Trunkenheit im Verkehr auf dem Fahrrad ist kein Kavaliersdelikt. Wer alkoholisiert auf dem Rad unterwegs ist, riskiert hohe Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg. Auch wenn das Fahrradfahren ohne Führerschein möglich ist, gelten Promillegrenzen. Trunkenheit Im Verkehr Fahrrad steht dabei im Mittelpunkt.

+
Fahrzeug-Daten
- Promillegrenze für Radfahrer: 1,6 Promille
- Bußgeld bei Überschreitung: Ab 500 Euro
- Punkte in Flensburg: Möglich bei Gefährdung
- MPU: Anordnung bei wiederholten Auffälligkeiten
Trunkenheit im Verkehr: Fahrrad – Eine Gefahr für alle
In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden in Merkers (Krayenberggemeinde) zwei Männer, 38 und 32 Jahre alt, auffällig. Sie waren gemeinsam mit einem E-Scooter und einem Fahrrad unterwegs und erregten durch lautes Schreien die Aufmerksamkeit der Anwohner. Die Beamten der Landespolizeiinspektion Suhl stellten bei beiden eine deutliche Alkoholisierung fest.
Was bedeutet das für Radfahrer?
Auch wenn das Fahrradfahren nicht den gleichen Regeln wie das Autofahren unterliegt, ist Alkohol am Steuer ein Problem. Wer mit 1,6 Promille oder mehr auf dem Fahrrad erwischt wird, begeht eine Straftat. Dies kann nicht nur teuer werden, sondern auch führerscheinrechtliche Konsequenzen haben.
Welche Promillegrenzen gelten für Radfahrer?
Anders als beim Autofahren, wo ab 0,5 Promille ein Bußgeld droht, liegt die Grenze für Radfahrer bei 1,6 Promille. Allerdings kann bereits bei niedrigeren Werten eine Strafbarkeit vorliegen, wenn der Radfahrer alkoholbedingt Ausfallerscheinungen zeigt. Dies können beispielsweise Schlangenlinien oder ein unsicheres Fahrverhalten sein. Laut bussgeldkatalog.org drohen dann empfindliche Strafen. (Lesen Sie auch: Trunkenheit Minderjähriger: 17-Jähriger Fährt Alkoholisiert in Weida)
Was droht bei Trunkenheit im Verkehr mit dem Fahrrad?
Die Konsequenzen können vielfältig sein. Neben einem Bußgeld von mindestens 500 Euro und Punkten in Flensburg kann auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet werden. Weigert man sich, diese zu absolvieren, kann die Fahrerlaubnis entzogen werden, selbst wenn man gar nicht mit einem Auto, sondern mit dem Fahrrad unterwegs war.
Auch in der Schweiz und Österreich gelten Promillegrenzen für Radfahrer. Informieren Sie sich vorab über die jeweiligen Bestimmungen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Wie kann man sich schützen?
Der beste Schutz ist, auf Alkohol zu verzichten, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi umsteigen. Auch ein nüchterner Freund kann das Fahrrad nach Hause bringen.
Was tun, wenn man angehalten wurde?
Bewahren Sie Ruhe und kooperieren Sie mit den Beamten. Verweigern Sie jedoch keine Tests, da dies als Schuldeingeständnis gewertet werden kann. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann im Zweifelsfall beratend zur Seite stehen. (Lesen Sie auch: Trunkenheit Fahrrad: Polizei Erwischt Radfahrer in Haste)
Der ADAC bietet umfassende Informationen zum Thema Alkohol im Straßenverkehr.
§ 24a StVG regelt die Alkoholbestimmungen im Straßenverkehr.
Der Bußgeldkatalog informiert über die Strafen bei Trunkenheit auf dem Fahrrad.
Ursprünglich berichtet von: Presseportal
Häufig gestellte Fragen
Ab welcher Promilleanzahl drohen Konsequenzen bei Trunkenheit im Verkehr mit dem Fahrrad?
Ab 1,6 Promille gilt das Fahren mit dem Fahrrad als Straftat. Allerdings können auch schon bei niedrigeren Werten Konsequenzen drohen, wenn alkoholbedingte Ausfallerscheinungen festgestellt werden. (Lesen Sie auch: Trunkenheit am Steuer: Alkoholisierter Fahrer in Meuselwitz…)
Welche Strafen drohen bei Trunkenheit im Verkehr auf dem Fahrrad?
Es drohen Bußgelder ab 500 Euro, Punkte in Flensburg und im schlimmsten Fall die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), was zum Führerscheinentzug führen kann.
Kann ich meinen Führerschein verlieren, wenn ich betrunken Fahrrad fahre?
Ja, wenn eine MPU angeordnet wird und Sie diese verweigern oder nicht bestehen, kann Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen werden, auch wenn die Trunkenheitsfahrt mit dem Fahrrad erfolgte.
Gibt es Unterschiede bei den Promillegrenzen für Radfahrer in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Ja, die Promillegrenzen und Strafen können sich in den einzelnen Ländern unterscheiden. Informieren Sie sich daher vorab über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Land.
Was soll ich tun, wenn ich betrunken auf dem Fahrrad angehalten werde?
Bewahren Sie Ruhe, kooperieren Sie mit den Beamten, aber verweigern Sie keine Tests. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall einen Anwalt für Verkehrsrecht, um sich rechtlich beraten zu lassen. (Lesen Sie auch: Trunkenheit am Steuer: 19-Jährige in Sondershausen Erwischt)
Trunkenheit im Verkehr, auch auf dem Fahrrad, ist eine ernstzunehmende Gefahr. Schützen Sie sich und andere, indem Sie auf Alkohol verzichten, wenn Sie Fahrrad fahren.











