Was ist Weiberfastnacht in Köln und warum zieht es trotz Regen so viele Menschen an? Weiberfastnacht in Köln markiert den inoffiziellen Beginn des Straßenkarnevals und ist ein Fest, bei dem Frauen traditionell das Regiment übernehmen. Trotz widriger Wetterbedingungen strömten auch dieses Jahr wieder zahlreiche Jecken in die Domstadt, um ausgelassen zu feiern und den Alltag hinter sich zu lassen.

Zusammenfassung
- Weiberfastnacht in Köln trotzt dem Regen und lockt tausende Karnevalisten an.
- Der Karneval dient laut Experten als „Urlaub von der Wirklichkeit“ in Krisenzeiten.
- Traditionelle Bräuche wie das Stürmen von Rathäusern und das symbolische Krawattenabschneiden prägen den Tag.
- Die Kölner Polizei verstärkt ihre Präsenz, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten.
Weiberfastnacht Köln: Ein Fest trotz widriger Umstände
Trotz des regnerischen Wetters feierten tausende Jecken am Rhein den Auftakt des Straßenkarnevals. Königskrönchen und Regencapes prägten das Bild, während die Narren tanzten und schunkelten. Der Karneval, so die einhellige Meinung vieler Experten, diene als willkommene Ablenkung vom Alltag und den Krisen der Zeit.
Der Kölner Karnevalsprinz Niklas I. ermutigte die Feiernden mit den Worten: „Einfach Sonne im Herzen, dann klappt das auch bei Regen.“ Wie Stern berichtet, war die Stimmung trotz des Wetters ausgelassen und fröhlich.
Wie wird Weiberfastnacht gefeiert?
Weiberfastnacht wird traditionell mit dem Sturm auf die Rathäuser und der symbolischen Entmachtung der Männer gefeiert. Frauen, oft als „Möhnen“ bezeichnet, ziehen durch die Straßen und schneiden Männern die Krawatten ab. Dieser Brauch symbolisiert die vorübergehende Übernahme der Macht durch die Frauen. Musik, Tanz und Verkleidungen gehören ebenfalls fest zum Repertoire der Feierlichkeiten.
Auch in anderen Städten im Rheinland wurde Weiberfastnacht gefeiert. In Düsseldorf stürmten die Möhnen das Rathaus, in Bonn griffen die Waschweiber an und in Mainz feierten die Narren auf dem Schillerplatz. Trotz regionaler Unterschiede eint die Feiernden die Freude am Karneval und die Lust am Verkleiden und Feiern. (Lesen Sie auch: Wetter Köln: Karnevalisten trotzen Regen und milden)
Der Brauch des Krawattenabschneidens geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Die Krawatte galt als Symbol der männlichen Macht, die an Weiberfastnacht symbolisch gebrochen wird.
Weniger Andrang wegen des Wetters?
Obwohl Köln auch an diesem Weiberfastnachtstag das Ziel tausender Karnevalstouristen war, schätzte die Polizei, dass der Andrang aufgrund der Wetterlage geringer war als in sonnigen Jahren. Ein Polizeisprecher äußerte sich entsprechend. Trotzdem waren zahlreiche Menschen auf den Beinen, um den Karnevalsauftakt zu feiern.
Die Kölner Polizei verstärkte ihre Präsenz mit bis zu 1.500 zusätzlichen Beamten. Das Ordnungsamt schickte bis zu 400 Mitarbeiter und rund 2.600 Sicherheitskräfte von externen Dienstleistern in den Einsatz, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten. Der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) betonte die Bedeutung der Sicherheit bei einem solchen Großereignis. „Es ist ein großes Fest, das hier organisiert wird, und das müssen wir auch sicher über die Bühne kriegen“, so Burmester.
Karneval als „Urlaub von der Wirklichkeit“
Viele Experten sehen im Karneval eine Möglichkeit, dem Alltag und den Krisen der Zeit zu entfliehen. In unsicheren Zeiten sehnen sich die Menschen nach Ablenkung und unbeschwerter Fröhlichkeit. Der Karneval bietet genau das: einen „Urlaub von der Wirklichkeit“, in dem man für ein paar Tage die Sorgen vergessen und ausgelassen feiern kann.
Diese Funktion des Karnevals als Krisenschild wird in Zeiten von Inflation, Krieg und anderen globalen Herausforderungen immer wichtiger. Er bietet den Menschen die Möglichkeit, zusammenzukommen, Gemeinschaft zu erleben und neue Energie zu tanken. Die Tradition des Karnevals in Köln reicht weit zurück und hat sich über die Jahrhunderte immer wieder neu angepasst. So bleibt er ein wichtiger Bestandteil der Kölner Kultur und Identität. (Lesen Sie auch: Epstein Fbi Falle: 50.000 Dollar für Brisantes…)
Der Kölner Karneval ist ein immaterielles Kulturerbe und zieht jedes Jahr Millionen Besucher an.
Die Polizei weist darauf hin, dass trotz der ausgelassenen Stimmung Vorsicht geboten ist. Achten Sie auf Ihre Wertsachen und melden Sie verdächtige Beobachtungen umgehend.
Wie geht es weiter mit dem Kölner Karneval?
Nach Weiberfastnacht geht das närrische Treiben in Köln weiter. Es folgen die tollen Tage mit zahlreichen Umzügen, Partys und Veranstaltungen. Der Höhepunkt ist der Rosenmontagszug, der jedes Jahr hunderttausende Zuschauer anzieht. Auch in den kommenden Tagen werden Polizei und Ordnungsamt verstärkt im Einsatz sein, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten.
Die Stadt Köln hat ein umfassendes Sicherheitskonzept entwickelt, das unter anderem auf verstärkte Videoüberwachung und eine erhöhte Polizeipräsenz setzt. Ziel ist es, den Karneval friedlich und sicher zu gestalten, damit alle Jecken unbeschwert feiern können. Die Vorbereitungen für den Rosenmontagszug laufen bereits auf Hochtouren, und die Karnevalsgesellschaften sind zuversichtlich, dass auch dieses Jahr wieder ein unvergessliches Fest gefeiert werden kann. Die Deutsche Bahn setzt zusätzliche Züge ein, um die An- und Abreise der Karnevalisten zu erleichtern. Informationen zu den Fahrplänen sind auf der Webseite der Deutschen Bahn verfügbar.

Häufig gestellte Fragen
Was genau wird an Weiberfastnacht in Köln gefeiert?
An Weiberfastnacht wird der Beginn des Straßenkarnevals in Köln gefeiert. Es ist der Tag, an dem traditionell die Frauen das Regiment übernehmen und die Männer symbolisch entmachten. Dies geschieht unter anderem durch das Abschneiden der Krawatten.
Warum ist Weiberfastnacht Köln trotz schlechten Wetters so beliebt?
Weiberfastnacht in Köln ist ein fester Bestandteil der Kölner Kultur und Identität. Viele Menschen sehen den Karneval als Möglichkeit, dem Alltag und den Krisen der Zeit zu entfliehen und unbeschwert zu feiern, auch wenn das Wetter nicht mitspielt.
Welche Sicherheitsmaßnahmen werden an Weiberfastnacht in Köln ergriffen?
Die Kölner Polizei verstärkt ihre Präsenz mit zusätzlichen Beamten, und das Ordnungsamt setzt Mitarbeiter und Sicherheitskräfte ein. Ziel ist es, die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten und einen friedlichen Karneval zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt der Karneval in Krisenzeiten?
Der Karneval dient vielen Menschen als „Urlaub von der Wirklichkeit“ und bietet eine willkommene Ablenkung von den Sorgen und Problemen des Alltags. Er ermöglicht es, Gemeinschaft zu erleben und neue Energie zu tanken. (Lesen Sie auch: Elefanten Rüssel: Tasthaare als Schlüssel zur Sensibilität)
Was sind die nächsten Höhepunkte im Kölner Karneval nach Weiberfastnacht?
Nach Weiberfastnacht folgen die tollen Tage mit zahlreichen Umzügen, Partys und Veranstaltungen. Der Höhepunkt ist der Rosenmontagszug, der jedes Jahr hunderttausende Zuschauer anzieht und das Ende der Karnevalszeit einläutet.
Trotz des regnerischen Wetters hat Weiberfastnacht in Köln auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass der Karneval mehr ist als nur ein Fest. Er ist ein wichtiger Bestandteil der Kölner Kultur und Identität und bietet den Menschen in Krisenzeiten eine willkommene Ablenkung und die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben. Die Stadt Köln und die Sicherheitskräfte werden auch in den kommenden Tagen alles daransetzen, den Karneval friedlich und sicher zu gestalten. Informationen zur Arbeit der Polizei finden Sie auf der Webseite der Polizei NRW.










