„Hilfe, Godzilla!“, hallt es durch den Lumphini-Park. Mitten in Bangkok, wo sich Hochhäuser in den Himmel recken, kreuzen Jogger und Touristen unvermittelt den Weg echter Riesenechsen. Die Bindenwarane Bangkoks sind zu einer urbanen Attraktion geworden, doch ihr Dasein im Großstadtdschungel ist komplex.

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- Warane Bangkok: Eine urbane Safari
- Warum gibt es so viele Warane in Bangkok?
- Die gescheiterte Umsiedlung der Warane
- Das Zusammenleben von Mensch und Waran: Eine Gratwanderung
- Wie sieht die Zukunft der Warane in Bangkok aus?
- Für wen lohnt sich „Bangkoks Bindenwarane: Leben im Großstadtdschungel“?
- Häufig gestellte Fragen
| Titel | Bangkoks Bindenwarane: Leben im Großstadtdschungel |
|---|---|
| Originaltitel | Varanus salvator in Bangkok |
| Genre | Naturdokumentation, Tierbeobachtung |
| Plattform | Urban Safari TV (fiktiv) |
| Produktion | Thailand National Science Museum (in Kooperation mit Urban Safari TV) |
Unser Eindruck: Eine faszinierende, wenn auch etwas unkonventionelle Dokumentation über das Zusammenleben von Mensch und Tier in einer pulsierenden Metropole.
Warane Bangkok: Eine urbane Safari
Die Bindenwarane haben sich in Bangkok ein ungewöhnliches Habitat erschlossen. Die Tiere, die eigentlich in Feuchtgebieten und Mangrovensümpfen heimisch sind, finden in den städtischen Parks und Kanälen der thailändischen Hauptstadt ein überraschend reichhaltiges Nahrungsangebot und Rückzugsorte. Wie Stern berichtet, sind die Warane besonders im Lumphini-Park anzutreffen.
Die Anpassungsfähigkeit der Warane ist bemerkenswert. Sie durchstreifen Parks, Kanäle und sogar belebte Straßen auf der Suche nach Nahrung. Dabei sind sie nicht wählerisch: Fische, Aas, Insekten, Krebstiere und sogar Essensreste von Menschen stehen auf ihrem Speiseplan. Diese opportunistische Ernährung trägt maßgeblich zu ihrem Überleben in der Stadt bei.
Warum gibt es so viele Warane in Bangkok?
Die hohe Population der Warane in Bangkok ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Zum einen bietet die Stadt ein reichhaltiges Nahrungsangebot, insbesondere in Parks wie dem Lumphini-Park, wo Besucher regelmäßig Fische füttern. Zum anderen gibt es in der Stadt relativ wenige natürliche Feinde, was die Überlebenschancen der Jungtiere erhöht. Die Kombination aus reichlich Futter und geringer Prädation führt zu einer hohen Fortpflanzungsrate und somit zu einer wachsenden Population. (Lesen Sie auch: morgenstern: Eindringling von Mar-a-Lago soll aus Familie…)
Der Bindenwaran (Varanus salvator) ist eine von etwa 80 Waranarten weltweit. Er ist nach dem Komodowaran die zweitgrößte Echse der Welt und kann eine Länge von bis zu drei Metern erreichen. Bindenwarane sind in Süd- und Südostasien weit verbreitet und spielen eine wichtige Rolle in ihren Ökosystemen.
Die gescheiterte Umsiedlung der Warane
Vor etwa zehn Jahren versuchten die Behörden, die Waranpopulation im Lumphini-Park zu reduzieren, indem sie einen Teil der Tiere umsiedelten. Dieser Versuch scheiterte jedoch aus verschiedenen Gründen. Zum einen war die Umsiedlung logistisch aufwendig und kostspielig. Zum anderen kehrten viele der umgesiedelten Warane in ihren angestammten Lebensraum zurück, da sie diesen als ihr Territorium betrachteten. Der gescheiterte Umsiedlungsversuch verdeutlicht die Schwierigkeiten, Wildtiere in urbanen Umgebungen zu managen.
Reptilienexperte Michael Cota vom Thailand National Science Museum erklärte, dass die Bestandsdichte der Warane rund um Bangkok deutlich höher ist als in natürlichen Lebensräumen. Dies führt zu einer Reihe von Herausforderungen, darunter Konflikte mit Menschen und die potenzielle Ausbreitung von Krankheiten.
Film-Fakten
- Die Waranpopulation im Lumphini-Park wird auf mehrere Hundert Tiere geschätzt.
- Bindenwarane können bis zu 2 Meter lang werden.
- Die Tiere sind Fleisch- und Aasfresser.
- Ein Umsiedlungsversuch der Behörden scheiterte.
Das Zusammenleben von Mensch und Waran: Eine Gratwanderung
Das Zusammenleben von Mensch und Waran in Bangkok ist nicht immer konfliktfrei. Obwohl die Tiere in der Regel scheu und nicht aggressiv sind, kann es zu gefährlichen Situationen kommen, insbesondere wenn sie sich bedroht fühlen oder nach Nahrung suchen. Es ist wichtig, die Tiere nicht zu füttern und ausreichend Abstand zu halten. Die Stadtverwaltung hat Schilder aufgestellt, die auf die Anwesenheit der Warane hinweisen und Verhaltensregeln empfehlen.
Die Warane sind zu einer Touristenattraktion geworden, locken aber auch Einheimische in die Parks. Viele Menschen sind fasziniert von den urtümlichen Echsen und beobachten sie gerne aus sicherer Entfernung. Andere wiederum haben Angst vor den Tieren und fordern Maßnahmen zur Reduzierung ihrer Population. (Lesen Sie auch: Wetterfühligkeit: Was Steckt Wirklich Hinter den Beschwerden)
Einige Anwohner sehen die Warane als Teil des Stadtbildes und haben gelernt, mit ihnen zu leben. Andere wiederum betrachten sie als Schädlinge, die eine Gefahr für Haustiere und Menschen darstellen. Es ist wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven zu berücksichtigen und nach Lösungen zu suchen, die sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch dem Schutz der Warane gerecht werden.
Wie sieht die Zukunft der Warane in Bangkok aus?
Die Zukunft der Warane in Bangkok ist ungewiss. Es ist unwahrscheinlich, dass die Tiere vollständig aus der Stadt verschwinden werden, da sie sich gut an die urbanen Bedingungen angepasst haben. Es ist jedoch wichtig, die Population zu managen und Konflikte mit Menschen zu minimieren. Mögliche Maßnahmen sind die Aufklärung der Bevölkerung, die Verbesserung der Lebensräume der Warane und die Durchführung von Umsiedlungen in geeignete Gebiete. Die Mahidol University forscht seit geraumer Zeit an den ökologischen Auswirkungen der Waranpopulation in Bangkok.
Die Warane sind ein faszinierendes Beispiel für die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren an urbane Umgebungen. Sie sind aber auch eine Erinnerung daran, dass das Zusammenleben von Mensch und Tier in Städten eine Herausforderung darstellt, die ein sorgfältiges Management und die Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten erfordert. Die Warane sind ein integraler Bestandteil des Ökosystems von Bangkok und tragen zur Artenvielfalt der Stadt bei. Es ist wichtig, ihre Rolle zu verstehen und Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Überleben in der Zukunft zu sichern. Die thailändische Regierung hat in Zusammenarbeit mit internationalen Naturschutzorganisationen ein Programm zum Schutz der Bindenwarane initiiert.
Für wen lohnt sich „Bangkoks Bindenwarane: Leben im Großstadtdschungel“?
Diese Dokumentation ist ein Muss für alle Naturinteressierten und Tierliebhaber, die sich für ungewöhnliche Lebensräume und die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren interessieren. Wer Filme wie „Unsere Erde“ oder „Planet Erde“ mag, wird auch von dieser Dokumentation über die Warane in Bangkok begeistert sein. Sie bietet einen faszinierenden Einblick in eine urbane Wildnis und zeigt, wie Tiere und Menschen in einer pulsierenden Metropole koexistieren können.

Häufig gestellte Fragen
Wie gefährlich sind die Warane in Bangkok für Menschen?
Warane sind in der Regel scheu und greifen Menschen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Es ist wichtig, Abstand zu halten und die Tiere nicht zu füttern. Bisse von Waranen können schmerzhaft sein und sollten ärztlich behandelt werden, da sie Bakterien übertragen können.
Was fressen die Warane in Bangkok?
Die Warane sind Allesfresser und fressen Fische, Aas, Insekten, Krebstiere und sogar Essensreste von Menschen. Sie sind opportunistische Jäger und passen ihre Ernährung an das verfügbare Nahrungsangebot an.
Warum leben so viele Warane in den Parks von Bangkok?
Die Parks bieten den Waranen ein reichhaltiges Nahrungsangebot und Rückzugsorte. Da es in der Stadt relativ wenige natürliche Feinde gibt, können die Warane sich gut vermehren und eine hohe Population erreichen.
Was unternimmt die Stadt Bangkok gegen die hohe Waranpopulation?
Die Stadtverwaltung hat Schilder aufgestellt, die auf die Anwesenheit der Warane hinweisen und Verhaltensregeln empfehlen. Zudem werden Umsiedlungen in geeignete Gebiete durchgeführt, um die Population in bestimmten Bereichen zu reduzieren. (Lesen Sie auch: Militäreinsatz gegen Kartell: Mexikos Präsidentin nach Tod…)
Sind die Warane in Bangkok geschützt?
Ja, die Bindenwarane sind in Thailand geschützt. Es ist illegal, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Die Stadtverwaltung setzt sich für den Schutz der Warane und die Erhaltung ihres Lebensraums ein.
Die Bindenwarane Bangkoks sind ein faszinierendes Beispiel für die Koexistenz von Wildtieren und Menschen in einer urbanen Umgebung. Ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Überlebenswille sind beeindruckend, und ihr Dasein in der Stadt wirft wichtige Fragen über den Umgang mit Wildtieren in urbanen Räumen auf.











