📖 Lesezeit: 8 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 12.01.2026
Torsten Sträter und seine Krankheit: Der beliebte Comedian (59) hat alle Auftritte bis Ende März 2026 wegen einer Erkrankung abgesagt. Über die genauen Hintergründe gibt es keine Angaben. Bekannt ist jedoch sein offener Umgang mit Depressionen: Sträter litt in den 1990er-Jahren an der Krankheit und engagiert sich seit 2018 als Schirmherr der Deutschen Depressionsliga.
Torsten Sträter gehört zu den beliebtesten Comedians Deutschlands. Mit seiner schwarzen Beanie-Mütze, dem unverwechselbaren Ruhrpott-Charme und seinen pointierten Kurzgeschichten hat er sich eine riesige Fangemeinde aufgebaut. Doch hinter dem Humor steckt auch eine ernste Geschichte: Sträter spricht offen über seine Erfahrungen mit Depressionen und setzt sich aktiv für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen ein.
In diesem Artikel beleuchten wir Torsten Sträters Engagement, seinen offenen Umgang mit der Krankheit und geben wichtige Informationen für Betroffene.
Aktuell: Torsten Sträter sagt Auftritte bis März 2026 ab
Im Januar 2026 gab das Management von Torsten Sträter bekannt, dass der Comedian alle geplanten Auftritte bis Ende März absagen muss. Grund sei eine Erkrankung, die eine „längerfristige Regenerationsphase“ erfordere.
📋 Offizielle Mitteilung des Managements
„Das Management bittet darum, die Privatsphäre des Künstlers zu respektieren und von weiteren Nachfragen abzusehen.“
Betroffen sind zahlreiche Termine der Tour „Mach mal das große Licht an“, darunter auch Auftritte in großen Hallen wie der Kölner Lanxess-Arena. Über die genaue Art der Erkrankung wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Torsten Sträters Geschichte mit Depressionen
Was öffentlich bekannt ist: Torsten Sträter litt vor allem in den 1990er-Jahren an Depressionen. Nach seiner Ausbildung zum Herrenschneider und einer Zeit der Arbeitslosigkeit durchlebte der gebürtige Dortmunder eine schwere Phase.
In Interviews hat Sträter offen über diese Zeit gesprochen:
- Die Depression begann nach dem Verlust seiner Arbeitsstelle
- Er erlebte Panikattacken und konnte alltägliche Aufgaben nicht mehr bewältigen
- Der Gang zum Arzt fühlte sich an „als befinde er sich auf dem Jakobsweg“
- Er hatte vor etwa 25 Jahren auch Suizidgedanken
Heute sagt Sträter, er habe seine Depressionen überwunden. Doch die Erfahrungen haben ihn geprägt – und er nutzt seine Bekanntheit, um anderen Betroffenen Mut zu machen.
Schirmherr der Deutschen Depressionsliga
Seit Januar 2018 ist Torsten Sträter Schirmherr der Deutschen Depressionsliga e.V. (DDL). Die Selbsthilfeorganisation setzt sich für die Interessen von Menschen mit Depressionen ein.
Sträters Engagement umfasst:
- Teilnahme am Deutschen Patientenkongress Depression
- Interviews und Talkshow-Auftritte zum Thema
- Die Videoreihe „Laut gedacht“ des Vereins „Freunde fürs Leben“
- Öffentliche Aufklärungsarbeit zur Entstigmatisierung
Seine wichtigsten Botschaften formuliert Sträter so:
| Sträters Regeln im „Depressions-Club“ |
|---|
| Regel 1: „Rede drüber.“ |
| Regel 2: „Wenn du im Club bist, musst du kämpfen!“ |
| Regel 3: „Besteht aus der ersten und der zweiten Regel.“ |
Das Grimme-Preis-Gespräch mit Kurt Krömer
Ein Meilenstein in der öffentlichen Auseinandersetzung mit Depressionen war das Gespräch zwischen Torsten Sträter und Kurt Krömer in der rbb-Sendung „Chez Krömer“ im März 2021. Die Folge wurde 2022 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet.
Das Besondere: Kurt Krömer offenbarte erstmals öffentlich seine eigene Depressionserkrankung. Zwei Komiker sprachen fast 20 Minuten lang ehrlich, offen und ohne Schnörkel über ihre Erfahrungen mit der Krankheit.
Die Grimme-Jury begründete die Auszeichnung:
„Hier lassen zwei Männer einander und die Zuschauenden nah an sich herankommen, sie offenbaren Ängste und zeigen Gefühle. Sie finden sprachliche Bilder für eine unsichtbare Krankheit, die diese auch für Außenstehende eindrücklich macht.“
Am Ende der Sendung sagte Sträter zu Krömer: „Du bist ein Hoffnungsträger für alle anderen.“
Depressionen: Fakten und Hilfsangebote
Torsten Sträter betont immer wieder: „Depressionen sind eine normale, saubere, leider potenziell tödliche Krankheit. Die betrifft jeden Dritten, wahrscheinlich jeden Zweiten.“
| Fakten zu Depressionen in Deutschland | Zahlen |
|---|---|
| Betroffene in Deutschland | Über 5 Millionen Menschen |
| Lebenszeitrisiko | Etwa 16-20 % der Bevölkerung |
| Frauen vs. Männer | Frauen etwa doppelt so häufig diagnostiziert |
| Behandelbarkeit | Gut behandelbar mit Therapie und/oder Medikamenten |
Hilfsangebote bei Depressionen
Wenn Sie selbst betroffen sind oder jemanden kennen, der Hilfe braucht:
🆘 Wichtige Anlaufstellen
- Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos, 24/7)
- Deutsche Depressionsliga: depressionsliga.de
- Stiftung Deutsche Depressionshilfe: deutsche-depressionshilfe.de
- Hausarzt: Erster Ansprechpartner, kann an Fachärzte überweisen
- Psychiatrische Notaufnahme: Bei akuter Krise ins nächste Krankenhaus
Torsten Sträters Rat an Betroffene: „Ohne einen anderen Menschen wird das nichts.“ Man komme allein aus einer Depression nicht heraus. Der erste Schritt sei oft der schwerste, aber er lohne sich.
Torsten Sträter: Der Mensch hinter dem Comedian
Abseits seiner Krankheitsgeschichte ist Torsten Sträter vor allem eines: ein vielseitiger Künstler und Familienmensch.
| Steckbrief Torsten Sträter | Details |
|---|---|
| Geburtsdatum | 4. September 1966 |
| Geburtsort | Dortmund-Brechten |
| Beruf | Comedian, Kabarettist, Slam-Poet, Autor |
| Markenzeichen | Schwarze Beanie-Mütze |
| Ausbildung | Herrenschneider |
| TV-Sendung | „Sträter“ (ARD, seit 2020) |
| Auszeichnung | Grimme-Preis 2022, LOL-Sieger 2021 |
Privat lebt Sträter zurückgezogen im Ruhrgebiet. Er hat einen Sohn und spricht in seinen Programmen oft liebevoll über seine Familie – „Omma“, „Oppa“ und seine Mutter sind regelmäßige Figuren in seinen Geschichten.
Häufige Fragen zu Torsten Sträter und seiner Krankheit (FAQ)
Fazit: Ein Comedian mit wichtiger Botschaft
Die Frage nach Torsten Sträters Krankheit führt zu einer wichtigen Geschichte: Ein erfolgreicher Comedian, der offen über seine Erfahrungen mit Depressionen spricht und damit Millionen von Betroffenen Mut macht.
Während die aktuellen Gründe für seine Auszeit bis März 2026 privat bleiben, ist sein langjähriges Engagement für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen öffentlich und vorbildlich. Mit seinem Humor und seiner Authentizität zeigt Sträter: Man kann über Depressionen sprechen – und man sollte es tun.
Wir wünschen Torsten Sträter gute Besserung und eine vollständige Genesung.
❤️ Wichtiger Hinweis
Wenn Sie selbst unter Depressionen leiden oder Suizidgedanken haben, holen Sie sich Hilfe. Die Telefonseelsorge ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.
Über den Autor
Redaktion Rathausnachrichten
Bei der Berichterstattung über psychische Erkrankungen legen wir Wert auf Sensibilität, Fakten und den Verweis auf professionelle Hilfsangebote.
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Torsten Sträter sagt alle Auftritte bis Ende März 2026 ab. Bekannt ist sein offener Umgang mit Depressionen – seit 2018 ist er Schirmherr der Deutschen Depressionsliga. Wir wünschen gute Besserung! 💙 #TorstenSträter #Depression #Comedian
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🎭 Torsten Sträter – mehr als nur Comedy
Der Comedian hat alle Auftritte bis März 2026 abgesagt. Was bleibt: sein wichtiges Engagement für die Entstigmatisierung von Depressionen.
✅ Schirmherr Deutsche Depressionsliga seit 2018
✅ Grimme-Preis 2022 für offenes Gespräch mit Kurt Krömer
✅ Motto: „Die erste Regel: Rede drüber.“
#MentalHealth #Depression #Entstigmatisierung
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💙 Torsten Sträter muss krankheitsbedingt pausieren – alle Auftritte bis Ende März 2026 sind abgesagt. Bekannt ist sein offener Umgang mit Depressionen, an denen er in den 90ern litt. Heute macht er als Schirmherr der Deutschen Depressionsliga anderen Betroffenen Mut. Gute Besserung, Torsten! 🙏






