aufgrund der strittigen Abseitsentscheidung benachteiligt fühlten. (Lesen Sie auch: VFB Stuttgart Jovanovic: Darum Fehlt der 5-Mio.-Mann!)
Was bedeutet das Ergebnis?
Durch die Niederlage verpasst der VfB Stuttgart die Chance, sich in der Tabelle weiter nach oben zu verbessern. Die Schwaben bleiben im Mittelfeld der Tabelle und müssen nun in den nächsten Spielen punkten, um den Anschluss an die internationalen Plätze nicht zu verlieren. Für den 1. FC Heidenheim ist der Sieg gegen Stuttgart ein wichtiger Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. Die Heidenheimer klettern in der Tabelle und verschaffen sich etwas Luft im Abstiegskampf. Die Bundesliga Tabelle zeigt nun ein noch engeres Bild im Mittelfeld.
Zum ersten Mal seit fünf Spielen konnte Heidenheim wieder einen Sieg einfahren. Der Druck auf Trainer Schmidt war zuletzt gestiegen, dieser Erfolg dürfte ihm etwas Luft verschaffen. Stuttgart hingegen kassierte die erste Niederlage nach drei ungeschlagenen Spielen. Die Stimmung in der Mannschaft ist gedrückt, vor allem aufgrund der strittigen Schiedsrichterentscheidung. Es bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft diese bittere Niederlage verkraften wird.
Der VAR (Video Assistant Referee) soll dem Schiedsrichter auf dem Platz bei klaren Fehlentscheidungen helfen. Allerdings sorgt der VAR immer wieder für Diskussionen, da die Entscheidungen oft subjektiv sind und nicht immer nachvollziehbar sind. (Lesen Sie auch: VFB Stuttgart Sturm: Wie Legendär wird das…)
Wie geht es weiter?
Für den VfB Stuttgart geht es am kommenden Wochenende mit einem Heimspiel gegen den Tabellennachbarn weiter. Die Stuttgarter sind gewillt, die Niederlage gegen Heidenheim vergessen zu machen und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. Der 1. FC Heidenheim muss auswärts beim einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf antreten. Ein Sieg in diesem Spiel wäre für die Heidenheimer von enormer Bedeutung.

Wie funktioniert der VAR und wann greift er ein?
Der Video Assistant Referee (VAR) ist ein zusätzlicher Schiedsrichter, der das Spielgeschehen anhand von Videobildern analysiert. Der VAR greift nur bei klaren und offensichtlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters auf dem Platz ein. Dies betrifft in der Regel Situationen wie Tore, Elfmeter, Rote Karten oder Spielerverwechslungen. Der VAR kann dem Schiedsrichter auf dem Platz empfehlen, sich die Szene noch einmal selbst auf dem Bildschirm anzusehen (On-Field Review). Die endgültige Entscheidung trifft jedoch immer der Schiedsrichter auf dem Platz.
Kritiker bemängeln oft, dass der VAR zu langsam ist und den Spielfluss stört. Zudem sind die Entscheidungen des VAR nicht immer transparent und nachvollziehbar. Befürworter hingegen argumentieren, dass der VAR dazu beiträgt, Fehlentscheidungen zu minimieren und die Gerechtigkeit im Fußball zu erhöhen. Die Diskussion um den VAR wird wohl auch in Zukunft weitergehen. Die Sportschau bietet regelmäßig Analysen strittiger Szenen in der Bundesliga an. (Lesen Sie auch: CDU Parteitag Stuttgart: Merz‘ Wiederwahl – Was…)
Die Entscheidung, ob **Stuttgart ein Tor aberkannt** wurde, wird sicherlich noch lange diskutiert werden. Die Szene zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist, Abseitsentscheidungen korrekt zu treffen und wie viel Einfluss der VAR auf den Ausgang eines Spiels haben kann. Die Stuttgarter Verantwortlichen werden sich wohl noch einige Zeit über die Entscheidung ärgern, müssen aber nun den Blick nach vorne richten und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Die Leistung des Schiedsrichters wird sicherlich auch vom DFB analysiert werden. Die Diskussionen um den Videobeweis werden wohl auch in Zukunft nicht abreißen.
Der Kicker bietet eine aktuelle Übersicht über die Bundesliga Tabelle und die Auswirkungen der Spielergebnisse.











