Eine Tierwanderung beschreibt die saisonale Bewegung von Tieren von einem Lebensraum zum anderen, oft über große Distanzen. Diese Wanderungen dienen der Nahrungsbeschaffung, Fortpflanzung oder dem Ausweichen vor ungünstigen Umweltbedingungen. Viele Tierarten legen dabei erstaunliche Strecken zurück.

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Zusammenfassung
- Tierwanderungen sind saisonale Bewegungen von Tieren über oft weite Strecken.
- Sie dienen der Nahrungsbeschaffung, Fortpflanzung oder dem Vermeiden ungünstiger Bedingungen.
- Viele Tierarten, von Insekten bis zu Säugetieren, nehmen an diesen Wanderungen teil.
- Internationale Abkommen sollen wandernde Tierarten schützen.
Warum unternehmen Tiere eine Tierwanderung?
Tierwanderungen sind oft lebensnotwendig. Sie ermöglichen es den Tieren, saisonal wechselnde Ressourcen optimal zu nutzen. So ziehen Gnus in der Serengeti den Regenfällen hinterher, um stets frische Weidegründe zu finden. Wale wandern zwischen nahrungsreichen Polarregionen und wärmeren Gewässern, die für die Aufzucht ihrer Jungen besser geeignet sind.
Welche spektakulären Beispiele für Tierwanderung gibt es?
Die Wanderung der Gnus in der Serengeti ist legendär. Millionen von Tieren ziehen auf der Suche nach Futter durch die Savanne. Auch die Reisen der Wale sind beeindruckend, da sie riesige Distanzen zwischen den Polarregionen und den Tropen zurücklegen. Wie Stern berichtet, gibt es aber noch viele weitere faszinierende Beispiele. (Lesen Sie auch: Ousman Sonko Prozess: Warum Findet Er in…)
Ein weiteres Spektakel ist der Zug der Monarchfalter. Diese zarten Insekten legen Tausende von Kilometern von Nordamerika bis nach Mexiko zurück, um dort zu überwintern. Auch in Europa gibt es Wanderfalter, wie den Distelfalter, der sogar die Alpen überquert.
Die UN-Konferenz zum Schutz wandernder Tierarten (CMS) setzt sich für den Erhalt dieser Wanderrouten ein. Sie wurde 1979 in Bonn verabschiedet und ist auch als Bonner Konvention bekannt.
Wie werden wandernde Tierarten geschützt?
Der Schutz wandernder Tierarten ist eine globale Herausforderung, da die Tiere oft Landesgrenzen überschreiten. Das internationale Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS), auch Bonner Konvention genannt, wurde geschaffen, um den Schutz dieser Tiere zu gewährleisten. Straßen, Schifffahrtsrouten und Umweltverschmutzung stellen jedoch weiterhin eine Bedrohung dar. (Lesen Sie auch: Timmendorfer Strand Wal Gestrandet – Rettung in…)
Die Bonner Konvention zielt darauf ab, die Lebensräume wandernder Tierarten zu erhalten und die negativen Auswirkungen menschlicher Aktivitäten zu minimieren. Dies umfasst Maßnahmen wie die Reduzierung von Umweltverschmutzung, die Schaffung von Schutzgebieten und die Regulierung der Jagd.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz setzt sich ebenfalls für den Schutz wandernder Tierarten ein.
Welche Rolle spielt das Erdmagnetfeld bei Tierwanderungen?
Viele wandernde Tierarten nutzen das Erdmagnetfeld zur Orientierung. Vögel wie Schwalben und Störche können das Magnetfeld wahrnehmen und sich so auf ihren langen Reisen zurechtfinden. Auch andere Tiere, wie beispielsweise Meeresschildkröten, nutzen diese Fähigkeit zur Navigation.
Zusätzlich zum Erdmagnetfeld nutzen Tiere auch andere Orientierungshilfen wie den Stand der Sonne, die Sterne und Landmarken. Die Kombination dieser verschiedenen Navigationsmethoden ermöglicht es ihnen, präzise ihre Wanderziele zu erreichen. (Lesen Sie auch: Griechenland Zugunglück Prozess: Justiz)

Der NABU bietet weitere Informationen zum Thema Vogelzug und Orientierung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gefahren bedrohen die Tierwanderung?
Zu den größten Gefahren zählen der Verlust von Lebensräumen durch Bebauung und Landwirtschaft, die Zerschneidung von Wanderrouten durch Straßen und Zäune, Umweltverschmutzung sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Nahrungsquellen und Lebensbedingungen.
Wie können Einzelpersonen zum Schutz wandernder Tierarten beitragen?
Jeder kann durch umweltfreundliches Verhalten, den Verzicht auf Pestizide im Garten, die Unterstützung von Naturschutzorganisationen und den Schutz von Lebensräumen in der eigenen Umgebung einen Beitrag leisten.
Welche Rolle spielen Schutzgebiete für die Tierwanderung?
Schutzgebiete sind von entscheidender Bedeutung, da sie sichere Rückzugsorte und ungestörte Lebensräume für wandernde Tierarten bieten. Sie ermöglichen es den Tieren, ihre Wanderungen ungestört zu vollziehen und sich fortzupflanzen. (Lesen Sie auch: Koala Spürhund Bear geht in den Wohlverdienten…)
Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf die Routen der Tierwanderung?
Der Klimawandel verändert die Umweltbedingungen und somit auch die Verfügbarkeit von Ressourcen. Dies kann dazu führen, dass Tiere ihre traditionellen Wanderrouten verlassen und neue Gebiete aufsuchen müssen, was wiederum zu Konflikten mit anderen Arten führen kann.









