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Yasin H. Abschiebung: Klage des Totrasers abgewiesen

by Maik Möhring
8. April 2026
in Lokales
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Yasin H. Abschiebung

Yasin H. Abschiebung – Yasin H. Abschiebung: Klage des Totrasers abgewiesen

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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat die Klage des wegen Mordes verurteilten Rasers Yasin H. gegen seine geplante Abschiebung abgewiesen. Obwohl er in Deutschland geboren wurde, darf der heute 23-jährige Türke nach Verbüßung seiner Haftstrafe ausgewiesen werden. Diese Entscheidung vom 08.04.2026 beendet einen weiteren juristischen Versuch des Mannes, den Konsequenzen seiner Tat zu entgehen.

  • Gerichtsentscheidung: Das Verwaltungsgericht Stuttgart wies die Klage von Yasin H. gegen seine Abschiebung in die Türkei ab.
  • Hintergrund: Yasin H. wurde wegen Mordes zu neun Jahren Jugendstrafe verurteilt, nachdem er im Februar 2023 in Heilbronn einen Familienvater totgerast hatte.
  • Urteil rechtskräftig: Der Bundesgerichtshof hatte das Mordurteil bereits zuvor bestätigt, wodurch es rechtskräftig wurde.
  • Konsequenz: Nach Verbüßung seiner Haftstrafe ist die Ausweisung des in Deutschland geborenen Türken nun rechtlich zulässig.
Inhaltsverzeichnis
  1. Urteil in Stuttgart: Kein Schutz vor Abschiebung
  2. Rückblick: Tödliche Raserei in Heilbronn
  3. Rechtsweg ausgeschöpft? BGH bestätigte Mordurteil
  4. Häufig gestellte Fragen
  5. Fazit

Die juristische Auseinandersetzung um den Fall des Totrasers Yasin H. hat am 08.04.2026 einen vorläufigen Schlusspunkt erreicht. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart zur Yasin H. Abschiebung ist deutlich: Die Schwere der Tat wiegt schwerer als die persönliche Bindung an Deutschland.

Urteil in Stuttgart: Kein Schutz vor Abschiebung

Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart versuchte Yasin H. seine drohende Ausweisung in die Türkei zu verhindern. Sein Hauptargument war, dass er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist und somit hier seine sozialen Wurzeln hat. Die Richter folgten dieser Argumentation jedoch nicht. Sie begründeten die Abweisung der Klage mit dem besonderen öffentlichen Interesse an der Ausweisung. Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter stelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar. Laut einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg ist die Entscheidung ein klares Signal, dass auch in Deutschland geborene Ausländer bei schwersten Straftaten ihr Aufenthaltsrecht verlieren können. Die geplante Yasin H. Abschiebung rückt damit näher.

Rückblick: Tödliche Raserei in Heilbronn

Der Fall geht auf ein tragisches Ereignis im Februar 2023 zurück. Mit einem 315 PS starken Mercedes raste Yasin H. mit mindestens 108 km/h durch eine Tempo-40-Zone in Heilbronn. Er verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit dem Auto einer vierköpfigen Familie. Der Familienvater Gezim S. (42) verstarb noch am Unfallort. Seine Frau erlitt schwere, die beiden Kinder leichte Verletzungen. Yasin H. selbst kam mit leichten Blessuren davon. Die Brutalität des Vorfalls führte zu großem Entsetzen und einer Debatte über illegale Autorennen und deren Konsequenzen. Der Fall erinnert an ähnliche Taten wie die Bluttat in Eckernförde, bei der ebenfalls ein junges Leben ausgelöscht wurde.

Rechtsweg ausgeschöpft? BGH bestätigte Mordurteil

Bereits vor der Klage gegen seine Ausweisung war Yasin H. juristisch gescheitert. Das Landgericht Heilbronn hatte ihn nicht nur wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, sondern wegen Mordes verurteilt. Die Richter sahen das Mordmerkmal des Handelns mit gemeingefährlichen Mitteln als erfüllt an. Gegen dieses Urteil legte Yasin H. Revision ein, doch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf diese. Damit wurden die neun Jahre Jugendstrafe wegen Mordes rechtskräftig. Die nun erfolgte Abweisung der Klage gegen die Yasin H. Abschiebung ist die direkte Folge dieser Verurteilung. Fälle wie dieser, bei denen es um die Ausweisung straffälliger Ausländer geht, werden immer wieder öffentlich diskutiert, wie auch der Fall eines kriminellen Bosniers in Köln zeigt.

Häufig gestellte Fragen

Warum kann jemand abgeschoben werden, der in Deutschland geboren wurde?
Die Geburt in Deutschland führt nicht automatisch zur deutschen Staatsbürgerschaft (ius soli, „Recht des Bodens“). Ist eine Person, wie im Fall Yasin H., ausschließlich türkischer Staatsbürger, kann sie bei schweren Straftaten ihr Aufenthaltsrecht verlieren und ausgewiesen werden, da das öffentliche Interesse an der Sicherheit die persönlichen Bindungen überwiegt.
Welche Rolle spielt die Schwere der Straftat bei einer Abschiebung?
Die Schwere der Straftat ist entscheidend. Insbesondere bei Verbrechen wie Mord, Totschlag oder anderen schweren Gewaltdelikten wiegt das Ausweisungsinteresse des Staates besonders schwer. Die Verurteilung wegen Mordes war im Fall von Yasin H. der zentrale Punkt für die Entscheidung des Verwaltungsgerichts.
Was ist der Unterschied zwischen einer Jugendstrafe und einer Erwachsenenstrafe?
Das Jugendstrafrecht wird auf Heranwachsende (18 bis 20 Jahre) angewendet, wenn sie in ihrer Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstanden. Im Vordergrund steht der Erziehungsgedanke, nicht die reine Sühne. Die Strafen sind oft milder als im Erwachsenenstrafrecht, was die neun Jahre für einen Mord im Fall Yasin H. erklärt.

Fazit

Die Abweisung der Klage gegen die Yasin H. Abschiebung durch das Verwaltungsgericht Stuttgart bestätigt, dass eine Verurteilung wegen Mordes das Aufenthaltsrecht auch für in Deutschland geborene Ausländer beendet. Nach Verbüßung seiner neunjährigen Jugendstrafe ist die Ausweisung des 23-Jährigen in die Türkei rechtlich zulässig. Die Entscheidung unterstreicht die Haltung der Justiz, die öffentliche Sicherheit über die persönlichen Belange eines Schwerstverbrechers zu stellen.

Maik Möhring
Autor dieses Beitrags

Maik Möhring

Chefredakteur & Gründer

Maik Möhring ist Gründer und Chefredakteur von Rathausnachrichten.de. Mit langjähriger Erfahrung in Lokaljournalismus und digitalen Medien berichtet er über kommunale Politik, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Themen.

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Tags: AbschiebungBaden-WürttembergBGHHeilbronnJustizMordStuttgartTürkeiVerkehrsunfallVerwaltungsgericht
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