Das israel todesstrafe gesetz, das die Verhängung der Todesstrafe für Terroristen unter bestimmten Umständen erlaubt, wurde von der Knesset in erster Lesung gebilligt. Wer hat dafür gestimmt? Das Parlament. Was wurde beschlossen? Ein Gesetz zur Todesstrafe. Wann? Nach der ersten Lesung. Wo? In Israel. Warum? Als Reaktion auf Terrorismus.

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Die wichtigsten Fakten
- Das Gesetz ermöglicht die Todesstrafe für Terroristen, die israelische Bürger töten.
- Es betrifft Täter, die aus nationalistischen, rassistischen oder religiösen Motiven handeln.
- Das Gesetz wurde mit 55 zu 9 Stimmen in erster Lesung angenommen.
- Es gibt Ausnahmen; das Gesetz findet keine Anwendung in Judäa und Samaria (Westjordanland).
Neues Gesetz zur Todesstrafe in Israel gebilligt
Die Knesset, das israelische Parlament, hat in erster Lesung ein umstrittenes Gesetz gebilligt, das die Verhängung der Todesstrafe für Personen vorsieht, die des Terrorismus mit Todesfolge schuldig befunden werden. Laut Neue Zürcher Zeitung wurde der Gesetzentwurf mit 55 zu 9 Stimmen angenommen.
Der von der rechtsgerichteten Regierung unterstützte Gesetzentwurf sieht vor, dass ein Gericht mit einfacher Mehrheit die Todesstrafe verhängen kann, wenn der Akt des Terrorismus zum Tod eines israelischen Bürgers geführt hat. Bisher war ein einstimmiges Urteil der Richter notwendig. (Lesen Sie auch: Israel Todesstrafe Terror: Parlament beschließt Gesetz Jetzt)
Was bedeutet das für Bürger?
Das Gesetz betrifft in erster Linie Personen, die des Terrorismus mit Todesfolge schuldig befunden werden. Es zielt insbesondere auf Täter ab, die aus nationalistischen, rassistischen oder religiösen Motiven handeln und israelische Bürger vorsätzlich töten. Für die breite Mehrheit der israelischen Bürger ändert sich zunächst nichts. Kritiker befürchten jedoch eine Eskalation der Gewalt und eine weitere Polarisierung der Gesellschaft.
Wie unterscheidet sich das Gesetz von der bisherigen Rechtslage?
Bisher war die Verhängung der Todesstrafe in Israel nur in sehr begrenzten Fällen möglich, etwa bei Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zuletzt wurde die Todesstrafe in Israel 1962 gegen Adolf Eichmann vollstreckt, einen der Hauptverantwortlichen für den Holocaust. Das neue Gesetz würde die Hürden für die Verhängung der Todesstrafe in Terrorfällen deutlich senken, da nun eine einfache Mehrheit der Richterstimmen ausreicht.
Welche politischen Perspektiven gibt es?
Befürworter des Gesetzes, darunter der Minister für nationale Sicherheit Itamar Ben-Gvir, sehen darin ein notwendiges Instrument zur Abschreckung von Terrorismus. Sie argumentieren, dass es eine angemessene Strafe für besonders grausame Verbrechen darstellt. Gegner des Gesetzes argumentieren, dass die Todesstrafe eine grausame und irreversible Strafe ist, die keine abschreckende Wirkung hat. Sie warnen vor einer möglichen Eskalation der Gewalt und einer Gefährdung des Rechtsstaats. (Lesen Sie auch: Israel Todesstrafe für Terroristen: Ein Gesetz sorgt…)
Kritiker bemängeln auch, dass das Gesetz in der Praxis selektiv angewendet werden könnte, insbesondere gegenüber palästinensischen Tätern. Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem hat das Gesetz scharf verurteilt und erklärt, es sei ein weiterer Schritt in Richtung einer zunehmend repressiven Politik gegenüber den Palästinensern.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Gesetz nicht für das von Israel besetzte Westjordanland (Judäa und Samaria) gilt, da dort das Militärrecht zur Anwendung kommt. Das bedeutet, dass palästinensische Terroristen, die im Westjordanland Anschläge verüben, nicht unter dieses Gesetz fallen würden.
Wie geht es weiter?
Nach der ersten Lesung muss das Gesetz noch zwei weitere Lesungen in der Knesset durchlaufen, bevor es in Kraft treten kann. Es wird erwartet, dass es im Vorfeld der zweiten und dritten Lesung noch zu Änderungen und Ergänzungen kommen wird. Ob das Gesetz tatsächlich in Kraft treten wird, ist derzeit noch unklar. Es ist zu erwarten, dass die Debatte über die israel todesstrafe gesetz weiterhin intensiv geführt wird. (Lesen Sie auch: Albanese Berlin Auftritt: Eklat um Israel-Aussage?)

Amnesty International setzt sich weltweit gegen die Todesstrafe ein. Die Organisation argumentiert, dass die Todesstrafe eine Verletzung der Menschenrechte darstellt und keine abschreckende Wirkung hat.
Das Inkrafttreten des Gesetzes könnte die Beziehungen Israels zu europäischen Staaten belasten, die die Todesstrafe ablehnen. Wie die ICRC berichtet, engagiert sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz ebenfalls gegen die Todesstrafe.
Häufig gestellte Fragen
Für wen gilt das israel todesstrafe gesetz?
Welche Mehrheit ist für die Verhängung der Todesstrafe erforderlich?
Nach dem neuen Gesetz reicht eine einfache Mehrheit der Richterstimmen aus, um die Todesstrafe zu verhängen. Bisher war ein einstimmiges Urteil erforderlich.
Wann wurde die Todesstrafe in Israel zuletzt vollstreckt?
Die letzte Hinrichtung in Israel fand 1962 statt. Damals wurde Adolf Eichmann, einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust, hingerichtet. (Lesen Sie auch: Iran Meerenge Kontrollieren: Teheran Kassiert Millionen?)





