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Bei einem Protest gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall in Berlin haben Aktivisten am 25.03.2026 ein Gebäude besetzt und die Fassade mit roter Farbe beschmiert. Vier Personen gelangten auf das Dach des Standorts in der Scheringstraße, entrollten ein Banner gegen deutsche Waffenlieferungen und hissten eine Palästina-Flagge. Die Polizei ist mit Spezialkräften im Einsatz.
Bei einer Protestaktion gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall ist am Mittwochmorgen, dem 25.03.2026, in Berlin die Fassade eines Firmengebäudes mit roter Farbe übergossen worden. Mehrere Aktivisten besetzten zudem das Dach des Standortes im Ortsteil Gesundbrunnen.
Protestaktion in den frühen Morgenstunden
Nach Angaben der Polizei wurde der Vorfall gegen 6:15 Uhr gemeldet. Vier Personen hatten sich Zutritt zum Dach des Gebäudes in der Scheringstraße 2 verschafft. Dort kippten sie rote, symbolisch für Blut stehende Farbe die Fassade hinab. Die Aktion richtet sich gegen die Rolle des Unternehmens im internationalen Waffengeschäft.
Die Aktivisten zeigten eine Palästina-Flagge und hielten ein großes Transparent hoch. Darauf war die Aufschrift „Genozid in Palästina mit deutschen Waffen – Nicht mit uns! Leistet Widerstand!“ zu lesen, wie die taz berichtete. Diese Aktion reiht sich ein in eine Serie von Protesten, die sich gegen deutsche Rüstungsexporte richten.
Polizei mit Spezialkräften vor Ort
Die Berliner Polizei war mit rund 20 Einsatzkräften vor Ort. Eine Polizeisprecherin bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel, dass Kontakt zu den Personen auf dem Dach aufgenommen wurde. Sie wurden aufgefordert, das Dach freiwillig zu verlassen, ignorierten diese Aufforderung jedoch. Daraufhin wurden spezielle Höheninterventionseinheiten der Polizei angefordert, um die Aktivisten sicher vom Dach zu holen.
Welche konkreten Tatvorwürfe den Personen gemacht werden, war zunächst unklar. In der Regel wird in solchen Fällen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ermittelt. Die Scheringstraße war im Bereich des Einsatzortes für den Verkehr gesperrt.
Hintergrund: Proteste gegen Rüstungskonzerne
Der Rüstungskonzern Rheinmetall ist immer wieder Ziel von Protestaktionen pazifistischer und antimilitaristischer Gruppen. Insbesondere Bündnisse wie „Rheinmetall Entwaffnen“ organisieren regelmäßig Demonstrationen und Aktionen des zivilen Ungehorsams an Standorten des Unternehmens. Die Proteste richten sich gegen die Herstellung und den Export von Waffen und Munition, insbesondere in Kriegs- und Krisengebiete.
Die aktuelle Aktion in Berlin steht im Kontext der Debatte um deutsche Waffenlieferungen und deren Rolle im Nahost-Konflikt. Die Aktivisten werfen der Bundesregierung und deutschen Rüstungsfirmen eine Mitschuld an der Gewalt in Palästina vor. Weitere Informationen zu Polizeieinsätzen in Berlin stellt die Berliner Polizei auf ihrer Webseite zur Verfügung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist bei Rheinmetall in Berlin am 25.03.2026 passiert?
Am 25.03.2026 haben vier Aktivisten das Dach eines Rheinmetall-Gebäudes in Berlin-Gesundbrunnen besetzt. Sie haben rote Farbe an der Fassade heruntergekippt, eine Palästina-Flagge gezeigt und ein Transparent gegen deutsche Waffenlieferungen entrollt.
Welche Botschaft stand auf dem Transparent der Aktivisten?
Auf dem Transparent stand: „Genozid in Palästina mit deutschen Waffen – Nicht mit uns! Leistet Widerstand!“.
Wie hat die Polizei auf die Besetzung reagiert?
Die Polizei war mit etwa 20 Einsatzkräften vor Ort und hat Spezialkräfte für die Höhenrettung angefordert, um die Aktivisten vom Dach zu holen, nachdem diese die Aufforderung zum freiwilligen Verlassen ignoriert hatten.
Wo genau fand der Protest statt?
Die Aktion fand auf dem Dach des Rheinmetall-Standorts in der Scheringstraße 2 im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen (Bezirk Mitte) statt.
Fazit
Der Protest bei Rheinmetall in Berlin am 25.03.2026 ist ein weiteres Beispiel für die Aktionen, mit denen Aktivisten auf die Rolle deutscher Rüstungsunternehmen in internationalen Konflikten aufmerksam machen. Durch die Besetzung des Daches, das Vergießen roter Farbe und das Entrollen eines kritischen Transparents wurde mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende und kontroverse Debatte über Rüstungsexporte und deren ethische Implikationen. Die Polizei beendete die Aktion durch den Einsatz von Spezialkräften.






