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Tank-Abzocke stoppen: Neues Gesetz gegen hohe Spritpreise

by Rathaus Nachrichten
15. März 2026
in Lokales
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Tank-Abzocke stoppen

Tank-Abzocke stoppen – Tank-Abzocke stoppen: Neues Gesetz gegen hohe Spritpreise

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Die Bundesregierung will die sogenannte Tank-Abzocke stoppen und hat dazu am 15.03.2026 einen neuen Gesetzentwurf vorgestellt. Kern des Plans ist eine Regelung nach österreichischem Vorbild, die Preiserhöhungen an Zapfsäulen nur noch einmal täglich erlaubt. Zudem soll eine Verschärfung des Kartellrechts den Wettbewerb stärken und überzogene Preise verhindern.

Inhaltsverzeichnis
  1. Details zum Gesetz gegen die Tank-Abzocke
  2. Das „Österreich-Modell“ als Vorbild für Deutschland?
  3. Schärferes Kartellrecht soll für faire Preise sorgen
  4. Expertenmeinungen: Skepsis trotz guter Absichten
  5. Politischer Fahrplan und Befristung des Gesetzes

Details zum Gesetz gegen die Tank-Abzocke

Der vorgelegte Gesetzentwurf sieht konkrete Maßnahmen vor, um die Preissprünge an deutschen Tankstellen einzudämmen. Zukünftig soll es Betreibern nur noch gestattet sein, ihre Preise für Benzin und Diesel einmal pro Tag zu einem festgelegten Zeitpunkt anzuheben. Laut Entwurf ist hierfür 12 Uhr mittags vorgesehen. Preissenkungen hingegen bleiben von dieser Regelung unberührt und können beliebig oft durchgeführt werden. Diese Maßnahme soll für mehr Transparenz und Planbarkeit für die Verbraucher sorgen. Wer gegen diese neue Regelung verstößt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Der Gesetzentwurf sieht Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vor.

Das „Österreich-Modell“ als Vorbild für Deutschland?

Die geplante Neuregelung ist nicht neu, sondern orientiert sich stark am sogenannten „Österreich-Modell“. In der Alpenrepublik gilt bereits seit Längerem eine vergleichbare Vorschrift, die Preiserhöhungen nur einmal täglich um 12 Uhr mittags zulässt. Die Erfahrungen dort werden als positiv bewertet, da sie zu einer Beruhigung des Preisgeschehens beigetragen haben sollen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begründete die Übernahme des Modells mit dem Ziel, extreme Preissprünge zu dämpfen und stabilisierende Signale an den Markt zu senden. Allerdings weisen Kritiker darauf hin, dass die Spritpreise in Österreich vor allem aufgrund niedrigerer Steuern günstiger sind als in Deutschland. Einigen Autofahrern könnte das Thema bekannt vorkommen, denn die Frage nach der Rechtmäßigkeit von Strafen, wie etwa bei dem Thema Fahren ohne Fahrerlaubnis und deren Strafe, beschäftigt viele Verkehrsteilnehmer.

Schärferes Kartellrecht soll für faire Preise sorgen

Ein weiterer zentraler Punkt des Maßnahmenpakets ist die Verschärfung des Kartellrechts. Die Bundesregierung will es dem Bundeskartellamt erleichtern, gegen missbräuchlich überhöhte Preise vorzugehen. Zukünftig sollen Mineralölkonzerne bei Preiserhöhungen in der Beweispflicht sein. Sie müssen dann nachweisen, dass ihre Preisanpassungen sachlich gerechtfertigt sind, beispielsweise durch gestiegene Rohölpreise. Bisher musste die Behörde den Konzernen einen Missbrauch nachweisen, was oft schwierig war. Diese Beweislastumkehr soll die Position der Wettbewerbshüter deutlich stärken und es ermöglichen, Wettbewerbsverzerrungen schneller festzustellen und zu beheben.

Expertenmeinungen: Skepsis trotz guter Absichten

Ob die Pläne, die Tank-Abzocke zu stoppen, tatsächlich zu sinkenden Preisen führen, wird von Experten jedoch bezweifelt. Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING, bezeichnete die Regelung zwar als „gut“, äußerte in der BILD jedoch auch Bedenken. Er befürchtet, dass die Tankstellen die eine erlaubte Preiserhöhung umso kräftiger ausfallen lassen könnten. „Es könnte sein, dass die Tankstellen mehr draufschlagen, wenn sie nur einmal pro Tag die Preise erhöhen dürfen“, so Brzeski. Auch der ADAC warnt vor möglichen kontraproduktiven Effekten. Der Automobilclub sieht die Gefahr, dass die durchschnittlichen Kraftstoffpreise am Ende sogar höher ausfallen könnten als bisher.

Gegenüberstellung: Alte vs. Neue Spritpreis-Regelung
Merkmal Bisherige Regelung Geplante Neuregelung
Anzahl Preiserhöhungen Unbegrenzt (oft mehr als 10 pro Tag) Maximal 1 pro Tag (um 12 Uhr)
Anzahl Preissenkungen Unbegrenzt Unbegrenzt
Bußgeld bei Verstoß Keine spezifische Regelung Bis zu 100.000 Euro
Beweislast (Kartellrecht) Kartellamt muss Missbrauch nachweisen Unternehmen müssen Preise rechtfertigen

Politischer Fahrplan und Befristung des Gesetzes

Die Bundesregierung will nun Tempo machen. Der Gesetzentwurf soll schnellstmöglich an die Fraktionen im Bundestag zur Beratung weitergeleitet werden. Ziel ist eine zügige Verabschiedung, damit die neuen Regeln noch vor der Hauptreisezeit im Sommer greifen können. Die politische Debatte darüber, wie man auf Herausforderungen reagiert, ist vielfältig, wie auch die Diskussionen um eine Brandmauer gegen die AfD im Europaparlament zeigen. Es ist zudem geplant, das Gesetz zunächst zeitlich zu befristen. Nach dem Sommer soll eine Evaluation stattfinden, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen. Sollte sich herausstellen, dass die Regelungen nicht den gewünschten Effekt erzielen, könnten sie wieder angepasst oder aufgehoben werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Einmalige Preiserhöhung: Tankstellen sollen künftig nur noch einmal täglich um 12:00 Uhr die Preise erhöhen dürfen. (Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung)
  • Hohe Bußgelder: Bei Verstößen gegen die neue Regelung drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro. (Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung)
  • Preissenkungen unbegrenzt: Das Senken der Spritpreise bleibt weiterhin jederzeit und unbegrenzt möglich. (Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung)
  • Schärferes Kartellrecht: Konzerne müssen künftig die sachliche Rechtfertigung für Preiserhöhungen beweisen. (Quelle: Gesetzentwurf der Bundesregierung)
  • Österreich als Vorbild: Die Regelung zur einmaligen Preiserhöhung orientiert sich an einem in Österreich bereits praktizierten Modell. (Quelle: dpa)
  • Befristete Geltung: Das Gesetz soll zunächst zeitlich befristet gelten und nach dem Sommer auf seine Wirksamkeit überprüft werden. (Quelle: Bundesregierung)
  • Experten-Skepsis: Fachleute wie ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski befürchten, dass die einmalige Preiserhöhung stärker ausfallen könnte. (Quelle: BILD)

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Gesetz gegen die Tank-Abzocke

Was ist das Hauptziel des neuen Gesetzes gegen die Tank-Abzocke?

Das Hauptziel ist es, die starken Preisschwankungen an den Tankstellen zu reduzieren und die sogenannte Tank-Abzocke zu stoppen. Verbraucher sollen durch mehr Transparenz und eine Beschränkung der Preiserhöhungen vor überzogenen Preisen geschützt werden.

Ab wann soll das neue Tank-Gesetz gelten?

Die Bundesregierung strebt eine schnelle Verabschiedung im Bundestag an. Das Gesetz soll möglichst zügig, idealerweise noch vor dem Sommer 2026, in Kraft treten. Ein genaues Datum steht jedoch noch nicht fest.

Dürfen Tankstellen die Preise gar nicht mehr erhöhen?

Doch. Laut Gesetzentwurf dürfen sie die Preise für Benzin und Diesel einmal pro Tag, um 12 Uhr mittags, anheben. Weitere Erhöhungen im Tagesverlauf wären dann aber nicht mehr zulässig. Preissenkungen sind davon ausgenommen.

Was ändert sich durch das verschärfte Kartellrecht?

Die wichtigste Änderung ist die Beweislastumkehr. Künftig müssen die Mineralölkonzerne beweisen, dass ihre Preiserhöhungen gerechtfertigt sind. Bisher musste das Bundeskartellamt den Konzernen einen Missbrauch ihrer Marktmacht nachweisen.

Wird Tanken durch das Gesetz garantiert günstiger?

Das ist nicht garantiert. Experten warnen, dass Tankstellen die eine erlaubte Preiserhöhung möglicherweise stärker ausfallen lassen könnten. Der ADAC und Ökonomen sind skeptisch, ob die Maßnahme allein zu dauerhaft niedrigeren Preisen führt. Die Wirksamkeit soll deshalb nach dem Sommer überprüft werden.

Fazit: Ein Versuch mit unsicherem Ausgang

Der Plan der Regierung, die Tank-Abzocke zu stoppen, ist ein ambitionierter Schritt, um mehr Fairness an der Zapfsäule zu schaffen. Die Kombination aus einer festen Regel für Preiserhöhungen und einem schärferen Kartellrecht hat das Potenzial, die extremen Preissprünge zu kappen. Allerdings bleiben die Warnungen von Experten bestehen, dass die Konzerne Wege finden könnten, die Regelung zu umgehen. Die geplante Evaluation im Herbst wird zeigen, ob das „Österreich-Modell“ auch in Deutschland funktioniert oder ob weitere Maßnahmen nötig sind, um Autofahrer nachhaltig zu entlasten. Eine vertrauenswürdige Quelle für Verbraucherinformationen ist auch die Webseite des ADAC.

Autorbild von Klaus Wegner

Von Klaus Wegner

Klaus Wegner ist studierter Volkswirt und seit über 15 Jahren als Wirtschaftsjournalist tätig. Seine Schwerpunkte sind Verbraucherschutz, Energiepolitik und Wettbewerbsrecht. Für rathausnachrichten.de analysiert er komplexe Gesetzesvorhaben und deren Auswirkungen auf den Alltag der Bürger.


Für Social Media

Facebook/Instagram: Schluss mit der Tank-Abzocke? ⛽ Die Bundesregierung plant ein neues Gesetz: Preiserhöhungen nur noch 1x täglich, sonst drohen hohe Bußgelder. Was haltet ihr von dem Plan? #Spritpreise #Tanken #Gesetz #Verbraucherschutz

Twitter/X: Regierung will #TankAbzocke stoppen! 🛑 Neuer Gesetzentwurf: Preiserhöhung nur noch 1x täglich um 12 Uhr erlaubt, Bußgelder bis 100.000€. Reicht das, um die #Spritpreise zu senken? Experten sind skeptisch. #Tanken

LinkedIn: Die Bundesregierung verschärft die Gangart im Kraftstoffsektor. Ein neuer Gesetzentwurf sieht eine Begrenzung von Preiserhöhungen und eine Verschärfung des Kartellrechts vor. Eine Analyse der ökonomischen und rechtlichen Auswirkungen. #Kartellrecht #Wettbewerb #Energiepolitik #Spritpreise

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Rathaus Nachrichten

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Tags: AutomobilBundesregierungCDUGesetzentwurfKartellrechtKatherina ReicheSpritpreiseTankenVerbraucherschutzWirtschaft
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