Abtrünnige Nonnen eines Franziskanerordens in Spanien stehen vor der zwangsweisen Räumung ihres Klosters in Belorado, nachdem sie sich vom Vatikan losgesagt haben. Die Schwestern erkennen die Autorität der katholischen Kirche nicht mehr an und müssen das Kloster verlassen.

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Die wichtigsten Fakten
- Sieben Nonnen müssen das Kloster in Belorado verlassen.
- Die Nonnen erkennen den Vatikan nicht mehr an.
- Die Justiz hat die Räumung des Klosters angeordnet.
- Die Nonnen wollen das Kloster in Würde verlassen.
Abtrünnige Nonnen und der Kampf um das Kloster in Belorado
Ein ungewöhnlicher Kirchenkonflikt in Spanien hat seinen Höhepunkt erreicht. Sieben Schwestern eines Franziskanerordens müssen ihr Kloster im Dorf Belorado nahe Burgos im Norden des Landes verlassen. Die Entscheidung der Justiz zwingt die Nonnen, das „Monasterio de Santa Clara“ bis Donnerstagvormittag zu räumen. Um einer öffentlichen Zwangsräumung zu entgehen, planen die Nonnen, das Kloster unbemerkt zu verlassen.
Der Sprecher der Nonnen, Francisco Canals, teilte mit, dass die Schwestern aus Würde gehen wollen, ohne gesehen zu werden. Wie Stern berichtet, sorgt der Konflikt in Spanien seit Mai 2024 für Aufsehen, als die Nonnen sich von der Amtskirche lossagten und erklärten: „Wir erkennen den Vatikan nicht an – es ist eine Farce.“
Die Nonnen begründen ihren Schritt damit, dass sich die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der „wahren Lehre“ entfernt habe. Dieser Schritt führte zu einem Streit um die Kontrolle über das Kloster in Belorado und weitere Immobilien der Gemeinschaft. Die Ordensfrauen hatten versucht, ihre Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, um nach der Trennung von der Kirche weiterhin gemeinsam leben und Klöster verwalten zu können. Das Innenministerium in Madrid verweigerte jedoch die Registrierung, wodurch die Frauen nach Auffassung der Kirche und der Justiz auch ihr Recht verloren, im Kloster zu wohnen.
Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) war eine bedeutende Versammlung der katholischen Kirche, die Reformen und Modernisierungen in verschiedenen Bereichen wie Liturgie, Ökumene und dem Verhältnis zur modernen Welt anstrebte. (Lesen Sie auch: Tornados verwüsten Teile der USA: Was bedeutet)
Was sind die Gründe für die Abspaltung der Nonnen?
Die abtrünnigen Nonnen begründen ihre Abspaltung vom Vatikan mit ihrer Überzeugung, dass sich die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von ihren ursprünglichen Lehren entfernt hat. Sie betrachten den Vatikan als eine „Farce“ und erkennen dessen Autorität nicht mehr an, was zu einem tiefgreifenden Konflikt mit der Amtskirche führte.
Die Entscheidung der Nonnen, sich vom Vatikan loszusagen, basiert auf ihrer Auffassung, dass die katholische Kirche nicht mehr die „wahre Lehre“ vertritt. Dieser Schritt markiert einen Bruch mit der traditionellen kirchlichen Hierarchie und führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen um den Besitz und die Verwaltung des Klosters in Belorado.
Die Situation der Nonnen in Belorado ist komplex. Einerseits steht der Wunsch nach spiritueller Autonomie, andererseits die Notwendigkeit, sich mit den rechtlichen und kirchlichen Konsequenzen ihrer Entscheidung auseinanderzusetzen. Die Weigerung des Innenministeriums in Madrid, ihre Gemeinschaft als zivile Vereinigung zu registrieren, erschwert ihre Situation zusätzlich.
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Der rechtliche Kampf um das Kloster
Der Konflikt zwischen den abtrünnigen Nonnen und der katholischen Kirche hat sich zu einem rechtlichen Kampf um die Kontrolle über das Kloster in Belorado entwickelt. Die Kirche und die Justiz argumentieren, dass die Nonnen ihr Recht auf den Besitz des Klosters verloren haben, nachdem sie sich vom Vatikan losgesagt und ihre Gemeinschaft nicht als zivile Vereinigung registrieren konnten. Dieser rechtliche Streit hat die Situation der Nonnen weiter verkompliziert und zu der Anordnung der Zwangsräumung geführt.
Die Nonnen versuchten, ihre Gemeinschaft in eine zivile Vereinigung umzuwandeln, um weiterhin gemeinsam leben und Klöster verwalten zu können. Dieser Schritt sollte ihnen ermöglichen, ihre Unabhängigkeit von der katholischen Kirche zu wahren. Die Ablehnung der Registrierung durch das Innenministerium in Madrid war ein entscheidender Rückschlag für die Nonnen. Sie verloren damit die rechtliche Grundlage, um im Kloster zu bleiben. (Lesen Sie auch: Wetter Berlin: Frühlingshaftes in: Sonne pur und…)
Die rechtliche Auseinandersetzung um das Kloster in Belorado zeigt die komplexen Beziehungen zwischen Kirche, Staat und individuellen Rechten. Die Entscheidung der Justiz, die Räumung anzuordnen, verdeutlicht die Grenzen der Autonomie religiöser Gemeinschaften innerhalb des rechtlichen Rahmens eines Staates.
Die rechtliche Lage religiöser Gemeinschaften kann je nach Land und Gesetzgebung variieren. In Österreich regelt das Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich die rechtlichen Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Staat.
Die Reaktion der katholischen Kirche
Die katholische Kirche hat auf die Abspaltung der Nonnen mit Bedauern und rechtlichen Schritten reagiert. Die Kirche betrachtet die Lossagung der Nonnen vom Vatikan als einen Akt des Ungehorsams und der Rebellion gegen die kirchliche Autorität. Die rechtlichen Schritte zielen darauf ab, die Kontrolle über das Kloster und die dazugehörigen Immobilien zu sichern.
Die Kirche argumentiert, dass die Nonnen durch ihre Abspaltung ihre Rechte als Ordensfrauen und somit auch ihr Recht auf den Besitz des Klosters verwirkt haben. Die katholische Kirche betont die Bedeutung der Einheit und des Gehorsams gegenüber der kirchlichen Lehre und Hierarchie. Die Reaktion der Kirche zeigt die tiefe Kluft zwischen den traditionellen Werten und den Vorstellungen der abtrünnigen Nonnen.
Die Situation in Belorado ist ein Beispiel für die Herausforderungen, denen sich die katholische Kirche in einer sich wandelnden Welt gegenübersieht. Die Abspaltung der Nonnen verdeutlicht die unterschiedlichen Interpretationen der kirchlichen Lehre und die daraus resultierenden Konflikte innerhalb der katholischen Gemeinschaft. (Lesen Sie auch: M W Craven: Wie Kriegserlebnisse Seine Krimis…)

Weitere Informationen zur Situation der katholischen Kirche in Österreich finden sich auf der Seite der Diözese Linz.
Wie geht es weiter mit den Nonnen?
Die abtrünnigen Nonnen planen, das Kloster in Belorado in Würde zu verlassen, um einer öffentlichen Zwangsräumung zu entgehen. Ihr Sprecher, Francisco Canals, betonte, dass die Schwestern ohne Aufsehen gehen wollen. Was die Zukunft für die Nonnen bringt, ist derzeit ungewiss. Sie haben jedoch ihren Entschluss bekräftigt, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre spirituellen Überzeugungen unabhängig von der katholischen Kirche zu leben.
Die Nonnen stehen vor der Herausforderung, ein neues Zuhause und eine neue Lebensgrundlage zu finden. Ihre Entscheidung, sich vom Vatikan loszusagen, hat weitreichende Konsequenzen für ihr Leben und ihre Gemeinschaft. Trotz der Schwierigkeiten scheinen die Nonnen entschlossen, an ihren Überzeugungen festzuhalten und ihren eigenen Weg zu gehen.
Das Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramts (RIS) bietet Informationen zur rechtlichen Situation in Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Warum haben sich die Nonnen vom Vatikan losgesagt?
Die Nonnen begründen ihren Schritt damit, dass sich die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil von der „wahren Lehre“ entfernt habe. Sie betrachten den Vatikan als eine „Farce“ und erkennen dessen Autorität nicht mehr an. (Lesen Sie auch: KV Verhandlungen IT: IT-Branche in Österreich: Einigung)
Welche Konsequenzen hat die Abspaltung für die Nonnen?
Die Abspaltung hat rechtliche Konsequenzen. Die Kirche und die Justiz argumentieren, dass die Nonnen ihr Recht auf den Besitz des Klosters verloren haben. Dies führte zur Anordnung der Zwangsräumung des Klosters in Belorado.
Was plant die katholische Kirche in Bezug auf das Kloster?
Die katholische Kirche betrachtet die Lossagung der Nonnen als einen Akt des Ungehorsams und der Rebellion gegen die kirchliche Autorität. Die Kirche will die Kontrolle über das Kloster und die dazugehörigen Immobilien sichern.
Wie wollen die Nonnen das Kloster verlassen?
Die Nonnen planen, das Kloster in Würde zu verlassen, um einer öffentlichen Zwangsräumung zu entgehen. Sie wollen ohne Aufsehen gehen, um ihre Privatsphäre zu wahren und weitere Demütigungen zu vermeiden.
Welche Rolle spielte das Innenministerium in Madrid in diesem Konflikt?
Das Innenministerium in Madrid verweigerte die Registrierung der Gemeinschaft der Nonnen als zivile Vereinigung. Dadurch verloren die Nonnen nach Auffassung der Kirche und der Justiz ihr Recht, im Kloster zu wohnen.
Die Geschichte der abtrünnigen Nonnen in Belorado ist ein Beispiel für die komplexen Herausforderungen, denen sich religiöse Gemeinschaften in einer sich wandelnden Welt stellen müssen. Der Konflikt zwischen Tradition und individueller Freiheit, zwischen kirchlicher Autorität und spiritueller Autonomie, bleibt ein Thema von großer Bedeutung.











