Die Stellantis Aktie hat am heutigen Tag einen deutlichen Kursrutsch erlebt. Grund dafür sind milliardenschwere Abschreibungen, die der Autokonzern im Zuge seiner Elektroauto-Strategie vornehmen musste. Diese Entwicklung wirft Fragen nach der Zukunft des Unternehmens und seiner Ausrichtung auf.

Hintergrund der Stellantis Aktie und Elektrostrategie
Stellantis, ein multinationaler Automobilkonzern, entstand 2021 aus der Fusion von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) und der Groupe PSA. Zum Konzern gehören bekannte Marken wie Fiat, Chrysler, Peugeot, Jeep, Alfa Romeo und Opel. Stellantis steht, wie die gesamte Automobilindustrie, vor der Herausforderung, sich den verändernden Marktbedingungen anzupassen, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren Milliarden in die Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen investiert.
Aktuelle Entwicklung: Milliardenabschreibung belastet Stellantis Aktie
Nun hat Stellantis bekannt gegeben, dass man seine Elektroauto-Strategie drosselt und milliardenschwere Abschreibungen vornehmen muss. Konkret fallen im zweiten Halbjahr 2025 Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro an, wie VOL.AT berichtet. Dies führt zu einem vorläufigen Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro für diesen Zeitraum. Als Reaktion auf diese Nachricht ist die Stellantis Aktie deutlich gefallen.
Die Gründe für die Abschreibungen liegen laut Stellantis in der Anpassung des Produktportfolios an die Marktnachfrage. Insbesondere die geänderten Förderbedingungen für Elektroautos in den USA, die von der Regierung unter Präsident Trump gestrichen wurden, sowie veränderte Abgasrichtlinien haben zu dieser Entscheidung beigetragen, berichtet der ORF. Knapp 15 Milliarden Euro der Abschreibungen entfallen auf den US-Markt.
Reaktionen und Einordnung zum Kurssturz der Stellantis Aktie
Die Nachricht von den milliardenschweren Abschreibungen und dem Kursrutsch der Stellantis Aktie hat in der Automobilbranche und bei Anlegern für Aufsehen gesorgt. Auch andere europäische Automobilwerte wie Valeo, Renault und Forvia wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Die Entscheidung von Stellantis, die Elektroauto-Strategie zu überdenken, zeigt, dass die Automobilindustrie einem ständigen Wandel unterliegt und Unternehmen flexibel auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren müssen. Die Streichung von Elektroautoförderungen und die Änderung von Abgasrichtlinien in den USA haben offenbar dazu geführt, dass sich die ursprünglichen Pläne von Stellantis als nicht mehr tragfähig erwiesen haben.
Was bedeutet das für die Stellantis Aktie und die Zukunft des Unternehmens?
Die milliardenschweren Abschreibungen sind ein herber Schlag für Stellantis und belasten die Stellantis Aktie kurzfristig. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass das Unternehmen weiterhin über eine starke Marktposition und ein breites Produktportfolio verfügt. Die Entscheidung, die Elektroauto-Strategie anzupassen, könnte sich langfristig als richtig erweisen, wenn sie dazu beiträgt, das Unternehmen auf eine nachhaltigere und profitablere Basis zu stellen.
Für Anleger bedeutet die aktuelle Situation, dass sie die Entwicklung von Stellantis genau beobachten und ihre Anlageentscheidungen entsprechend anpassen müssen. Es ist ratsam, sich nicht von kurzfristigen Kursschwankungen beeinflussen zu lassen, sondern die langfristigen Perspektiven des Unternehmens zu berücksichtigen. Analysten werden die Situation neu bewerten und ihre Empfehlungen entsprechend anpassen.

Ausblick
Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich Stellantis an die veränderten Marktbedingungen anpasst und welche Strategien der Konzern verfolgt, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Entwicklung der Elektromobilität wird weiterhin ein wichtiger Faktor sein, aber auch andere Bereiche wie autonomes Fahren und vernetzte Fahrzeuge werden eine Rolle spielen.Die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens und die Auswirkungen der Abschreibungen dürften jedoch vorerst auf dem Kurs lasten.
Tabelle: Auswirkung auf europäische Aktienwerte
| Unternehmen | Kursveränderung (6. Feb. 2026) |
|---|---|
| Stellantis | -14% |
| Valeo | -2,1% |
| Renault | -2,5% |
| Forvia | -2,3% |
Häufig gestellte Fragen zu stellantis aktie
Warum ist die Stellantis Aktie gefallen?
Die Stellantis Aktie ist gefallen, weil der Konzern milliardenschwere Abschreibungen auf seine Elektroauto-Strategie vornehmen musste. Diese Abschreibungen belasten das Ergebnis des Unternehmens und haben zu Verunsicherung bei den Anlegern geführt.
Wie hoch sind die Abschreibungen von Stellantis?
Stellantis verbucht im zweiten Halbjahr 2025 Belastungen von rund 22,2 Milliarden Euro. Diese Abschreibungen führen zu einem vorläufigen Verlust von 19 bis 21 Milliarden Euro für diesen Zeitraum, wie das Unternehmen mitteilte.
Welche Gründe gibt es für die Abschreibungen bei Stellantis?
Die Gründe für die Abschreibungen liegen in der Anpassung des Produktportfolios an die Marktnachfrage. Insbesondere die geänderten Förderbedingungen für Elektroautos in den USA und veränderte Abgasrichtlinien haben zu dieser Entscheidung beigetragen.
Wie reagieren andere Automobilaktien auf die Stellantis-Nachricht?
Die Nachricht von den Abschreibungen bei Stellantis hat auch andere europäische Automobilwerte belastet. So gaben die Aktien von Valeo, Renault und Forvia ebenfalls nach, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie die Stellantis Aktie selbst.
Wird Stellantis eine Dividende zahlen?
Aufgrund der hohen Verluste durch die Abschreibungen wird Stellantis in diesem Jahr keine Dividende an seine Aktionäre ausschütten. Dies ist eine direkte Folge der finanziellen Belastung durch die Anpassung der Elektroauto-Strategie.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.
Informationen der Bundesregierung







