Bei den Independent Spirit Awards 2026 sorgte Natasha Rothwell, bekannt aus der HBO-Serie „White Lotus“, für Aufsehen. Die Schauspielerin nutzte ihre Rolle als Moderatorin, um die US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) scharf zu kritisieren. Ihre Äußerung löste Applaus im Publikum aus und fand breite Beachtung in den Medien.

Hintergrund: „White Lotus“ und politische Statements
„The White Lotus“ ist eine satirische Dramaserie, die gesellschaftliche Abgründe in luxuriösen Urlaubsresorts thematisiert. Die Serie ist bekannt für ihren scharfen Blick auf soziale Ungleichheit und Privilegien. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Darsteller wie Natasha Rothwell ihre Plattform nutzen, um auf politische Missstände aufmerksam zu machen. Politische Statements von Prominenten sind in den USA keine Seltenheit, besonders im Kontext von Preisverleihungen und öffentlichen Auftritten. Die Meinungen sind jedoch geteilt, inwiefern sich Prominente zu politischen Themen äußern sollten. Einige sehen es als ihre Pflicht, ihre Reichweite für wichtige Anliegen zu nutzen, während andere finden, dass sie sich auf ihre künstlerische Arbeit konzentrieren sollten. (Lesen Sie auch: Laura Karasek bei "Wer weiß denn sowas?":…)
Rothwells Kritik an ICE bei den Independent Spirit Awards
Natasha Rothwell moderierte die Independent Spirit Awards am Samstag und präsentierte den Preis für das beste Ensemble in einer neuen Serie. Laut HuffPost nutzte sie die Gelegenheit, um sich mit deutlichen Worten gegen ICE zu positionieren. „Ich gehe jetzt zum Teleprompter, aber ich möchte nur sagen: F*** ICE“, sagte Rothwell unter dem Beifall des Publikums. Die Independent Spirit Awards werden live auf YouTube übertragen, wodurch Rothwell die Zensurbestimmungen der Federal Communications Commission (FCC) umgehen konnte.
Reaktionen und Einordnung
Rothwells Statement stieß auf gemischte Reaktionen. Während sie von vielen für ihren Mut und ihre klare Haltung gelobt wurde, gab es auch Kritik und Unverständnis. Fox News beispielsweise berichtete über den Vorfall und zitierte Rothwell mit den Worten „‚F— ICE‘ während der Preisverleihung“. Die Reaktionen zeigen, wie polarisierend das Thema Einwanderung in den USA ist und wie unterschiedlich die Meinungen über die Rolle von Prominenten in politischen Debatten sind. (Lesen Sie auch: Qarabağ – Newcastle: gegen: Champions-League-Ausflug)
Die Kritik an ICE kommt inmitten einer kontroversen Debatte über die Einwanderungspolitik in den USA. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Jahr 2017 hat die Behörde verstärkt auf Abschiebungen gesetzt und ist wiederholt wegen ihres Vorgehens in die Kritik geraten. Zuletzt gab es mehrere Vorfälle, bei denen ICE-Beamte tödliche Gewalt anwendeten, darunter der Tod von Renee Good am 7. Januar und Alex Pretti am 24. Januar. Diese Vorfälle haben die Rufe nach einer Reform der Einwanderungsbehörde verstärkt.
Die Regierung kündigte letzte Woche ein Ende der verstärkten Einwanderungskontrollen in Minnesota an. Eine nationale Umfrage von NPR/PBS News/Marist, die zwischen dem 27. Januar und dem durchgeführt wurde, zeigt, dass Rothwells Botschaft auf Zustimmung stößt. (Lesen Sie auch: Sonja Zietlow in der Kritik: ARD-Auftritt überschattet)
„White Lotus“ und das politische Engagement von Künstlern
Der Vorfall um Natasha Rothwell lenkt den Blick auf die Frage, inwieweit sich Künstler politisch engagieren sollten. Es gibt eine lange Tradition von Künstlern, die ihre Stimme nutzen, um auf soziale Ungerechtigkeiten und politische Missstände aufmerksam zu machen. Prominente wie Jane Fonda, George Clooney und Angelina Jolie haben sich immer wieder öffentlich zu politischen Themen geäußert und sich für humanitäre Zwecke eingesetzt. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Beispiele für Künstler, die sich politisch engagieren. So hat beispielsweise der Rapper Danger Dan mit seinem Lied „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ eine Debatte über die Grenzen der Kunstfreiheit angestoßen. Die Meinungen darüber, ob und wie sich Künstler politisch äußern sollten, gehen jedoch auseinander. Einige sehen es als ihre Pflicht an, ihre Reichweite für wichtige Anliegen zu nutzen, während andere finden, dass sie sich auf ihre künstlerische Arbeit konzentrieren sollten.In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, in denen Künstler für ihre politischen Äußerungen kritisiert oder boykottiert wurden. Andererseits kann politisches Engagement auch dazu beitragen, die Bekanntheit eines Künstlers zu steigern und eine positive Botschaft zu vermitteln.
Weitere Informationen zu ICE finden sich auf der offiziellen Website der Behörde. (Lesen Sie auch: Bauernregeln Winter: im: Was steckt)

FAQ zu „White Lotus“ und Natasha Rothwell
Häufig gestellte Fragen zu white lotus
Worum geht es in der Serie „White Lotus“?
„White Lotus“ ist eine satirische Dramaserie, die das Leben von Gästen und Angestellten in einem luxuriösen Resort beleuchtet. Jede Staffel spielt in einem anderen „White Lotus“-Hotel und enthüllt die dunklen Geheimnisse und Verhaltensweisen der wohlhabenden Urlauber und des Hotelpersonals.
Wer ist Natasha Rothwell?
Natasha Rothwell ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Komikerin und Autorin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle in der HBO-Serie „Insecure“ und ihre Auftritte in der Serie „White Lotus“. Sie ist auch als Drehbuchautorin und Produzentin tätig.
Was hat Natasha Rothwell bei den Independent Spirit Awards gesagt?
Natasha Rothwell nutzte ihre Moderation bei den Independent Spirit Awards 2026, um die US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) öffentlich zu kritisieren. Sie sagte: „Ich gehe jetzt zum Teleprompter, aber ich möchte nur sagen: F*** ICE.“
Warum kritisiert Natasha Rothwell ICE?
Rothwells Kritik an ICE steht im Zusammenhang mit der kontroversen Debatte über die Einwanderungspolitik in den USA. ICE ist wegen ihres Vorgehens bei Abschiebungen und der Behandlung von Migranten in die Kritik geraten. Rothwell wollte mit ihrem Statement auf diese Missstände aufmerksam machen.
Welche Konsequenzen hat Rothwells Statement?
Die Konsequenzen von Rothwells Statement sind noch nicht absehbar. Es ist möglich, dass sie für ihre Äußerung kritisiert oder boykottiert wird. Andererseits kann ihr politisches Engagement auch dazu beitragen, ihre Bekanntheit zu steigern und eine positive Botschaft zu vermitteln.
Ausblick
Der Vorfall um Natasha Rothwell zeigt, dass politische Statements von Künstlern weiterhin ein wichtiges Thema sind.Fest steht jedoch, dass Künstler auch in Zukunft ihre Stimme nutzen werden, um auf soziale Ungerechtigkeiten und politische Missstände aufmerksam zu machen. Ein umfassendes Dossier zum Thema Einwanderung in den USA bietet die Bundeszentrale für politische Bildung.
| Staffel | Sender | Sendezeit |
|---|---|---|
| Staffel 1 | HBO | 2021 |
| Staffel 2 | HBO | 2022 |







