Umberto Bossi Tot: Lega-Mitbegründer stirbt mit 84 Jahren
Umberto Bossi Tot: Der italienische Rechtspopulist und Mitbegründer der Lega ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Bossi, eine prägende Figur der italienischen Politik, hatte mit seiner Kritik an Rom vor allem im Norden Italiens großen Erfolg und war zeitweise Teil der Regierung von Silvio Berlusconi.

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Wer war Umberto Bossi?
Umberto Bossi gründete die Lega Nord in den 1980er Jahren. Die Partei setzte sich zunächst für die Autonomie oder gar Unabhängigkeit Norditaliens ein. Später wandelte sich die Lega unter seiner Führung zu einer nationalkonservativen Kraft, die sich gegen Einwanderung und die Europäische Union positionierte. (Lesen Sie auch: Wöginger Causa: Angeklagter Räumte Abgekartetes Spiel)
Die politische Karriere von Umberto Bossi
Bossi war über Jahrzehnte eine zentrale Figur der italienischen Politik. Er war mehrfach Minister und saß im Europäischen Parlament. Seine Partei, die Lega Nord, war vor allem in den 1990er und 2000er Jahren sehr erfolgreich und stellte mehrfach Minister in den Regierungen von Silvio Berlusconi. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, holte Bossi mit seiner Kritik an Rom im Norden des Landes viele Stimmen.
Das ist passiert
- Umberto Bossi, Mitbegründer der Lega, ist gestorben.
- Bossi war eine Schlüsselfigur der italienischen Politik.
- Seine Lega Nord war zeitweise sehr erfolgreich.
- Er war ein Kritiker Roms und setzte sich für die Interessen Norditaliens ein.
Der Aufstieg und Fall der Lega Nord unter Bossi
Unter der Führung von Umberto Bossi erlebte die Lega Nord sowohl große Erfolge als auch schwere Krisen. In den 1990er Jahren forderte die Partei offen die Abspaltung Norditaliens und erregte damit großes Aufsehen. Später schwenkte Bossi auf einen europakritischen und einwanderungsfeindlichen Kurs um, der der Partei erneut zu Wahlerfolgen verhalf. Allerdings geriet Bossi auch immer wieder in die Kritik, unter anderem wegen Korruptionsvorwürfen. Die Partei distanzierte sich später von ihm. (Lesen Sie auch: Rayo Vallecano – Samsunspor: gegen: Viertelfinale)
Die Lega, ursprünglich Lega Nord genannt, hat sich von einer regionalistischen Partei zu einer nationalkonservativen Kraft entwickelt. Unter Matteo Salvini erlebte die Partei einen erneuten Aufstieg.
Wie geht es weiter mit der Lega?
Der Tod von Umberto Bossi markiert das Ende einer Ära für die Lega. Die Partei hat sich in den letzten Jahren unter der Führung von Matteo Salvini neu positioniert und ist zu einer der stärksten Kräfte im italienischen Parlament geworden. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Tod ihres Gründers auf die zukünftige Ausrichtung der Partei auswirken wird. Die Handelsblatt berichtet regelmäßig über die politische Lage in Italien. (Lesen Sie auch: Michel Houellebecq: Neues Album "Souvenez-vous de l'homme")

Trotz seines umstrittenen Erbes bleibt Umberto Bossi eine Schlüsselfigur der italienischen Politik des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sein Einfluss auf die politische Landschaft Italiens ist unbestreitbar, auch wenn seine politischen Ansichten und Methoden kontrovers diskutiert wurden. Weitere Informationen zur italienischen Politik finden sich auf der Webseite des italienischen Regierungsportals.











