Union Berlin Pyro: Ultras planten eine massive Pyroshow mit etwa 450 Bengalos beim Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Trotz der hohen Strafen, die der Verein bereits für frühere Vorfälle zahlen musste, schreckte dies die Ultras nicht ab, eine solche Aktion zu planen. Dies wirft erneut Fragen nach der Sicherheit und den Konsequenzen solcher Aktionen auf.

Welche Strafen drohen Union Berlin bei Pyro-Aktionen der Fans?
Die Strafen für den Einsatz von Pyrotechnik im Fußballstadion können erheblich sein. Sie reichen von Geldstrafen für den Verein bis hin zu Teilausschlüssen der Zuschauer. Die genaue Höhe der Strafe hängt von der Schwere des Vergehens, der Anzahl der gezündeten Bengalos und der Vorstrafe des Vereins ab. Im Wiederholungsfall können die Strafen empfindlich steigen.
Die wichtigsten Fakten
- Union-Ultras planten Pyro-Show mit 450 Bengalos.
- Spiel gegen Eintracht Frankfurt als Ziel ausgewählt.
- Hohe Strafen für Union Berlin bei Durchführung drohten.
- Diskussion um Sicherheit und Konsequenzen von Pyrotechnik im Stadion.
Geplante Pyro-Show gegen Eintracht Frankfurt
Wie Bild berichtete, planten Ultras von Union Berlin eine großangelegte Pyro-Aktion beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Demnach sollten rund 450 Bengalische Feuer gezündet werden. Ziel der Aktion war es offenbar, ein optisches Spektakel zu erzeugen und die Mannschaft lautstark zu unterstützen. Allerdings birgt der Einsatz von Pyrotechnik im Stadion erhebliche Risiken und ist in den meisten Stadien untersagt. (Lesen Sie auch: Streufahrzeug Diebstahl: Wilde Verfolgungsjagd durch Berlin)
Hohe Strafen für Union Berlin
Der Einsatz von Pyrotechnik durch Fans hat für Union Berlin in der Vergangenheit bereits zu erheblichen finanziellen Belastungen geführt. Der Verein musste bereits mehrfach hohe Geldstrafen zahlen, da die Aktionen der Ultras gegen die Stadionordnung und die Richtlinien des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verstießen. Diese Strafen belasten nicht nur die Vereinskasse, sondern können auch dazu führen, dass der Verein in andere Bereiche, wie beispielsweise die Jugendarbeit, weniger investieren kann.
Die geplanten Aktionen der Ultras werfen daher die Frage auf, ob der Verein in Zukunft noch härter gegen solche Vorfälle vorgehen muss, um weitere Strafen zu vermeiden. Einige Vereine setzen beispielsweise auf eine verstärkte Videoüberwachung oder den Einsatz von Ordnern, um potenzielle Täter zu identifizieren und abzuschrecken. Ob diese Maßnahmen jedoch tatsächlich dazu beitragen, den Einsatz von Pyrotechnik im Stadion zu verhindern, ist umstritten. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat ebenfalls Richtlinien für den Umgang mit Pyrotechnik erlassen, um die Sicherheit in den Stadien zu gewährleisten.
Diskussion um Pyrotechnik im Fußball
Der Einsatz von Pyrotechnik im Fußballstadion ist ein kontrovers diskutiertes Thema. Während einige Fans darin ein stimmungsvolles Element sehen, das zur Unterstützung der Mannschaft beiträgt, warnen andere vor den Gefahren und den negativen Auswirkungen auf die Sicherheit im Stadion. Kritiker weisen darauf hin, dass Bengalische Feuer und andere pyrotechnische Gegenstände zu Verletzungen führen und Brände auslösen können. Zudem kann der Rauch die Sicht beeinträchtigen und die Gesundheit der Zuschauer gefährden. Die Polizei Berlin veröffentlicht regelmäßig Informationen zur Sicherheit bei Fußballspielen auf ihrer Webseite. (Lesen Sie auch: Erfrorene Schwäne in Berlin: Eisiger Tod im…)
Befürworter argumentieren hingegen, dass Pyrotechnik unter bestimmten Bedingungen sicher eingesetzt werden kann. Sie fordern eine Legalisierung von Pyrotechnik in ausgewiesenen Bereichen des Stadions und die Einführung von entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. In einigen Ländern gibt es bereits Pilotprojekte, in denen der kontrollierte Einsatz von Pyrotechnik getestet wird. Die Ergebnisse dieser Projekte sollen dazu beitragen, die Diskussion um Pyrotechnik im Fußball auf eine fundierte Basis zu stellen.
Der Einsatz von Pyrotechnik ist in den meisten Fußballstadien verboten und kann zu hohen Strafen für den Verein führen. Zudem birgt er erhebliche Risiken für die Sicherheit der Zuschauer.
Konsequenzen für die Ultras
Neben den Strafen für den Verein drohen auch den beteiligten Ultras Konsequenzen. Sie können mit Stadionverboten belegt und strafrechtlich verfolgt werden. Die Identifizierung der Täter gestaltet sich jedoch oft schwierig, da sie sich in der Regel vermummen und in der Masse untertauchen. Die Vereine arbeiten daher eng mit der Polizei zusammen, um die Verantwortlichen zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen. Das Strafmaß für den unerlaubten Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen kann gemäß dem Sprengstoffgesetz empfindlich sein. Informationen zum Sprengstoffgesetz finden sich auf der Seite des Bundesministerium des Innern und für Heimat. (Lesen Sie auch: Sicherheit Berliner Gerichte: Sicherheit Gerichte: 5.000 Messer…)

Die Ultraszene in Deutschland ist vielfältig und heterogen. Einige Ultragruppen sind bekannt für ihre gewaltbereiten Aktionen, während andere sich vor allem durch ihre kreativen Choreografien und ihre lautstarke Unterstützung der Mannschaft auszeichnen. Die Vereine stehen vor der Herausforderung, mit den Ultras in einen konstruktiven Dialog zu treten und gemeinsam Lösungen zu finden, um den Einsatz von Pyrotechnik im Stadion zu verhindern. Ein generelles Problem ist die mangelnde Kooperationsbereitschaft einiger Gruppierungen, die den Einsatz von Pyrotechnik als elementaren Bestandteil ihrer Fankultur betrachten.
Ausblick auf die Zukunft











