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Im vierten Teil der Krimireihe, „Zielfahnder – Kalte Sonne“, der heute am 18.04.2026 um 20:15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird, jagt das Ermittlerduo eine skrupellose Menschenhändlerin bis nach Malta. Der Film konfrontiert mit der brutalen Realität der Zwangsprostitution und einem perfiden System der Ausbeutung.
- Fall: Die Zielfahnder Hanna Landauer und Lars Röwer verfolgen die aus dem Gericht geflohene Anführerin eines Mädchenhändlerrings, Maria Weinert.
- Schauplatz: Die Jagd führt die Ermittler von Deutschland auf die Mittelmeerinsel Malta, wo Weinert untertauchen und ihre Identität ändern will.
- Thema: Der Krimi thematisiert Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung junger Frauen durch ein international operierendes Netzwerk namens „Pink Rose“.
- Ausstrahlung: Der Film wird heute, am 18. April 2026, um 20:15 Uhr in der ARD gezeigt und ist auch in der ARD-Mediathek verfügbar.
Der neue Fall für die Zielfahnder Hanna Landauer (Ulrike C. Tscharre) und Lars Röwer (Hanno Koffler) beginnt dramatisch: Die Chefin des Menschenhändlerrings „Pink Rose“, Maria Weinert (Susanne Wuest), flieht spektakulär aus dem Gericht, noch bevor ein Urteil gesprochen werden kann. Eine Spur führt das LKA-Duo auf die sonnige Insel Malta, wo ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Die Handlung von „Zielfahnder – Kalte Sonne“
Maria Weinert hat ein weltumspannendes Netzwerk aufgebaut, das junge Frauen und sogar Minderjährige in die Prostitution zwingt und sexuell ausbeutet. Nach ihrer Flucht führt die Spur die Zielfahnder Landauer und Röwer nach Malta. Dort vermuten sie, dass Weinert plant, sich einer Gesichtsoperation zu unterziehen, um mit einer neuen Identität für immer unterzutauchen. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den deutschen Schönheitschirurgen Hendrik Meingast (Godehard Giese) und seine Frau Ursel (Kim Riedle).
Es stellt sich heraus, dass Ursel Meingast einst eine enge Freundin von Maria Weinert war. Diese Verbindung nutzt Weinert nun, um die Familie zu bedrohen und den Chirurgen zu der Operation zu zwingen. Für Landauer und Röwer wird der Fall zunehmend gefährlicher, da sie selbst ins Fadenkreuz der skrupellosen Verbrecherin und ihrer Handlanger geraten, die vor Entführung und Mord nicht zurückschrecken.
Darsteller und Produktion
Auch im vierten Teil der Reihe überzeugen Ulrike C. Tscharre und Hanno Koffler als eingespieltes Ermittlerteam. Die Rolle der eiskalten Menschenhändlerin Maria Weinert wird von Susanne Wuest verkörpert. In weiteren Rollen sind Godehard Giese und Kim Riedle zu sehen. Regie führte Stephan Lacant, der bereits für den zweiten Teil „Blutiger Tango“ verantwortlich war. Das Drehbuch stammt von Mia Maariel Meyer.
| Rolle | Darsteller/in |
|---|---|
| Hanna Landauer | Ulrike C. Tscharre |
| Lars Röwer | Hanno Koffler |
| Maria Weinert | Susanne Wuest |
| Hendrik Meingast | Godehard Giese |
| Ursel Meingast | Kim Riedle |
| Ada Baulitz | Rita Feldmeier |
Kritik: Ein düsterer Thriller vor sonniger Kulisse
„Zielfahnder – Kalte Sonne“ wird von Kritikern als fesselnder und konzentriert erzählter Thriller gelobt, der sich von konventionellen Krimis abhebt. Der Film behandelt das schwere Thema des Menschenhandels mit der nötigen Deutlichkeit, ohne dabei voyeuristisch zu sein. Die Inszenierung von Stephan Lacant erzeugt eine besondere Spannung durch den Kontrast zwischen der sonnendurchfluteten Kulisse Maltas und der moralischen Finsternis der Verbrechen.
Kritiker heben hervor, dass der Film eine bemerkenswerte Balance findet: Er ist eindringlich, ohne in moralische Selbstgewissheit zu verfallen. Allerdings wird auch angemerkt, dass die menschliche Komponente und das Schicksal der Opfer zugunsten der spannenden Jagd teilweise zu kurz kommen. Dennoch überzeugt der Krimi mit seiner dichten Atmosphäre, einer sehenswerten Kulisse und einem hochrelevanten Thema.
Häufig gestellte Fragen
Wo kann ich „Zielfahnder – Kalte Sonne“ nach der TV-Ausstrahlung sehen?
Der Film ist nach der Ausstrahlung am 18.04.2026 in der ARD-Mediathek als Video on Demand verfügbar. Eine Wiederholung im linearen Fernsehen ist vorerst nicht geplant.
Ist dies der letzte Teil der „Zielfahnder“-Reihe?
Aktuell gibt es keine offiziellen Informationen darüber, ob „Kalte Sonne“ der letzte Teil der Reihe ist. Angesichts der positiven Resonanz und der erfolgreichen Einschaltquoten vorheriger Filme, wie bei „Polarjagd“ mit 5,45 Millionen Zuschauern, ist eine Fortsetzung jedoch denkbar.
Wurde der Film tatsächlich auf Malta gedreht?
Ja, der vierte Teil der „Zielfahnder“-Reihe wurde an Originalschauplätzen auf Malta gedreht. Die Bildgestaltung von Kameramann Michael Kotschi fängt die sonnendurchflutete, aber zugleich bedrohlich wirkende Ästhetik der Mittelmeerinsel ein.
Fazit
Der vierte Fall, „Zielfahnder – Kalte Sonne“, ist ein hochspannender und thematisch wichtiger Krimi, der heute Abend im Ersten läuft. Der Film überzeugt mit einer dichten Atmosphäre, starken Darstellern und einer Inszenierung, die die Abgründe des Menschenhandels vor der malerischen Kulisse Maltas eindringlich darstellt. Trotz kleinerer dramaturgischer Schwächen bietet der Thriller packende 90 Minuten, die lange nachwirken.




