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Home Blaulicht News

Vermisstenfall Rebecca Reusch: Aktueller Stand, Chronologie und neue Ermittlungen

by Rathaus Nachrichten
17. Januar 2026
in Blaulicht News
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Vermisstenfall Rebecca Reusch: Aktueller Stand, Chronologie und neue Ermittlungen
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Lesezeit: 7 Minuten

Rebecca Reusch wird seit dem 18. Februar 2019 vermisst. Die damals 15-jährige Schülerin aus Berlin-Neukölln verschwand spurlos, nachdem sie bei ihrer Schwester übernachtet hatte. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Im Oktober 2025 startete die Polizei eine neue Großsuchaktion in Brandenburg – gesicherte Spuren werden derzeit ausgewertet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vermisst seit: 18. Februar 2019 (damals 15 Jahre alt)
  • Letzter bekannter Aufenthaltsort: Berlin-Britz, Haus der Schwester
  • Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus
  • Der Schwager gilt als Hauptverdächtiger (es gilt die Unschuldsvermutung)
  • Oktober 2025: Großsuchaktion in Brandenburg mit über 100 Einsatzkräften
  • Über 3.200 Hinweise aus der Bevölkerung seit 2019

Der Vermisstenfall Rebecca Reusch gilt als einer der rätselhaftesten und meistbeachteten Kriminalfälle Deutschlands. Seit fast sechs Jahren fehlt von der Berliner Schülerin jede Spur. Die Polizei geht davon aus, dass die Jugendliche das Haus ihrer Schwester am Morgen des 18. Februar 2019 nicht mehr lebend verlassen hat. Trotz intensiver Ermittlungen, Hunderten Durchsuchungen und Tausenden Hinweisen konnte der Fall bis heute nicht aufgeklärt werden.

Was geschah am 18. Februar 2019?

Rebecca Reusch verbrachte den Abend des 17. Februar 2019 bei ihrer älteren Schwester Jessica in Berlin-Britz im Bezirk Neukölln. In dem Haus lebten neben der Schwester auch deren Ehemann (damals 27 Jahre alt) und ein gemeinsames kleines Kind. Rebecca übernachtete auf dem Wohnzimmersofa und wollte am nächsten Morgen direkt zur Schule gehen.

Der Schwager war an jenem Abend auf einer geschäftlichen Feier und kam erst in den frühen Morgenstunden des 18. Februar zurück. Rebeccas Schwester ging früh zur Arbeit und ließ Rebecca schlafend auf dem Sofa zurück.

Als die Mutter gegen 8 Uhr morgens anrief, um Rebecca zum Schulbesuch zu wecken, ging niemand ans Telefon. Sie versuchte dann, den Schwager zu erreichen – der Anruf wurde zunächst weggedrückt. Kurz darauf rief er zurück und sagte, Rebecca sei bereits gegangen.

Das letzte Lebenszeichen: Am Morgen des 18. Februar postete Rebecca gegen 7:15 Uhr ein Foto auf Snapchat. Es zeigt sie in einem rosa Oberteil – dieses Kleidungsstück und weitere persönliche Gegenstände sind seither verschwunden.

Rebecca kam an diesem Tag nicht in der Schule an – und auch nicht zurück nach Hause. Am Nachmittag meldete die Familie sie bei der Polizei als vermisst.

Chronologie des Vermisstenfalls Rebecca Reusch

DatumEreignis
18.02.2019Rebecca Reusch (15) wird als vermisst gemeldet
23.02.20193. Mordkommission des LKA Berlin übernimmt den Fall
28.02.2019Erste Festnahme des Schwagers – Freilassung am 01.03.
04.03.2019Zweite Festnahme des Schwagers nach Beschwerde
06.03.2019Fall wird in „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt
22.03.2019Schwager wird aus U-Haft entlassen – mangels Beweisen
2023Erneute Hausdurchsuchung beim Schwager
20./21.10.2025Großsuchaktion in Brandenburg mit über 100 Einsatzkräften
Chronologie des Vermisstenfalls Rebecca Reusch

Warum gilt der Schwager als Hauptverdächtiger?

Der damals 27-jährige Schwager von Rebecca rückte früh in den Fokus der Ermittlungen. Die Polizei sieht mehrere Indizien, die auf ihn als möglichen Täter hindeuten:

  • Er war nach Erkenntnissen der Polizei der letzte Mensch, der Rebecca lebend gesehen hat
  • Sein Fahrzeug – ein himbeerroter Renault Twingo – wurde am 18. und 19. Februar auf der Autobahn A12 Richtung Polen von Kennzeichenerkennungssystemen erfasst
  • Seine Aussagen widersprachen teilweise den Ermittlungsergebnissen
  • Er gab an, geschlafen zu haben, obwohl nachgewiesen wurde, dass er im Internet gesurft hatte

Der Mann bestreitet, etwas mit dem Verschwinden seiner Schwägerin zu tun zu haben. Er wurde zweimal festgenommen und wieder freigelassen, da der Ermittlungsrichter keinen dringenden Tatverdacht feststellen konnte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Familie hält zum Schwager: Rebeccas Familie, einschließlich ihrer Eltern und Schwestern, hat von Anfang an die Unschuld des Schwagers beteuert. Sie kritisierten, dass die Ermittler die Möglichkeit, dass Rebecca noch lebe, völlig außer Acht ließen.

Aktueller Stand 2026: Großsuchaktion und Spurenauswertung

Im Oktober 2025 kam plötzlich wieder Bewegung in den Fall. Am 20. und 21. Oktober durchsuchten über 100 Einsatzkräfte von Polizei und BKA mehrere Grundstücke in Brandenburg – in den Gemeinden Tauche und Rietz-Neuendorf im Landkreis Oder-Spree.

Die Staatsanwaltschaft Berlin bestätigte, dass es Hinweise gebe, wonach der Schwager Rebecca Reusch möglicherweise getötet und ihre Leiche – zumindest vorübergehend – auf das Grundstück seiner Großeltern in Tauche gebracht haben könnte.

Im Einsatz waren Leichenspürhunde, Drohnen, Bodenradar, Videotechnik und ein Minibagger. Die Ermittler untersuchten ein Grundstück, das der Großmutter des Schwagers gehört, sowie ein weiteres Gelände in Herzberg, wo die Großeltern bis 2005 gewohnt haben sollen.

Ergebnis der SuchaktionStatus
Spuren gesichertJa – Auswertung läuft
Sterbliche Überreste gefundenBisher nicht bekannt
Neue Hinweise aus der BevölkerungCa. 50 seit der Suchaktion
Dauer der SpurenauswertungMehrere Wochen

Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die Auswertung der gesicherten Spuren voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen werde. Ob diese tatsächlich im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tötungsdelikt stehen, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Experten sehen Hoffnung auf Durchbruch

Der Kriminalbiologe Mark Benecke erklärte gegenüber t-online, dass selbst kleinste Spuren den Durchbruch bringen könnten: „Es gibt kein spurenfreies Verbrechen. Menschen verlieren laufend Haut und Haare, aber auch Kleidungsbestandteile und vieles mehr.“

Auch der ehemalige Mordkommissionsleiter und Profiler Axel Petermann zeigt sich optimistisch. In einem Interview schlug er vor, Fallanalytiker einzubinden, die noch nie mit den Ermittlungen zu tun hatten. So könnten bisherige Annahmen hinterfragt und möglicherweise neue Interpretationen des Tatablaufs gefunden werden.

Profiler Axel Petermann: „Es gibt immer wieder neue Interpretationen des Tatablaufs und der damit einhergehenden Motivationen des Täters. Nur so kann man Verborgenes finden.“

Was fehlt noch – und warum wurde Rebecca nie gefunden?

Der wichtigste Beweis fehlt bis heute: die Leiche von Rebecca Reusch. Ohne sie ist eine Anklage oder Verurteilung extrem schwierig. Die Ermittler stehen vor mehreren Herausforderungen:

  • Beweismittel können nach fast sechs Jahren nur noch begrenzt vorhanden sein
  • Ein Geständnis allein reicht nicht aus, um die Schuld zu beweisen
  • Zahlreiche Knochenfunde in der Region stellten sich als tierischen Ursprungs heraus
  • Hobbydetektive und Schaulustige erschweren die Ermittlungen

Mord verjährt nicht – die Ermittler können den Fall theoretisch noch Jahrzehnte lang weiterverfolgen. Die 3. Mordkommission des LKA Berlin arbeitet weiter an dem Fall und prüft jeden neuen Hinweis.

Was fehlt noch – und warum wurde Rebecca nie gefunden?

Hinweise an die Polizei

Die Polizei bittet weiterhin um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Informationen zum Verbleib von Rebecca Reusch hat, kann sich melden bei:

3. Mordkommission des LKA Berlin

Keithstraße 30, 10787 Berlin

Telefon: (030) 4664-911333

E-Mail: lka113-hinweis@polizei.berlin.de

Häufige Fragen zum Vermisstenfall Rebecca Reusch

Wann ist Rebecca Reusch verschwunden?

Rebecca Reusch verschwand am 18. Februar 2019 aus dem Haus ihrer Schwester in Berlin-Britz. Sie war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt und Schülerin. Am Nachmittag desselben Tages wurde sie von ihrer Familie als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht in der Schule erschienen war.

Wurde Rebecca Reusch gefunden?

Nein, Rebecca Reusch wurde bis heute weder lebend noch tot gefunden. Seit fast sechs Jahren fehlt von ihr jede Spur. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie Opfer eines Tötungsdelikts wurde und das Haus ihrer Schwester am Morgen des 18. Februar 2019 nicht mehr lebend verlassen hat.

Wer gilt als Hauptverdächtiger im Fall Rebecca?

Der Schwager von Rebecca Reusch gilt als Hauptverdächtiger. Er war der letzte bekannte Mensch, der Rebecca lebend gesehen hat. Der Mann wurde zweimal festgenommen und wieder freigelassen, da der Ermittlungsrichter keinen dringenden Tatverdacht feststellen konnte. Er bestreitet die Vorwürfe – es gilt die Unschuldsvermutung.

Was passierte bei der Suchaktion im Oktober 2025?

Am 20. und 21. Oktober 2025 durchsuchten über 100 Einsatzkräfte von Polizei und BKA mehrere Grundstücke in Brandenburg. Die Durchsuchungen fanden auf dem Grundstück der Großmutter des Schwagers sowie einem nahegelegenen Gelände statt. Die Polizei konnte Spuren sichern, deren Auswertung mehrere Wochen dauern wird.

Wie alt wäre Rebecca Reusch heute?

Rebecca Reusch wurde am 8. Februar 2004 geboren. Im Jahr 2026 wäre sie 21 beziehungsweise 22 Jahre alt. Als sie verschwand, war sie 15 Jahre alt und besuchte die neunte Klasse eines Berliner Gymnasiums.

Warum wurde der Schwager nicht verurteilt?

Für eine Verurteilung fehlen bislang ausreichende Beweise. Der wichtigste Beweis – die Leiche von Rebecca – wurde nie gefunden. Obwohl es Indizien gibt, die auf den Schwager hindeuten, konnte der Ermittlungsrichter keinen dringenden Tatverdacht feststellen. Auch ein Geständnis allein würde nicht ausreichen, ohne weitere Beweise wäre eine Verurteilung kaum möglich.

Fazit: Der Fall Rebecca Reusch bleibt ungelöst

Der Vermisstenfall Rebecca Reusch ist auch fast sechs Jahre nach dem Verschwinden der Berliner Schülerin nicht aufgeklärt. Die Ermittler sind überzeugt, dass Rebecca getötet wurde – doch ohne Leiche und ohne ausreichende Beweise steht eine Anklage in weiter Ferne.

Die Großsuchaktion im Oktober 2025 hat neue Hoffnung geweckt. Die gesicherten Spuren werden derzeit ausgewertet, und die Ermittler prüfen jeden Hinweis aus der Bevölkerung. Ob der Fall noch gelöst werden kann, hängt davon ab, ob die Analyse neue, belastbare Erkenntnisse liefert.

Für die Familie von Rebecca Reusch ist die Ungewissheit das Schlimmste. Ihre Eltern hoffen noch immer auf ein Lebenszeichen ihrer Tochter – auch wenn die Wahrscheinlichkeit mit jedem Jahr sinkt.

Autor: Redaktion Rathausnachrichten

Die Redaktion berichtet über aktuelle Nachrichten und Kriminalfälle aus Deutschland. Dieser Artikel wird bei neuen Entwicklungen aktualisiert.

Tags: Aktenzeichen XYBerlin BritzBrandenburg Polizei SucheCold Case DeutschlandFlorian R.Kriminalfall 2019Mordkommission BerlinRebecca ReuschRebecca Reusch vermisstVermisstenfall Berlin
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