📖 Lesezeit: 5 Minuten | Zuletzt aktualisiert: 30. Dezember 2025
Tresor-Einbruch Gelsenkirchen: Filmreifer Coup über Weihnachten
Tresor-Einbruch Gelsenkirchen – Unbekannte Täter haben über die Weihnachtsfeiertage einen spektakulären Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer verübt. Mit einem Spezialbohrer verschafften sie sich Zugang zum Tresorraum und brachen rund 3.200 Schließfächer auf. Die geschätzte Beute: etwa 30 Millionen Euro. Damit handelt es sich um einen der größten Bankeinbrüche der deutschen Kriminalgeschichte.
Am 30. Dezember 2025 kam es vor der betroffenen Filiale zu tumultartigen Szenen. Rund 200 verzweifelte Kunden forderten lautstark Einlass, die Polizei musste einschreiten. Die Täter sind weiterhin auf der Flucht – es gibt bislang keine heiße Spur.
🚨 Aktueller Stand (30.12.2025): 3.200 Schließfächer aufgebrochen | ~30 Mio. Euro Beute | Über 2.500 Geschädigte | Täter auf der Flucht | Filiale geschlossen
Was ist passiert? Chronologie des Sparkassen-Einbruchs
Der Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen wurde am Montagmorgen, 29. Dezember 2025, durch Zufall entdeckt. Ein Brandmeldealarm löste um 3:58 Uhr aus. Als Feuerwehr und Polizei das Gebäude nach einem möglichen Feuer durchsuchten, stießen sie im Keller auf die Einbruchsspuren.
| Zeitpunkt | Ereignis |
|---|---|
| 24.–28. Dezember 2025 | Vermutlicher Tatzeitraum (Weihnachtsfeiertage) |
| 29.12.2025, 03:58 Uhr | Brandmeldealarm löst aus |
| 29.12.2025, morgens | Polizei entdeckt Einbruch im Tresorraum |
| 29.12.2025, mittags | ~200 besorgte Kunden vor der Filiale |
| 30.12.2025, vormittags | Erneute Tumulte, Sprechchöre vor Sparkasse |
| 30.12.2025 | Ermittler schätzen Beute auf 30 Mio. Euro |
Die Polizei geht davon aus, dass die Täter die Ruhe der Weihnachtsfeiertage für den Coup nutzten. Wann genau der Einbruch begann und wie lange sich die Täter im Gebäude aufhielten, ist noch unklar.
So gingen die Täter vor: Professionelle Planung
Der Einbruch zeugt von professioneller Vorbereitung und detaillierter Ortskenntnis. Die Polizei beschreibt das Vorgehen als „filmreif“.
Der Tatablauf im Detail
1. Zugang über Parkhaus: Die Täter verschafften sich über ein Parkhaus an der De-La-Chevallerie-Straße Zugang zum Sparkassengebäude.
2. Durch den Archivraum: Der Weg führte durch mehrere Türen in einen Archivraum im Keller.
3. Loch in die Wand: Mit einem Spezialbohrer bohrten die Täter ein großes, kreisrundes Loch in die Wand zum Tresorraum.
4. Schließfächer aufgebrochen: Im Tresorraum wurden rund 3.200 Schließfächer systematisch aufgebrochen.
5. Flucht mit Beute: Die Täter entkamen mit der Beute über das Parkhaus.
Ein Polizeisprecher betonte: „Den Bohrer kriegen sie nicht im Baumarkt.“ Der Einsatz von Spezialwerkzeug und die genaue Kenntnis der Gebäudestruktur deuten auf erfahrene Täter hin.
Schaden und Betroffene: Die Zahlen im Überblick
Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um einen der größten Einbrüche dieser Art in Deutschland:
| Kategorie | Zahl |
|---|---|
| Aufgebrochene Schließfächer | ca. 3.200 |
| Geschädigte Personen | über 2.500 |
| Geschätzte Beute | ca. 30 Millionen Euro |
| Versicherung pro Fach | 10.300 Euro |
Ein Sprecher der Sparkasse Gelsenkirchen erklärte: „Grundsätzlich hat die Sparkasse Gelsenkirchen jedes Fach mit 10.300 Euro versichert.“ Darüber hinaus hätten Kunden die Möglichkeit gehabt, eine höhere Versicherungssumme abzuschließen.
Viele Kunden verlieren Ersparnisse
Vor der Sparkassenfiliale spielten sich am Montag und Dienstag emotionale Szenen ab. Eine weinende Frau berichtete gegenüber der dpa, dass ihre Familie große Mengen Bargeld und Gold in einem Schließfach aufbewahrt habe. „Meine Familie hat 40 Jahre dafür gearbeitet und gespart“, sagte sie.
Tumulte vor der Sparkasse: Polizei muss eingreifen
Die Situation vor der betroffenen Filiale eskalierte mehrfach:
Montag, 29. Dezember: Schätzungsweise 200 besorgte Kunden versammelten sich vor der Filiale. Einige Kunden waren aufgebracht, bei anderen flossen Tränen. Die Polizei räumte den Vorraum der Sparkasse und beruhigte die Situation mit Lautsprecherdurchsagen.
Dienstag, 30. Dezember: Erneut warteten ~200 Menschen in der Kälte vor der Filiale. Mit Sprechchören „Wir wollen rein, wir wollen rein!“ forderten sie Zugang. Mehrere Personen stürmten an Sicherheitsmitarbeitern vorbei in den Vorraum. Die Polizei rückte mit mehreren Streifenwagen an.
Auf ihrer Internetseite bat die Sparkasse darum, von einem Besuch vor Ort abzusehen. Die Filiale bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Ermittlungen: Keine heiße Spur
Die Polizei Gelsenkirchen hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Bislang gibt es jedoch keine konkrete Spur zu den Tätern.
Was die Polizei untersucht:
Die Ermittler werten Videoaufnahmen aus dem Parkhaus und der Umgebung aus, analysieren Fahrzeugbewegungen und befragen Anwohner. Am Bohrloch und im Tresorraum werden Spuren gesichert. Auch wird geklärt, warum die Brandmeldeanlage auslöste.
Eine Nachbarin berichtete gegenüber der dpa, sie habe in der Nacht zwei Detonationen gehört. Dieser Hinweis wird von den Ermittlern geprüft.
Zeugenaufruf der Polizei
Die Polizei bittet Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden – etwa ungewöhnliche Geräusche, verdächtige Personen oder auffällige Fahrzeuge im Bereich der Sparkasse oder des Parkhauses.
Hinweise an: Polizei Gelsenkirchen, Tel. 0209 365-0
Was Betroffene jetzt tun sollten
Die Sparkasse Gelsenkirchen hat angekündigt, betroffene Kunden proaktiv zu kontaktieren. Trotzdem sollten Geschädigte einige Dinge beachten:
1. Nachweise sammeln: Belege für den Inhalt des Schließfachs zusammensuchen (Kaufbelege, Fotos, Gutachten)
2. Dokumentation erstellen: Eine nachvollziehbare Aufstellung der eingelagerten Werte verfassen
3. Versicherung prüfen: Klären, ob eine höhere Versicherungssumme abgeschlossen wurde
4. Kontakt zur Bank abwarten: Die Sparkasse wird betroffene Kunden informieren
5. Rechtsberatung erwägen: Bei hohen Schäden kann anwaltliche Beratung sinnvoll sein
Vergleichbare Fälle: Einbrüche in Bankschließfächer
Der Einbruch in Gelsenkirchen reiht sich in eine Serie spektakulärer Bankeinbrüche ein:
| Jahr | Ort | Schließfächer | Schaden |
|---|---|---|---|
| 2025 | Gelsenkirchen | ~3.200 | ~30 Mio. € |
| 2024 | Lübeck | über 300 | >10 Mio. € |
| 2021 | Norderstedt | ~650 | mehrere Mio. € |
💡 Tipp für Schließfach-Besitzer: Dokumentieren Sie den Inhalt Ihres Schließfachs mit Fotos und bewahren Sie Kaufbelege sicher auf. Der Bundesverband deutscher Banken empfiehlt, genau festzuhalten, was sich im Fach befindet – nur so können Sie im Schadensfall Ansprüche nachweisen.
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Häufige Fragen zum Tresor-Einbruch Gelsenkirchen
Wie hoch ist die Beute beim Einbruch in Gelsenkirchen?
Nach ersten Schätzungen der Ermittler beläuft sich die Beute auf rund 30 Millionen Euro. Es wurden etwa 3.200 Schließfächer aufgebrochen, über 2.500 Personen sind betroffen.
Sind die Täter gefasst worden?
Nein, die Täter sind weiterhin auf der Flucht. Die Polizei hat bislang keine heiße Spur und wertet umfangreiche Daten aus. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0209 365-0 zu melden.
Wie sind die Täter vorgegangen?
Die Täter verschafften sich über ein Parkhaus Zugang zum Gebäude, durchquerten einen Archivraum und bohrten mit einem Spezialbohrer ein großes Loch in die Wand des Tresorraums.
Ist mein Schließfach-Inhalt versichert?
Die Sparkasse Gelsenkirchen hat jedes Fach grundsätzlich mit 10.300 Euro versichert. Höhere Versicherungssummen konnten individuell abgeschlossen werden. Prüfen Sie Ihre Unterlagen.
Wann öffnet die Sparkassenfiliale wieder?
Die Filiale in Gelsenkirchen-Buer bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Spurensicherung der Polizei dauert an. Die Sparkasse informiert betroffene Kunden proaktiv.
Wie erfahre ich, ob mein Schließfach betroffen ist?
Die Sparkasse wird alle betroffenen Kunden kontaktieren. Die Bank bittet darum, von einem Besuch vor Ort abzusehen und auf die offizielle Information zu warten.
Fazit: Historischer Bankeinbruch erschüttert Gelsenkirchen
Der Tresor-Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen-Buer ist einer der größten Coups in der deutschen Kriminalgeschichte. Mit geschätzten 30 Millionen Euro Beute und über 2.500 Geschädigten hat der Fall bundesweite Aufmerksamkeit erregt.
Die professionelle Vorgehensweise der Täter – Spezialbohrer, detaillierte Ortskenntnis, Ausnutzung der Feiertage – deutet auf erfahrene Kriminelle hin. Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, eine heiße Spur gibt es bislang nicht.
Für die betroffenen Kunden bedeutet der Einbruch nicht nur einen finanziellen Verlust, sondern auch einen massiven Vertrauensbruch. Die Sparkasse steht nun vor der Aufgabe, die Schadensabwicklung so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten.
Über den Autor
Maik | Redakteur bei Rathausnachrichten.de
Unser Redakteur berichtet über aktuelle Kriminalfälle und Polizeimeldungen. Die Informationen basieren auf Meldungen der Polizei Gelsenkirchen und der Deutschen Presse-Agentur.
Stand: 30. Dezember 2025, 14:00 Uhr
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